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Xantia V6 Brummen bei tiefen Drehzahlen

Hervorgehobene Antworten

  • Ersteller

Hi Peter

Mich erstaunt es halt trotzdem, dass die Werksangaben für die Beschleunigungs- und Verbrauchswerte bei den Automaten höher sind als die der Schalter. Die Hersteller haben doch bestimmt nicht gedankenlos diese Werte in die technischen Daten geschrieben. Da sich zudem Fahrzeuge mit Automatikgetriebe teurer verkaufen lassen, wären dort doch die realistischen Werte, bei denen das Automatikgetriebe besser abschliessen würde eher angebracht, um eben diese Fahrzeuge noch besser abzusetzen... .

Gruss, Christoph

Das Problem ist, daß Du die Beschleunigungswerte für den Schalter nicht erreichst, wenn Du nicht - wie von Peter so schön beschrieben - die Kupplung quälst. Die Automatik-Werte erreichst Du durch einfaches Vollgasgeben.

Meine Frau hatte mal einen 525e Automatik, 2.7l-Reihensechszylinder, 125 PS, ein supergeiler Motor. Wir haben mal Ampelstartrennen gefahren (wo's ungefährlich war, bitte keine Kommentare, wenns geht) und ich hatte mit dem 167PS-V6 GROSSE Schwierigkeiten, mitzukommen, insbesondere sofort nach dem Start.

g

  • Ersteller

Die selben Fahrzeuge mit dem selben Gewicht?

Nein natürlich nicht. Der 525e hatte Leergewicht ca. 1330kg, der XM ist ein bißchen schwerer, ich weiß nicht mehr genau, aber es waren weniger als 1400kg. Plus die 50kg Unterschied im Fahrergewicht. Ins Verhältnis gesetzt zu 167/125 PS spielt das aber keine Rolle. Der BMW ging ab wie Schmidts Katze, wenn man ordentlich Gas gegeben hat. Ich bin aber sicher, daß ich mit mehr Kupplungsschleifen gewonnen hätte, aber wir sprechen ja vom Normalbetrieb und nicht von der Rennstrecke.

Aber jeder nach seinem Geschmack.

g

Hi Christoph an all,

das liegt einfach daran, dass ich Rennen auf Rennstrecken fahre und nicht auffe Straße. Da bin ich zwar zügig, aber defensiv unterwegs. Ich muss auffe Straße auch niemanden was beweisen, wie man es so häufig antrifft. Und wenn ich 500 km beruflich runterspulen muss, mache ich das nicht aus Freude am Fahren; das stört nämlich nur, weil es Zeit und Nerven kostet. Da sind gute Automaten mit viel Hubraum, keine Geräusche, Klima, Leder, Sitzheizung, Navi mit ordentlichem Bildschirm, Elektrischaufundzu Freisprech mit allem Pipapo und Wohnzimmer satt einfach meine Wahl des entspannten Schnellfahrens. Wir hatten das ja schon mal rumdiskutiert in Bezug auf V6-V8-Diesel.

Auffe Rennstrecke isses das krasse Gegenteil. Alles raus was Gewicht kostet. Da brauchts nur vier Räder, herben Motor, knackige Schaltung, Hosenträgergurt, Helm und Kondition, weil keine elektrische und hydraulische Helferlein dabei.

By the way: "... Das dürfte nämlich reichen, um die MehrPS meines Automaten zu kompensieren." Diese Aussage lässt mich beruhigt bei meinem Schalter bleiben! :-))" - das meine ich natürlich nur, wenn ICH schalterfahre *breitgrins*. "Rennschalten" hab ich oben kurz beschrieben.

Die Hersteller ermitteln ihre Fahr- und Verbrauchswerte nach festgelegten DIN-Standards, die ja verbindlich vorgegeben sind. Leider sind die zu fahrenden "Fahrzyklen" alles andere als automatenfreundlich, weil die Schaltvorgänge im Zyklus eindeutig vorgegeben werden. So kann der Verbrauch bei 60 km/h beim Schalter im 5. gefahren werden. Ein Automat geht da nicht unbedingt in die oberste Fahrstufe. Man kann es gut daran erkennen, dass die angegebenen Werte für Schalter normalweise beträchtlich überschritten werden, während sie bei Automaten auffällig übereinstimmen. Bei den Beschleunigungswerten und den Endgeschwindigkeiten (da gibts nun keine verbindlichen Vorgaben) gehen die Hersteller eher nach der hauseigenen Modellhackordnung vor. Sport ist Trumpf und Schalten ist Sport; demzufolge muss ein Automat langsamer und träger sein als ein Handschalter. Naja, bei nur 4 Fahrstufen fehlts etwas an Gesamtagilität gegenüber einen 5Gangschalter, das ist richtig. Fraglich ist halt nur, ob der Fahrer/die Fahrerin die Agilität eines Schalters auch richtig umsetzen kann. Bei Automatik ist das viel einfacher.

Die Hersteller haben je nach Produktionsplanung v.a. bei externen Komponenten kein großes Interesse, in großer Zahl Automaten zu verkaufen. Zwar ist der Umsatz höher, aber die Rendite ist kleiner, und die hauseigene Schaltgetriebeproduktion ist nicht ausgelastet. Das ist in Summe teurer als "primitive" Handschalter zu vertickern.

Modellhackordnung: Man siehts auch an anderen Stellen: da muss der XM V6 190 PS 3 km/h schneller sein als der Xantia V6 190 PS, obwohl der Xantia etwas leichter und v.a. einen etwas geringeren Luftwiderstand hat. Der XM war oberhalb des Xantia angesiedelt, also muss er auch besser sein. Insofern waren die Hersteller da bestimmt nicht gedankenLOS, sondern haben sich nur was ganz anderes gedacht.

Wie sehr der Verbraucher auf solche Angaben reinfällt, lässt sich auch an den ominösen Drehmomentangaben sehen, weil suggeriert wird, dass Drehmoment mit Leistung gleichzusetzen ist. Das tuts nun leider nicht so direkt.

Gruß von P.

  • Ersteller

Hi Peter

Ja, die Hersteller haben bestimmt was gedacht. Sie wussten nämlich, dass der Xantia einen cw-Wert von ca. 0.34 hat, und der des XMs im Bereich von 0.28-0.3 liegt und waren froh, dass sie keine Augenwischerei betreiben müssen... . Oder verwischen die cw-Werte etwa auch?

Der XM mag zwar schwerer sein als der XM aber dies hat kaum einen so starken Einfluss auf die Endgeschwindigkeit, wie der cw-Wert.

Gruss, Christoph

Completely OT:

ich habe von 8 Jahren mal steif und fest behauptet, mit meiner 34PS-SR 500 im Ampelspurt dem 750i Automatik meines Nachbarn auf den ersten 50 m naßzumachen. Leistungsgewicht mit Fahrer SR 260kg/34PS=7.6 kg/PS, BMW 2100kg/310PS=6.8 kg/PS. Hatte drauf spekuliert, daß der Nachbar nicht mit dem linken Fuß auf der Bremse und dem rechten auf dem Gaspedal steht und ich vorher ordentlich Gas gebe und die Kupplung rauchen lasse. Ich hätte einmal schalten müssen, was auf dem Moped ziemlich zügig geht. Endgeschwindigkeit ca. 80 km/h. Ob das wohl geklappt hätte?

g

Hi Christoph,

es kommt nicht nur auf den CW-Wert an, sondern auf den CW*A-Wert. Da liegt der XM etwas höher, weil deutlich größere Stirnfläche A.

Gruß von P.

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