21. Juli 200323 J. Nur mal zur Info, nicht dass hier noch völlig falsches Zahlenmaterial rumschwirrt: Der Anteil des Flugverkehrs am gesamten Treibstoffverbrauch in D beträgt aktuell 14 Prozent, Tendenz (durch die erwähnten, staatlich subventionierten, Billigflüge) stark steigend. Eine nach Umweltgesichtspunkten gerechte, d.h. im Vergleich zu Automobilkraftstoffen doppelt so hohe Besteuerung des Flugbenzins, würde dem Staat eine exorbitante Einnahmequelle bescheren. Und durch den oben erwähnten Lenkungseffekt den Treibhauseffekt verringern. Wer’s nicht glaubt, hier gibt es Zahlenmaterial der TU-Berlin: http://user.cs.tu-berlin.de/~roland/flug/ Das Problem dabei: eine Erhebung einer solchen Steuer muss europaweit erfolgen um Wirkung zu zeigen. Jürgen Trittin hat diese Ungerechtigkeit im Steuersystem übrigens längst erkannt. P.S. von wegen St. Floriansprinzip: Diese Steuer müssten natürlich auch dieselfahrende Flieger berappen ;-) MfG Maik
21. Juli 200323 J. Auch hier stelle ich die Frage, was denn "die den meisten Dreck machen auch am meisten bezahlen müssen" der Umwelt bringt? Oder glaubt hier wirklich wer, dass dann die Luft gleich viel sauberer wird? WORUM GEHTS ES EUCH WIRKLICH? Doch nicht um die Umwelt - denn wenn ich für den von mir verursachten Dreck mehr zahle, bin ich jetzt aus dem Schneider - oder wie? Habe ich dann "das Recht" mehr Dreck zu machen - ich zahl' ja auch mehr dafür ?! WAS DENKT IHR EUCH (ich spreche jetzt damit jene an, die DAS fordern) DABEI? Für mich befridigt Ihr nur Eure persönliche Genugtuung, an der Tankstelle nicht mehr der Dumme zu sein und am Tiefsten in die Tasche greifen zu müssen - mit Umwelt hat DAS nichts zu tun! Wenn die Regierung schon Geld für irgendwelche Steuern einheben muss, um Löcher zu stopfen, soll sie wenigsten Erhlich dabei sein und nicht den Umweltschutz vorschieben. Denn DAMIT ist diesem nicht gedient - aber das wissen wir in Wahrheit schon ... Übrigens bei uns in AT kostet der Picasso Family 2.0 HDI gleich viel, wie ein gleichwertiger Benziner (in Leistung und Ausstattung). Versicherung und Steuer wird bei uns ansders berechnet, als in DE - in AT nach Hubraum und nicht nach Diesel oder Benzin. Daher ist das also auch kein Argument. Aber der Diesel verbraucht wesentlich weniger als das gleichwertige Benzinmodell! Selbst wenn der Diesel dem Benzin (ich gehe von "Normalbenzin" aus) preislich angeglichen wird, werde ich immer noch billiger davon kommen ... und was wurde mit der Preisanhebung nun erreicht?
22. Juli 200323 J. Hi ozoffi und all, da liegt Du aber falsch. Monsieur Trittin denkt nur in Sachen Umwelt. Der hochwohlgeboren deutsche Kassenwart widerum denkt nur anne Kohle. Beide zusammen verbinden das eine mit dem anderen. Insofern werden Steuern selbstverständlich für die Deckung von Ausgaben verwendet, und quasi als 2. Bestimmung wird ein wenig am Bürgerverhalten "rumgelenkt", dieweil der Deutschbürger natürlich immer versucht, einer Steuererhöhung auszuweichen. Die Lenkungseffekte gibt es, sind nachweisbar und sehr wirksam. Erstens im Fahrverhalten: in D sinkt seit mehreren Jahren der Anteil de sog. Freizeitfahrten, der durchschnittliche Verbrauch eines Autos sinkt durch geändertes Fahrverhalten, und - das ist der entscheidene Punkt - der Verbraucher kauft deshalb nach anderen Wertigkeiten beim Autokauf: jetzt steht eindeutig der Verbrauch (neben der Sicherheit) im Vordergrund. Bitte nicht gegenargumentieren im Sinne von Luxusprotz und Premium. Der durchschlagende Erfolg des Diesel ist genau das Ergebnis einer solchen Lenkung, die da hieß "schrittweise Erhöhung der Mineralölsteuer". Mit der zunehmend modernen Dieseltechnik kamen aber neue Umweltprobleme auf, die da sind: immer kleiner und somit aggressiver werdende Rußpartikel, und immer mehr Rußpartikel, weil immer mehr Dieselfahrzeuge. Tja, die deutschen Hersteller sind wieder mal technologiebockig, als könnte der Gesetzgeber da etwas "motivierend" nachhelfen durch eine neue Euro-Einstufung und evtl. teurerer Dieselkraftstoff. Die Luft wird davon nicht "gleich" viel sauberer. Aber im Laufe von 15-20 Jahren (so werden die Lenkungseffekte kalkuliert) tritt eine nachhaltige Verbesserung ein, weil in diesem Zeitraum der Gebrauchswagenbestand bereits ein Mal komplett erneuert wurde. Siehe Katalysatorbeispiel. Da mussten sich alle Hersteller beeilen, um überhaupt noch Autos verkaufen zu können, obwohl damals die Kattechnik alles andere als gut war. Allein die höhere Hubraumsteuer hat die Käufer zu den Katautos bewegt. Mehr brauchte es nicht. Und heute haben sich die Schadstoffausstoße, wie sie damals definiert waren, um mehr als 95% reduziert. Später kamen als definierte Schadstoffe die Kohlendioxide dazu. Deren Reduzierung geht nur über Verbrauchsreduktion. Das war die Stunde der Diesel. So gehts immer weiter, ein sehr erprobtes Verfahren zur Verbrauchersteuerung. Im übrigen ist sehr konkret die Einführung einer Euronorm zur Reduzierung des Rusausstoßes auf ein Zehntel des heute aktuellen Grenzwertes. Bei der Dieselmineralölsteuer könnte die bewährte Taktik "vorsichtiges Sommerlochfüllen-zurückpfeifen- wiederdiskutieren-geringeErhöhung-schrittweiseErhöhung-deutlicheErhöhung" angesagt sein. War ja bei der Tabaksteuer auch so. Da reagieren die Deutschen wie ein Frosch im kalten Wasser: wird das Wasser zu schnell erwärmt, springt der Frosch vor Hitzeschmerzen aus dem Glas. Wird das Wasser nur allmählich erwärmt bis zum Kochen, merkt das der Frosch so lange nicht, bis er durchgegart ist. :-)))) Da die allermeisten Leute sich nicht die Mühe machen oder machen können, solche Zusammenhänge zu durchschauen, wird eben plakativ argumentiert. Mit mehr Steuern kauft man sich nicht das Recht auf Umweltsauerei, aber mit dem Ausweichen auf steuergünstigere Modelle (noch weniger Verbrauch, Rußfilter, defensives und verbauchsarmes Fahren) hilft man automatisch der Umwelt. Das der Einzelne aber nicht so weit denken kann, hilft der Griff an der empfindlichen Geldbeutelstelle immer. Schade, dass es so ist, aber der alleinige Apell an die Vernunft hat der Umwelt bislang noch nie geholfen. Da musste der Gesetzgeber immer "nachhelfen". Und ganz ehrlich: zumindest ich gönne jedem Dieselfahrer sein Erfolgserlebnis anne Tankstelle, weil ich hab ja meins dann beim entspannten elastischen schaltfaulen V6-Fahren. Aber das ist eine andere Geschichte.......:-))))) Gruß von P.
22. Juli 200323 J. Lieber Peter, Deine Argumente klingen absolut logisch - auf lange Sicht kann das Kaufverhalten sicherlich durch den Preis gesteuert werden, was auch noch längere Sicht dann der Umwelt zu Gute kommt. Vorausgesetzt, dass der Diesel-PKW WIRKLICH der Hauptverursacher in Sachen Russ ist ... Ist er aber nicht! Die PKWs sollen "nur" zu ca 10% schuld am Lungenkrebs unserer Kinder sein ... oder 14000 Tote am Gewissen haben ... (schon diese reißerischen Aussagen alleine verursachen großen Ärger in mir! Da wird der Dieselfahrer zum Mörder abgestempelt!). Selbst wenn wir irgendwann diese 10% - oder auch mehr (von mir aus auch 30%) abgeschafft haben, bleiben immer noch 70-90% über! Von denen ein Großteil die Industrie und die Haushalte verursachen. WAS wird dagegen gemacht? WEN schiebt man dann den Schwarzen Peter zu und stellt ihn als Alleinschuldigen hin? Als bösen Umweltsünder, der *bestraft* gehört?! Es geht (mir) nicht so sehr darum mich gegen so eine Steuer zu wehren (natürlich bin aich auch kein Feind meiner Geldbörse) - es geht mir einzig und alleine um das WIE! Zuerst waren die Benziner die Bösen, weil sie so viel Verbraucht haben. Diesel wurde als Wirtschaftlich hingestellt und alle die einen Diesel fahren als Umweltbewust, weil sie sparsamer mit den Resourcen umgehen! Jetzt werden genau jene braven umweltbewusten Dieselfahrer als die Prügelknaben der Nation und böse Umweltsünder, Luftverschmutzer, Kindermörder und schlimmeres hingestellt - findest Du DAS so in ordnung? Das grundsätzlich was getan werden muss, streite ich in keiner Weise ab - nur lasse ich mich nicht - von niemanden - als böser Umweltsünder und ärgers abstempeln (und genau DAS passiert aber derzeit mit solchen Aussagen)!
22. Juli 200323 J. Hi offozi, das tut doch keiner !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Es geht nur drum, dass der relevante Rußanteil durch PKW in den letzten STARK zugenommen hat und dass es Zeit wird, der weiteren Zunahme Einhalt zu gebieten (es sind übrigens mittlerweile 30%). Die Technik gibts, sie muss nur durchgesetzt werden. Es ist aber auch falsch, dass die Dieselfahrer als umweltbewusst hingestellt wurden. Die waren und sind verbrauchsbewusst, nicht umweltbewusst. Leider wurde niedriger Verbrauch und Umweltbewusstsein fälschlicherweise lange Zeit gleichgesetzt, obwohl schon lange die Wirkung von unnatürlichen Rußpartikeln kritisch beobachtet wurde. Lass Dich doch nicht vom reißerischen Bildzeitungsgepöpel aus der Ruhe bringen. Der heutige Dieselfahrer trägt ja ein Stück Umweltschutz bei, weil weniger CO2 ausgeblasen wird als bei einem Benziner. Aber das Problem der Rußpartikel MUSS gelöst werden, egal wie. Der Staat "fördert" das sozusagen. Ganz viel früher gabs Blei im Benzin, angeblich weil die Motoren das an den Ventilen brauchten. Dann kam das Verbot .... und alle Motoren waren plötzlich bleifreitauglich oder technisch entsprechend umgebaut. Es geht doch !!! Was unseren lieben Umweltminister einfach nur ankotzt, ist dieses selbstherrliche Dummgebabbel der deutschen Autobauer, die sich umweltrelevanten Argumenten BEWUSST verschließen. Der typisch deutsche Käufer folgt natürlich deren Einlassung. Also gibts halt Druck per Gesetz. Da gibts leider keine Möglichkeit im Sinne von Appell an die Vernunft und Umwelt. Deshalb finde ich die technische Initiative mit FAP von PSA SEHR bemerkenswert, weil ohne irgendeinen Druck von außen hier im Sinne von Gesundheit und Umwelt gehandelt wurde. Und die Krauts: Monsterdiesel mit Massenruß-Technik, total die andere Richtung, schlimmer gehts gar nicht mehr. Außerdem, das zu guter Letzt, will niemand wirklich wissen, wieviele Kinder tatsächlich durch Autoruß sterben. Wem bringt denn eine solche Erkenntnis was?? Rußvermeidung statt Krankheitsbekämpfung heißt die Devise. Ist ähnlich wie beim Müll: wenn Müll vermieden wird, lernt man die ganzen Folgeprobleme erst gar nicht kennen. Lungenkrankheiten durch Ruß ist nur ein einziger, beliebig rausgenommer und reißerisch aufgebauschter Aspekt in einer unüberschaubaren Reihe von Möglichkeiten des schlechten Einflusses auf Natur und Mensch. Gruß von P.
22. Juli 200323 J. Danke! Imho bist Du einer der Wenigen (wenn ich überhaupt der Einzige) der es so sieht wie es ist! Ich fahre selbst einen Diesel - leider ohne Partikelfilter, weil es für den Picasso 2.0 HDI keinen gibt. Ich tanke aber in AT derzeit nur ARAL, weil mir auf Anfrage mitgeteilt wurde, dass ARAL auch in AT schon Schwefelreduziert sein soll ... Was den Rußausstoß weiter minimiert. Auch verwende ich jedes 2. Mal zusätzliche Aditive, die die Verbrennung fördern. Effekt ist, dass wenigstens SICHTBAR weniger Dreck hinten raußkommt - jedenfalls im Direkten vergleich mit einem auch neuem Golf TDI und billig Diesel!!! Sobald es einen (leistbaren) Nachrüstrussfilter gibt, werde ich diesen sicher auch einbauen. Ich versuche entsprechend zu agieren und bin durchaus auch für eine entsprechende Steuererhöhung für Fahrzeuge, die gewissen Normen nicht erreichen (wobei diese Normen bitte weder eine Augenauswischerei, noch unerreichbar sein sollen!). Ich bin aber definitv dagegen, dass man nur der Einnahmen willen irgendwelche Produkte verteuert. Denn das Kaufverhalten könnte man auch steuern, indem man den Normalbenzin verbilligen würde ;-) Noch mehr dagegen bin ich, wenn man dann versucht dies auf Kosten des Gewissens der Bürger zu machen und sich Medien bedient um gezielte Hatz zu veranstalten. Da wird in erster Linie der Endverbraucher als bös hingestellt weil man die Industrie nicht vergraulen will ...
22. Juli 200323 J. Hallo! Ohne die zahlreichen deutschen Kunden, die umwelt- und gesundheitsorientiert denken, haätte PSA den Partikelfilter sicher nicht schon vor seiner Notwendigkeit auf den Markt gebracht.Insbesondere in Deutschland sind Kunden gewillt, für ein Partikel-Filter-Auto etwas mehr zu bezahlen.Vor allem in Deutschland hat der Partikelfilter positiven Einfluss auf das Citroen/Peugeot-Image.Da der Diesel-Anteil beim C3 in D gering ist, lohnt sich dort wohl der Filtereinsatz für PSA nicht.Andere Erklärungen scheiden eigentlich aus.Ich denke:ein ähnliches Umweltbewusstsein wie in D findet man vielleicht in Europa sonst nur z.B in der Schweiz oder in Schweden:meine subjektive Einschätzung. Konsequent die griechische Lösung: Diesel sind ihrer Abgase wegen in Privatwagen nicht erlebt.Athen mit sovielen Diesel-Kleinwagen wie in z.B. Belgien wäre sicherlich der ultimative Alptraum. MfG
22. Juli 200323 J. "Die Umstellung von Diesel auf nachwachsende Rohstoffe ist im großen Maßstab einfach nicht machbar, weil es so viele Rapsanbaufelder schon rein rechnerisch gar nicht geben kann." 1. es braucht nicht alles Raps sein. Andere nachwachsende Pflanzenarten gehen auch. 2. wir zahlen den Bauern mittlerweile Geld damit sie auf einem Feld NICHTS anbauen ! Wäre es nicht sinnvoller ihnen KEIN Geld zu zahlen und ihnen stattdessen das Pflanzenöl als Dieselersatz abzukaufen. 3. Pflanzenöl ist nicht so gefährlich für den Boden/See wie fossiles Rohöl. Es muß auch nicht jedes Auto mit PÖL fahren. Die anderen fahren dann eben mit Brennstoffzellen. Wichtig ist das kein Auto mehr mit fossilen Brennstoffen (Benzin, Diesel, Erdgas) fährt. "Im Übrigen ist die Herstellenergiebilanz von Rapsölen NEGATIV. Es wird da mehr Energie reingesteckt als dann an der Kurbelwelle rauskommt." Wo wird bitte die viele Energie reingesteckt ? Beim Kaltpressen ?! Wir sprechen hier doch über dezentral kaltgepreßtes Pflanzenöl beim Bauern. Die hauptsächliche Energie die da "reingesteckt" wird ist die Sonnenenergie die es (bislang in Deutschland) noch umsonst gibt. Wenn der Bauer beim Ausbringen/ernten der Saat über das Feld muß, verwendet er am besten AUCH sein eigenes kaltgepreßtes PÖL. Welche energie meinst du bitte ? "Rapsöl ist aus ölologischer Sicht einfach unsinnig." Erklärung bitte. Und wieso eigentlich nur Raps. Grundsätzlich, und auch um Monokulturen zu verhindern sollte man unterschiedliche Pflanzen nehmen. "Die dauerhafte Umstellung auf nicht fossile Energieträger wird garantiert nicht bei den nachwachsenden Energieträgern liegen." Brennstoffzellen und PÖL und Biogas (kühe, schweine etc.). Pöl solange wie Brennstoffzellen Autos noch selten sind. Benzin, Diesel und Erdgas ganz abschaffen weil KLIMAKATATROPHE (siehe abschmelzen der gletscher und stetiger Temperaturanstieg bei uns.) Wenn du verhindern willst das wir Wetterphänomene bekommen wie die USA (d.h. regelmäßige Orkane, Tornados, ...) sie hat, MÜSSEN wir umstellen. Diesel , Benzin, Erdgas (aus fossilen Brennstoffen) machen ökologisch keinen Sinn. Es sei denn man ist Holländer und möchte die Welt in ein riesiges Treibhaus für geschmacklose wässerige Tomaten verwandeln.
22. Juli 200323 J. Nachtrag: keiner hat behauptet das wir das PÖL in den dichtbesiedelsten Gegenden dieser Erde vorantreiben sollten ! Warum auch ?! Aber man kann das PÖL genauso wie man es mit dem fossilen Öl schon seit Jahrzehnten macht, per Tanker oder Lastzug aus den Entwicklungländern (meinetwegen auch mit Pipeline wenn du möchtest) in die EG-Länder bringen.
22. Juli 200323 J. Spinner und technische Tüftler gibt es genug. Angenommen, der Erdölpreis würde sich verdoppeln oder verdreifachen, es würden sehr schnell neue Techniken in Serie gebaut. Nicht nur Krieg macht erfinderisch, auch die Not. Wenn die Unsummen von Geld, die für die Entwicklung von Atommeilern verbraucht wurde in solche Techniken geflossen wäre, hätten wir schon andere Antriebe. Solang aber Erdöl am billigsten ist, wird sich nicht revolutionär viel ändern. Gruß
22. Juli 200323 J. Die Probleme, die Ruß verursacht, kann man ja mittels Techniken wie FAP in den Griff bekommen. Aber Dieselmotoren sind wohl doch nicht die Lösung der Zukunft, wenn wir weiter am Vebrennungsprinzip festhalten wollen. Dieser Artikel hat meine Überzeugung zugunsten des Dieselmotor-Prinzips gehörig ins Wanken gebracht. Und das ausgerechnet durch Greenpeace.
23. Juli 200323 J. Hallo! Na ja.Von dem Greenpeace-Smile Twingo-Mutanten mit Hochdruckturbo-Benziner hoffte ich nie mehr was zu lesen, da voll daneben und eher geeignet Spott in richtung Greenpeace zu lesen.In Japan ist der Diesel wie wohl auch in Australien quasi geächtet, wie soll man dann deren neue Erkenntnisse bewerten.Was ich schon oft schrieb:schlimm ist der Russ vor allem in der Stadt.Unmöglich daher, daß es Ruß-Filter in Zukunft nicht(auch bei PSA) in Kleinwagen geben wird.Das ist aber vor allem für belgische, französische ..-Stadtbewohner ein Problem.Trotzdem:Das Dieselangebot wird immer dichter bei den Kleinwagen, den Seat Ibiza gibt es demnächst mit 4 verschiedenen 1,9l Diesel Motoren von 64-150 PS, natürlich filterfrei, wie Saxo,Berlingo,Xsara Picasso,Xsara,C3Ganz schlimm. Aber :wird das Rohöl in geringreren Mengen hierhergeschifft,dann kommt vielleicht weniger davon bei den Leckagen abhanden:auch eine umweltschutzwirkung des Dieselmotors. MfG
23. Juli 200323 J. Betreffend RAPSÖL: Soweit ich weis, ist beim HDI derartiges Öl NICHT freigegeben - oder? Davon abgesehen gibt es in Wien eh kaum Möglichkeiten "BIO-ÖL" zu tanken ...
23. Juli 200323 J. Hallo zoffi, Pflanzenöl pur veträgt, bedingt durch die höhere Viskosität, wohl keine Dieseleinspritzpumpe auf Dauer, abgesehen von den anderen Randproblemen wie Dichtungen, Leitungen usw. Näherer Infos zu diesem Thema gibts hier. Ich frage mich warum es eigentlich keine ESPs gibt die von Haus aus konstruktiv für den Betrieb mit Pflanzenöl ausgelegt sind. Stattdessen werden mit immensem Aufwand elektronisch gesteuerte PumpeDüse und CommonRail Höchstleistungsdiesel entwickelt, damit eine bestimmte Klientel, die vorzugsweise auf den linkesten Autobahnspuren zuhause ist, sich ohne Imageprobleme auch Dieselautos kaufen kann. Für den Aufwand sollte es doch auch möglich sein ein nicht ganz so leistungsstarkes Dieseleinspritzsystem zu bauen, das man dann auch mal mit regenerativem Treibstoff vom Acker füttern kann und nicht nur mit begrenzt vorhandenen fossilen Rohstoffen. mfg Sepp
23. Juli 200323 J. Jener Artikel enstammt der Zeit vor FAP. Insofern ist das Thema Ruß kalter Kaffee - jedenfalls bald, wenn die hochnäsigen deutschen Hersteller von der Politik zum Einbau von Filtern gedrängt werden. Nur nebenbei, gerade in Biologie und Umweltforschung kann man aus fast allem fast alles herauslesen, was man hören möchte. Hier mal ein extremes Beispiel dafür, wie man sich Fakten zurechtbiegen kann, ohne dabei lügen zu müssen ... http://www.dhmo.org/facts.html
23. Juli 200323 J. Hallo SeppCx! Habe Deine Seite studiert. Irgendwie scheint mir die Sache mit dem Pflanzenöl doch noch recht im Experimentierstatium zu sein.... Unproblematisch ist es auf jedenfall nicht (Schläuche die aufquellen, Dichtungen die undicht werden etc.) Dann braucht man auch noch Platz wo man das ganze Zeuge lagert, abmischt ... na ja.
23. Juli 200323 J. Man nehme einen alten W124er Benz 200D/250D/300D... http://www.rapsinfo.de/ solide Technik, die nicht auf Leistung gezüchtet ist kann viel ab. Grüße Sebastian
23. Juli 200323 J. Ja zoffi, das is ja das Problem. Für PÖL-Betrieb gibts momentan nur Bastlerlösungen. Aber alle Probleme sind grundsätzlich gelöst, was ich am Markt vermisse ist eine bezahlbare, industriell angebotene alltagstaugliche Komplettlösung. Die Autofirmen geben ja auch ein Heidengeld für die Erforschung von vergleichsweise exotischen Technologien wie Hybridantriebe, Wasserstoffmotoren und Brennstoffzellen aus. Der erste Dieselmotor lief mit Pfllanzenöl !!!! Der erste direkteinspritzende Dieselmotor für Pkw war der Elsbett-Pflanzenölmotor (Ludwig Elsbett ist übrigens dieses Jahr verstorben ). Warum sollte es dann heutzutage keine zeitgemässe Umsetzung dieser Technologie geben? Lagern ist übrigens kein Problem, PÖL ist grundwasserneutral, also du darfst dir in die Küche einen 2000l Tank mit Salatöl stellen ;-). Die Küche sollte halt nahe genug bei der Garage sein.
23. Juli 200323 J. In der ganzen politischen Diskussion geht es doch überhaupt nicht darum, die Fahrer irgendwelcher Autos als potentielle Mörder oder Kinder-krank-Macher dahinzustellen. Dies wird nur von der Regenbogenpresse mit martialischen Begriffen derart plakativ dargestellt, weil es die Ausdrucksweise ist, die die Gemüter der Leser dieser Blödzeitungen eben anheizt (und den Absatz der Blättchen ankurbelt). Das sollte man ganz gelassen ignorieren (ozoffi, vielleicht beruhigt Dich das ein wenig). Es geht, so wie von Peter V. bereits ausführlich dargestellt, um die Interessen der beteiligten Ministerien; Eichel will nur mehr Einnahmen ins Staatssäckel und Trittin denkt wirklich an die Umwelt. Hänschen's Interessen können wir unkommentarlos so stehen lassen, der Staat ist eben pleite und sucht nach jeder Möglichkeit mehr einzunehmen; Jürgen's Überlegungen den Umweltschutz zu fördern sind aber durchaus nicht von der Hand zu weisen. Er fordert ja nicht unmögliches, sondern möchte die deutschen Autohersteller davon "überzeugen" (geht leider nur durch Druck), eine vorhandene und erprobte Technologie einzusetzen oder weiter zu entwickeln, die keinem der Beteiligten zuviel abfordert. Die Investionskosten sind nicht allzu hoch und die Unterhaltskosten für solche Systeme halten sich auch in sehr verträglichen Grenzen. Es hat sich gezeigt, dass der Markt das eben doch nicht von alleine regelt. Dies liegt aber am Verbraucher; und der deutsche Verbraucher hat hier (wieder mal) gezeigt, dass wir im Reden über Umweltschutz (und Aufkleben von Umweltparolen strotzenden Papperln) absolute Weltmeister sind; wenn es jedoch darum geht nicht nur von anderen Gruppen etwas zu fordern ("die Industrie muss sauberer filtern", "das Klärwerk nebenan muss eingehaust werden", etc.) sondern selbst einen (monetären) Beitrag zu leisten, dann ist es sofort aus mit dem Umweltbewusstsein. Dann kümmert sich nämlich jeder einen Sch....dr... um die Umwelt und kauft nur billig. Wieviele würden wohl einen Aufpreis für die Filtertechnologie bezahlen, wenn sie als Option angeboten würde????? Ich finde es ist Zeit, die Luft in unseren Innenstädten sauberer zu machen, denn es wird mir allmählich unerträglich mich hustend und keuchend durch den Dieselmief zu quälen. Oder auf den 35 km zur Arbeit die Umluftschaltung dauernd aktiviert zu halten bis ich die Grossstadt hinter mir gelassen habe. Pkw UND Lkw müssen aufhören, so zu stinken!! Auch wenn sie nicht mehr so qualmen wie früher, der Ausstoss an Russ ist fast unverändert; nur sind die Teilchen so klein (und lungengängig) geworden, dass man sie nicht mehr sieht. Aber ein weisses Taschentuch vor den Auspuff gehalten schwärzen sie genauso wie vorher (oder die Strassen oder unsere Lungen). Es soll auch keine Gruppe benachteiligt werden, sondern alle - egal ob Benziner oder Diesel, ob Lkw oder Pkw - müssen alles technisch machbare und erprobte in der Serie umsetzen, um unsere Luft angenehmer zu machen. Beim Benziner war das vor Jahren der Kat (auch wenn ich meinem Xantia nicht die Reinigung meiner Wohnzimmerluft zutraue, oder Peter?) und beim Diesel ist das jetzt FAP. Danach ist es wieder eine andere Technologie, beim einen oder anderen oder beiden. Für Sicherheitsausstattung zahlen wir mittlerweile kräftig beim Autokauf (zig Airbags, ESP, ABS, Gurtstraffer und all das andere Gerödel kosten eine Menge), da sollte unsere Gesundheit durch Emissionsvermeidung nicht stiefmütterlich behandelt werden. Keiner sollte dabei allerdings als Prügelknabe der Nation dahingestellt werden, es geht um sachliche Diskussion von Problemen (die man vielleicht früher nicht mal als solche erkannt hat). Aber die Haltung der deutschen Autobauer ist überheblich und ignorant und kann so nicht stehenbleiben. Darin stimme ich Trittin voll zu. Wie er sie zum Handlen veranlasst ist sein Job; dafür wird er bezahlt. Gruss /Axel
23. Juli 200323 J. Peter M. postete Nur nebenbei, gerade in Biologie und Umweltforschung kann man aus fast allem fast alles herauslesen, was man hören möchte. Hier mal ein extremes Beispiel dafür, wie man sich Fakten zurechtbiegen kann, ohne dabei lügen zu müssen ... http://www.dhmo.org/facts.html Die Seite über die Gefährlichkeit von Wasser gefällt mir - ich habe auf die Schnelle auch keinerlei Falschaussage gesehen. Also: Vorsicht vor Wasser, es kann töten und ist absolut lebensgefährlich. Wahrscheinlich sterben mehr Menschen jedes Jahr an Wasser, als an Strychnin... Gruss Michael
23. Juli 200323 J. Nur so am Rande, ein paar zum intellektuellen Scherz neigende Wissenschaftler hatten mal spaßeshalber den gesamten Ausstoß eines Katbenziners mit der Luftzusammensetzung einer bundesdurchschnittlichen Wohnzimmers an einem beliebigen Fernsehsonntagnachmittag mit Papamammazweikinder verglichen. Die Luft war tatsächlich im WoZi schlechter. Und dazu kam noch, dass, wenn der Motor diese WoziLuft zur Verbrennung hätte ansaugen dürfen und im Gegenzug seine Abgase hätte in das WoZi zurückblasen dürfen, die Luft im Wozi tatsächlich einiger Schadstoffe bereingt worden wäre. Das heißt natürlich nicht, ab sofort den dicken V8 im WoZi laufen zu lassen. Die Luft wäre zwar dann besser, leider dürfte aber etliches an Sauerstoff fehlen........ :-))) Gruß von P.
23. Juli 200323 J. .... und das Wasser deutlich gefährlicher als Strychnin, liegt auch an der Allgegenwärtigkeit von Wasser .............. Das interpretative Herauslesen von zunächst neutral gehaltenen Informationen ist eine Spezialität von Politikern, deutschen Autofahrern und sonstiges Dogmatikern. Ein vorurteilsfreies und neutrales Herangehen an Situationen und v.a. richtiges interpretieren ist sehr schwierig. Selbst die meisten "wissenschaftlichen Gutachten und Aussagen" verlieren sehr schnell an Seriosität, wenn man nachguckt, wer denn dieses und jenes Gutachten in Auftrag gegeben hat: "Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing!!". Da wird mittlerweile derart viel Schindluder mit getrieben, dass viele Leute der Einfachheit gar nix mehr glauben. Ich hab in der letzten P.M.-Zeitschrift einen Artikel gelesen, der tatsächlich behauptet, Dieselruß sei unschädlich, weil erstens die Makrophaben (Fresszellen) des menschlichen Abwehrorganismus die Rußpartikel "fressen" können (was auch stimmt. Leider führt der immerwährende Abwehrkampf recht schnell zu einer Überempfindlichkeit der Abwehr, gemeinhin als Allergie bezeichnet, mittlerweile einer DER Volkskrankheiten schlechthin wegen der allgegenwärtigen Umweltverschmutzung mit unnatürlichen Teilchen), und deshalb, auch unter Hinblick auf Euro4 (womit der Gesetzgeber angeblich die Unschädlichkeitsgrenze festgelegt habe), jede Form der FAP-Technik unnötig sei. Wer Wert auf eine weißes Auspufftaschentuch lege, könne ja weiter einen FAP fahren. Naja, selten so viel Humburg, Irreführungen und Unwahrheiten auf drei Seiten zu diesem Thema gelesen. Tja, das alles basierte auf Meldungen und "neuesten" Erkenntnissen von Wissenschaftlern. Dass dann "zufälligerweise" der Weg von VWAudi des zukünftigen Filters ohne Additiv ein goldrichtiger ist, "belegt ja nun eindeutig die technologische Spitzenstellung dieses Konzerns". Kein weiterer Kommentar. Gruß von P.
23. Juli 200323 J. .......wobei der Sound eines V8 im Wohnzimmer geiler sein dürfte als so manche HipHop-, Rap- oder Weissnichwas-Musi aus'm Radio ;-))))
23. Juli 200323 J. Stichwort "weisses Taschentuch": Da gabs im 3-Sat (ist schon länger her) einmal eine Sendung betreffend Dieselruss, FAP etc. Da wurde recht anschlaulich dargestellt, wie schwarz so ein Taschentuch hinter einem Dieselauspuff OHNE FAP wurde ... wie "sauber" dagegen der normale Benzinmotor ist und wie rein dann das Taschentuch bei Verwendung von FAP bleibt. Ergo wir brauchen unbedingt überall diese Dieselrussfilter! Allerdings wurde auch gezeigt, dass die neuen revolutionierenden FSI Motoren ebensolchen Russ ausstossen, wie Dieselmotoren OHNE FAP und dass das Taschentuch am Ende genaus dreckig war - obwohl ein "sauberer Benziner". DAZU wurde aber nichts weiter gesagt .... Ich wundere mich nur über die zweierlei Mass, die hier angelegt werden. Ah ja, besonders witzig fand ich, dass es kurz darauf eine Sendung gab, bei der "bewiesen" wurde, dass der Dieselruss der PKWs doch nicht so schädlich sei, wie immer dargestellt wurde und der Prozentuelle Ausstoss weit geringer sei, als angenommen. Ich habe das Gefühl, dass hier nur wieder viel Energie veschwendet wird wen zu finden, den man irgendeeine Schuld in die Schuhe schieben kann. Wofür natürlich jede Studie recht ist - koste es was es wolle. Besser wäre es, anstelle einen Schuldigen zu suchen und dafür viel Geld auszugeben, dieses in eine LÖSUNG zu stecken - oder?
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