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Reifenverschleiss einseitig: miese Reifen oder falsche Spureinstellung?


ACCM Jürgen P. Schäfer
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ACCM Jürgen P. Schäfer

Frage an die Spezi´s unter Euch,

ich habe doch auf meinem XM, die fetten 225/45 ZR 17 und zwar Michelin "Pilot Sport" (ja, auf den hübschen Zender Challenge - Felgen.)

Neu waren die Reifen ja wahrscheinlich sauteuer (von mir gebraucht im Set gekauft), aber überzeugen tun sie mich nicht: Dass 45er nicht federn wie die Standardgrößen ist mir klar, aber trotzdem kommen sie mir (allerdings ohne direkte Vergleichsmöglichkeit) nicht nur sehr hart, sonder auch noch sehr laut vor.

Und jetzt nutzen sie sich auch noch auf der Aussenkante stark überproportional ab. (Bernhard Koglin schrieb schon in einem anderen Thread: "normal ist das einseitige Abfahren nicht unbedingt, wenn es aber auf beiden Seiten des Fahrzeugs auftritt, kann es am Fahrstil liegen. Oder aber an Niederquerschnitt-/ Breitreifen, die aufgrund ihrer härteren Flanke dafür anfälliger sind.")

Ist das einseitige Verschleißen wirklich bei Breitschlappen Standard???

Das wird nämlich teuer. Die vorderen könnte man mit z. Zt. 3-4 mm Profiltiefe fast über die gesamte Breite eigentlich noch ein wenig fahren, wenn nicht die äußere Ecke schon abrasiert wäre!

Fotos folgen gleich!

>> Grüße, Jürgen

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Hi Jürgen,

härter sind die Reifen mit 45er Querschnitt schon, und lauter wegen der schlechteren inneren Dämpfung auch, dass sie aber zwangsläufig aussen ablaufen müssen, ist eher so nicht richtig.

Richtig ist, dass sie aufgrund ihrer Steifigkeit Mängel am Fahrwerk eher zeigen als Reifen mit 55er oder 60er Querschnitt, also doch lieber mal die Spureinstellung prüfen (lassen).

Gruss

Thomas

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ACCM Jürgen P. Schäfer

Hier also noch wie versprochen die Illustration:

Der Reifen vo-li hat durchgehend 3-4 mm, aber die äußere Kante ist fast schon weg: (Gegenseite ähnlich)

Reif_vl.jpg

Aber jetzt schaut Euch mal bitte die Reifen auf der Hinterachse an: (nicht gewechselt)

Reif_hl.jpg

Reif_hr.jpg

Auch die sind auf der äußeren Kante schon ein bißchen stärker abgefahren. Dabei sieht man doch am Staubmuster vom Garagenboden (achtet mal genau auf die Profilblöcke!), daß die Hinterachse nun wirklich keinen positiven Sturz hat, sondern die Reifen eindeutig leicht negativen Sturz haben!!

Wie also kommts? Liegts doch an der Reifenbauart??

Über Erklärungen freut sich: Jürgen

edit: uups, werd´schnell die pics noch ein bißchen verkleinern...

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ACCM Jürgen P. Schäfer

Heureka,

zumindest für die Hinterachse hab´ich - glaube ich - eine Erklärung:

Die Hinterräder werden an Längslenkern geführt, die Räder stehen fast in der Senkrechten, die Drehachse dürfte exakt quer zur Fahrtrichtung liegen. Wenn ich nun in Schräglage durch eine Kurve fahre, so bedeutet das, daß die Hinterräder "auf die Kante" gestellt werden: Das kurvenäußere auf die Außenkante, das kurveninnere auf die Innenkante. Da aber das kurvenäußere Rad den Hauptteil des 'dynamischen' Gewichtes und der Seitenführungskräfte zu tragen hat, wird dessen Außenkante ordentlich abgerubbelt. Dieser Effekt tritt wohl bei den flachen Breitschlappen stärker in Erscheinung als bei den "rundlicheren" Standardformaten.

Wer widerspricht? bitte! :-)

Das ist aber noch keine Erklärung für die Vorderachse: Wegen der Querlenker (beim Einfedern schwenken die Räder um eine Achse in Fahrzeuglängsrichtung) werden die Räder nicht so stark bzw. gegenläufig auf die Kanten gestellt, trotzdem ist der Kantenverschleiß hier sehr ausgeprägt!

>> Grüße von Jürgen, der übrigens kaum Gelegenheit zum Kurvenräubern hat: kaum Landstrasse, also nur Abbiegen in der Stadt und sonst Autobahn fahren. Die flottesten Kurven sind da noch die Autobahnauffahrten!

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Guest gelöscht[107]

HI,

das ist beim XM normal. Hatte ich auch mit 245ern auf 16 Zoll. Der Wagen knickt zu stark ein beim Kurvenfahren. Sicherlich wird der Sturz vorne am Kurvenaußenrad negativer beim Kurvenfahren, aber am Innenrad wird der Sturz positiver. An den Vorderrädern tritt auch ein Mehrfaches an Querbeschleunigungskräften auf im Vergleich zur Hinterachse. Da zudem der Lenkrollradius zur Originalbereifung etwas postiver ist, taucht die Außenkante des kurvenINNEREN Vorderrades stärker in die Straße ein. Durdruch wird die Kante stärker abgefahren.

Bei derart viel Unterschied tippe ich eher auf etwas zu wenig Reifenfülldruck. Ich hatte von der ursprünglichen Empfehlung von 2,5 bar zehntelweise erhöht bis auf 3,0 bar. Da hielt sich der einseitige Verschließ sehr gut in Grenzen.

Selbst mit richtigen Präzisionsmessgeräten wurde das Fahrwerk eingestellt, ohne das Problemchen wirklich zu lösen. Fazit: für 245er ist das XM-Fahrwerk einfach nicht gedacht gewesen.

Gruß von P.

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ich habe mit meinen 225ern ein ganz anderes problem...die sind nämlich in der mitte mehr abgefahren als aussen an den flanken...;-))

seltsame breitreifenwelt!

reifendruck ist aber der originale plus 2 zehntel...

grüssle!

derFlo

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Marcus B (ACCM)

@Jürgen: ich pflichte dem Peter bei: Breitreifen auf einem so "weichen" und mit nicht sehr steifen Stabis ausgerüsteten Auto wie dem XM (ich will nix hören über "XM ist so hart" etc., relativ zum 5er BMW ist er weich!) werden solch extreme Breitreifen aussen einen deutlich stärkeren Verschleiss haben.

@derFlo: Normalerweise gilt: mittig mehr abgefahren = Reifendruck zu hoch. Vielleicht doch auf Norm reduzieren???

>>

Marcus

P.S. Nachtrag: Warum den Reifen wegwerfen, wenn nur am Rand das Profil weniger ist? Wenn der allergrösste Teil der Lauffläche ausreichendes Profil besitzt, dann ist's ok, oder wer ist anderer Meinung?

P.P.S.: Bei Kurvenfahrten erfahren die Vorderreifen (insbesondere vorne aussen) die grössten Seitenführungskräfte. Insbesondere bei frontlastigen und frontgetriebenen Fahrzeugen. Daher auch der erhöhte Verschleiss vorne.

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Guest gelöscht[107]

Hi Marcus B,

naja, ob das der nette grüne Polizist auch so sieht, wenn er ausgerechnet an den Außenflanken nix mehr sieht ....

:-))

Gruß von P.

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ACCM Jürgen P. Schäfer

@all:

Danke für Eure Meinungen und Kommentare, das hilft mir schon!

@Peter:

Du bist an der Vorderachse bis auf 3,0 bar gegangen? Wurden die Reifen dadurch im Federungsverhalten noch härter oder war da kein spürbarer Unterschied mehr?

>>Grüße, Jürgen

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Hab mir heute auch gerade zwei neue Reifen geholt. Bei meinem X2 mit Serien-205-Bereifung sah es vorne ähnlich aus wie hier beschrieben: Außen kurz vor nix, Mitte und innen 3-4. Hinten ist aber alles ziemlich gleichmäßig. Fahre normalerweise mit 0,2 über empfohlenem Druck. Vielleicht sollte ich noch ein wenig mehr probieren.

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Guest gelöscht[107]

Hi Jürgen,

der Federkomfort wurde dadurch nicht schlechter. Jedoch meinte ich einen etwas längeren Bremsweg festgestellt zu habenm (aber erheblich niedriger als bei Serien-205ern). Die Reifen fuhren sich dadurch außen und in der Mitte gleichmäßig ab, innen hatte ich dann noch etwas mehr Profil drauf (Bridgestone RE71). Das war 1990-1992. Ob das mit heute aktuellen Reifen auch so funzt, musst Du selbst ausprobieren. Bei meinem jetzigen Xantia X2 mit 225er 17" Conti SportContact liege ich 2Zehntel über Normal. Bis jetzt konnte ich einen einseitigen Abrieb nach 15 tkm noch nicht feststellen.

Gruß von P.

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Wenn der allergrösste Teil der Lauffläche ausreichendes Profil besitzt, dann ist's ok, oder wer ist anderer Meinung?

Der TÜV und die Herrn in Grün.

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Hallo Jürgen,

Hatte ich vorne bei meinem auch, normal ist das nicht, lasse einfach die Räder elektronisch vermessen . (musst aber gute Werkstatt suchen , ich war bei Fiat die habens für 25 EU mit Einstellung gemacht) und heute sehen die neuen Reifen noch wie neu aus , aussen wie innen kein Unterschied

MfGRonald

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Meine "normalen" Reifen laufen auch vorn außen erheblich stärker ab, liegt aber eindeutig am Kurvenheizen, war bisher bei jedem Auto so.

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Das mit dem Heizen könnte bei mir auch der Grund sein :-)

Man merkt aber auch einfach beim Xantia nicht, wenn man die Kurven zu sportlich nimmt, da man bei geschlossenem Fenster und lautem Radio das Quietschen nicht hört und der Wagen einfach zu gut in der Kurve liegt. :-)))

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