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Zahnriemen (XUD)


algarvewolf
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Guten Abend allerseits!

Habe heute in meinem "Teilelager" gewühlt (Torsten weiss warum), und bei der Gelegenheit einen allerfeinsten Zahnriemensatz von Conti in die Finger gekriegt.

Finger waren schon dreckig, draussen regnets, Zahnriemen im Auto hat 110t auf der Uhr, warum also nicht.

Nachdem alles freigelegt war, gab es 2 Dinge zu bemängeln. Simmi der Nockenwelle undicht und Riemen locker. Der Riemen selbst sah aus wie neu, die Beschriftung war noch lesbar. Umlenk- und Spannrolle waren neuwertig, Wapu ebenfalls.

Nun meine Überlegung: Kann es nicht sein, dass die meisten Zahnriemenrisse auf ungenügende Spannung zurückzuführen sind? Mir scheint plausibel, das ein lockerer Zahnriemen wesentlich härtere "Schäge" seitens ESP und Nockenwelle aushalten muss, als ein korrekt gespannter. Da die Spannung beim Einbau fixiert wird, der Zahnriemen sich aber während der ersten paar tausend Kilometer garantiert etwas längt, läuft er den Grossteil seines Lebens locker durch die Gegend. Völlig "entspannt", sozusagen.

Wäre der Nockenwellensimmi nicht gewesen, hätte ich den Riemen gespannt und nach weiteren 50t nochmal kontrolliert. Jetzt, da alles neu ist, werde ich nach 10T nachspannen (ist beim XUD zum Glück keine Hexerei), und dann fahren, bis er mir um die Ohren fliegt, oder 200t drauf hat. So oder so gibts dann Bericht. Kann aber ein paar Jahre dauern.

Apropos Nockenwellensimmi: Sollte man bei jedem Zahnriemenwechsel erneuern (35x50x8).

Gruss

Wolfgang

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Ein Zahnriemen hat Glasfasern und längt sich sicher nicht. Wohl passt die Spannung nicht ,wenn der Motor nach Auflegen nicht ein oaar mal durchgedreht wird, dann nochmal Spannung testen,damit er sich seitlich zurechtrutscht.

Klar die Zähne sind gummiert, da kann schon sein das die etwas " dünner " werden... Die Belastung bei einem lockeren Zahnriemen ist natürlich sehr hoch...

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Einen Simmerring erneuere ich nur wenn er undicht ist. Bei meinem XUD war der NW-SiRi auf der ZR-Seite auch bei über 600tkm noch trocken, warum hätte ich den dann wechseln sollen ? Ein Kollege hat mal beim Kupplungswechsel einen völlig dichten KW-Simmerring erneuert (weil er gerade so gut dran kam). Nach wenigen tausend km hat der dann angefangen zu lecken obwohl er korrekt eingebaut wurde, vermutlich ein Materialfehler. So durfte er dann ein zweites Mal das Getriebe ausbauen, der 2. Simmerring war dann zum Glück so dicht wie der Originale.

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Die Belastung ist durch einen lockeren Zahnriemen garantiert nicht höher, eher umgekehrt ;)

Die größte Belastung z.B. Der Lager kommt sogar durch die Vorspannkraft, da diese mindestens um den Faktor 1,2 größer sein muss als die zu übertragende Kraft.

Die ist nötig, um sicherzustellen, dass der Zahnriemen nicht überspringt und damit die Synchronität des Riemens verloren geht.

Zum Thema Längen des Zahnriemens: natürlich längt sich ein Zahnriemen, aber das wird beim konkreten Fall Ventilspielantrieb am auto wohl eher geringfügig sein, da ein Zahnriemen nie nach seiner Zugfestigkeit ausgelegt wird, sondern nur nach der Zahnfußfestigkeit (Kraft pro Zahn, bei der dieser aus dem Zugträger gerissen wird.)

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die vom Zahnriemen angetriebenen Komponenten bilden ein schwingendes System, in der Hauptsache angeregt durch den Ungleichförmigkeitsgrad der Winkelgeschwindigkeit der Kurbelwelle. Aber auch die angetriebenen Komponenten wie Nockenwelle und ESP laufen ja nicht mit konstantem Antriebsmoment. Daraus ergeben sich bei einem losen Zahnriemen ganz gravierende Lastspitzen, etwa auch vergleichbar mit dem Ruck eines sich plötzlich wieder straffenden Abschleppseils. Hinzukommt, dass ein loser Riemen einen korrekten Zahneingriff verhindert. Das zusammen ist dann auch die Erklärung für so manchen überraschenden Riemenriss.

Denn, entgegen landläufiger Meinung unterliegt z.B. der Zugträger des Zahnriemens aus Glascord keiner nennenwerten Ermüdung während der Motorlebensdauer.

Das Problem ist nun, dass der Riemen nahezu unelastisch sein muss wegen der gegebenen Zahnteilung, die Spannung des Riemens also mit geringster Dehnung eingestellt wird. Deshalb macht sich ein zu stark gespannter Riemen auch durch ein hohes Singen bemerkbar - die Zahnteilung stimmt nicht mehr.

Ist die elastische Dehnung aber niedrig, bewirken bereits ganz geringer Verschleiß und sich vergrößernde Laufspiele angetriebener Komponenten einen völligen Vorspannungsverlust - also allerhöchst Gefahr für den Riementrieb.

Meine Konsequenz: Ich prüfe in Abständen ob der Riemen noch Vorspannung hat sowie den Riemenzustand, besonders hinsichtlich Rissbildung oder sonstiger Beschädigungen. Und ein turnusmäßiger Wechsel erfolgt dann so nach 200 tkm - aber meistens hat vorher leider schon die ZKD aufgegeben.

Gruß Gerd

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