31. Juli 201115 J. Hallo, da mein automobiler Bewegungsdrang (zumindest vorwärts) durch den Automatikgetriebeschaden an meinem XM derzeit etwas eingeschränkt und das Wetter spaziergangsunfreundlich ist, kam ich endlich mal wieder dazu, die WamS nicht nur zu kaufen, sondern sogar zu lesen, und siehe da, auf Seite 69 bleibt der Blick an einer leibhaftigen Dyane hängen. ( Modell ab 1975 mit INOX-Stossstangen und Plastikgrill, Felgen nicht original mit Silberlack eingesprüht, hatte ich damals aber auch, nur meine war orange statt sandfarben ). Auf 2 Seiten bietet Maiken Nielsen unter der Überschrift "Daumen raus und los !" einen leicht gekürzten Auszug aus ihrem jüngst erschienenen Buch 'Trampen.Durch die Welt mit Neugier und Glück ' (Corso Verlag, 112 S. 19,90 ). 4 Erlebnisse in F werden in dem Artikel geschildert, und seltsamerweise geht es dabei weder um - wie man zu Recht erwarten könnte - Sex, oder wenigstens Verführung, nein, auch nicht um Rotwein oder wenigstens Pastis oder notfalls Schampus, nein es wird über die Macken französischer Autos gelästert, und ja, Citroen ist besonders stark ( 2x ) vertreten : 1. In Toulouse steigt der Anhalter Max ( kaum Französischkentnisse ) in die hellblaue Dyane einer Mademoiselle ein, die nach kurzer Zeit bemerkt, dass sie mit ihrem Schlüssel das falsche Auto aufgeschlossen hat, umkehrt und dann mit dem richtigen Auto die Fahrt fortsetzt. ( Ist mir 1972 auch passiert, aber meine Dyane war rot, und ich sah sofort nach dem Öffnen der Tür dass das nicht mein Auto war; meine stand ein paar Autos weiter hinten am Strassenrand ). 2. In der Ardèche wird Max von einem Herrn in einer weissen DS mitgenommen, kurz vor einem Bergkamm geht es nach " ein paar tuckernden Geräuschen " nicht mehr weiter und - Max muss helfen, die DS bis zur Bergkuppe zu schieben, wo es dann im 2. Gang weiterging. Das Spiel wiederholte sich an mehreren Steigungen, und der Fahrer schien Übung darin zu haben. Dann trifft es Peugeot : 3. Kurz hinter Saint-Martin-la-Plaine (Loire) steigt der grauharige Fahrer des PUGs ( Modell wird nicht genannt ) aus, wegen starker Rauchentwicklung aus der Motorhaube. Zum Vorschein kommt ein Loch in einer "Metallwanne" ( Ventildeckelhaube, Luftfilter ? ), welches - na klar - auf typisch französische Art repariert wird : Der Monsieur kokelt seinen Socken an, und mithilfe eines Lötkolbens aus dem Kofferraum (!) wird das Loch kompetent mit Flüssigsocke versiegelt. Jetzt kommt natürlich noch - Renault : 4. An der Mautstelle bei Bourg-en Bresse geht es im R4 eines möglicherweise bekifften jungen Fahrers weiter. Dem Auto fehlt eigentlich weiter nichts - ausser der Windschutzscheibe. Kein Problem, der Fahrer hat ja eine grosse Sonnenbrille , und gegen den alsbald einsetzenden Regen hilft ihm -im Kofferraum bereitliegend - ein Trenchcoat und ein Motorradhelm. Ja, ein lustiges Völkchen sind sie doch, die Franzosen, und immer eine gute Adresse für Ferien und gutes Essen und Trinken, aber ihre Autos sind schon schlimm. Und für diejenigen, die das noch nicht aus eigener Erfahrung oder vom Stammtisch her wissen, schreibt man halt mal einen unterhaltsamen Zeitungsartikel. Dass hier nur Automarken auftauchen, die heute noch existieren und somit als Konkurren für ABM in Frage kommen, ist doch reiner Zufall. Oder dass nicht von Mitfahrten in deutschen Autos in französischem Besitz mit ähnlichen Macken erzählt wird. Ja, was die Werbeabteilung des VDA so alles unternimmt ... lg Klaus
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