12. September 200322 J. kam grade über den ticker und sollte - denke ich - hier rein: Durchbruch beim Dieselrußfilter / Automobilindustrie stimmt schärferen Rußgrenzwerten zu / Deutsche Umwelthilfe fordert Rußfilter serienmäßig ab 2004 Frankfurt, Berlin (ots) - Nach Informationen der Deutschen Umwelthilfe hat der Verband der Automobilindustrie (VDA) seinen Widerstand gegen strengere Partikelgrenzwerte bei Dieselfahrzeugen aufgegeben. Dies wurde heute am Rande der IAA in Frankfurt bekannt. Bundeskanzler Gerhard Schröder habe zuletzt persönlich im Streit um schärfere Partikelgrenzwerte für Dieselfahrzeugen vermittelt. Damit wird der Weg frei für die steuerliche Förderung von Rußfiltern bei Neufahrzeugen wie auch in der Nachrüstung von Altfahrzeugen, wie dies von den im Aktionsbündnis "Kein Diesel ohne Filter" vertretenen Umwelt- und Verbraucherverbänden, Kinderschutzbund, Weltgesundheitsorganisation und ADAC bereits seit längerem gefordert wird. Das von der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) koordinierte Aktionsbündnis "Kein Diesel ohne Filter" sieht im Einlenken des VDA beim Streit um strengere Abgasgrenzwerte einen "Durchbruch für die generelle Einführung des Partikelfilters bei allen Dieselfahrzeugen". Noch vor einem knappen Jahr, zum Start der Dieselruß-Kampagne, verweigerte sich der VDA generell dieser neuen Technik. Mit Befriedigung nimmt das Aktionsbündnis zur Kenntnis, dass heute VW, DaimlerChrysler, Ford, Opel und BMW in bunten Anzeigen stolz ihre ersten Dieselfahrzeuge mit Rußfilter vorstellen. "Der Rußfilter darf aber nicht auf wenige, teure Modelle beschränkt bleiben und zur reinen PR-Maßnahme mutieren. Wir fordern eine durchgehende Einführung des Partikelfilters auch bei Klein- und Mittelklasse-Pkws und die schnelle Entwicklung von Nachrüstsätzen für Altfahrzeuge. Es kann nicht angehen, dass nur bei den teuren Spitzenprodukten die krebserregenden Rußpartikel herausgefiltert werden, wenn gleichzeitig die große Masse der Dieselfahrzeuge 10.000 mal mehr Rußpartikel emittiert", so Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e. V. "2004 muss endgültig Schluss sein mit der Neuzulassung von veralteten, ungefilterten Dieselmotoren. Peugeot und Citroen haben mit zwischenzeitlich 600.000 zugelassenen Rußfilter-Pkw deren Alltagstauglichkeit eindrucksvoll bewiesen". Die zwischen der Bundesregierung und der Automobilindustrie vereinbarten Rußpartikel-Grenzwerte von 8,5 mg/km (bisher 25 mg/km - Euro 4) sollten nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe e. V. umgehend bei der EU-Kommission als sog. EEV-Standard (environmentally enhanced vehicles) vorgeschlagen werden. Darauf aufbauend kann dann die Bundesregierung binnen sechs Monaten den Rußfilter sowohl bei Neufahrzeugen wie auch in der Nachrüstung von Altfahrzeugen steuerlich fördern. Dies wäre ein schneller Zwischenschritt für einen späteren Euro 5 Grenzwert, der sich allerdings am "Stand der Technik" des Jahres orientieren sollte und somit deutlich niedrigere Werte ausweisen sollte. Das Aktionsbündnis erwartet, dass analoge Beschlüsse zwischen der Bundesregierung und den Lkw-/Busherstellern gefasst werden und auch diese Dieselfahrzeuge serienmäßig mit Partikelfilter ausgestattet werden. Das Aktionsbündnis geht im Übrigen davon aus, dass die Industrie nur die besten Filter einsetzt, die diese Grenzwerte deutlich unterschreiten. "KEIN DIESEL OHNE FILTER" ist ein breites Aktionsbündnis aus Umwelt- und Verbraucherverbänden, Verkehrs- und Automobilclubs, Gesundheitsexperten und Kinderschutzbund. Wissenschaftlicher Berater ist die Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf. Nach seiner Gründung im Herbst 2002 hat sich das Bündnis zum Ziel gesetzt, durch eine breit angelegte Aufklärungskampagne Druck auf die Automobilindustrie und die Politik zur Einführung des Dieselrußfilters auszuüben und die Verbraucher über die Gefahren von Dieselruß und verfügbare Filtertechnologien aufzuklären. Seit dem 1. Mai 2003 arbeitet die Initiative "KEIN DIESEL OHNE FILTER" zudem eng mit Partnerorganisationen und Institutionen in den USA zusammen. ots Originaltext: Deutsche Umwelthilfe e.V. Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=22521 Pressekontakt: Deutsche Umwelthilfe e.V. Jürgen Resch Fritz-Reichle-Ring 4 07732/9995-0 Mobil.: 0171-3649170 Fax.: 07732/9995-77 E-Mail: info@duh.de Internet: www.duh.de
14. September 200322 J. Eigentlich eine hervoragende Idee, nachdem die deutsche Automobil zunächst einmal Anti-Toyota reagiert hat ("Alles unmööööglich!"). Hoffentlich kommen dann auch BALD preiswerte Nachrüstsätze auf den Markt, auch für ältere Baureihen (BX, Visa etc...). Ein von der Automobil-Industrie verständlicherweise gerne totgeschwiegener Faktor ist nämlich auch der hohe Energieverbrauch der Produktion eines Autos. Aber: Wer alte Fahrzeuge erhält, bringt Arbeit auf´s flache Land, also in die Fachwerkstätten. Und das sollte bei der heutigen Arbeitsmarktsituation ebensowenig unter den Tisch gekehrt werden.
16. September 200322 J. Hoffentlich wird bald was draus. Ich schraube mir so einen Filter gern unter sobald er zu kaufen ist. Gruß
17. September 200322 J. @ Horst: Yessir! Sobald wie möglich. Wenn Initiativen zur Kat-Nachrüstung geklappt haben, sollte das doch auch gehen. Wir müssen bloß unsere "Allerwertesten" hochkriegen.
17. September 200322 J. Spiegel Online berichtet heute über einen Nachrüstfilter, der Anfang 2004 marktreif sein soll: Spiegel
17. September 200322 J. Super! 99 grüne Gummipunkte und eine Waschmaschine mit Satellitenempfang (für noch mehr Programme). ;-)
17. September 200322 J. Grade kam im Fernsehen, dass HJS auch was entwickelt haben ... Serie ab 2005 *augenverdreh*
18. September 200322 J. Na, ganz einfach: Für den CX war ja auch ein Aufruf potentieller Kunden an die Kat-Hersteller nötig, bis sie welche entwickelt haben. Schätze, mit den Rußfiltern wird es so ähnlich werden. Sobald die Nachrüstfilter ihre Kinderkrankheiten hinter sich haben und bewährt sind, müssen eben die Typen-IG´s oder Marken-Clubs Druck machen. Mein einziger Ärger ist jetzt, dass ich erst im letzten Sommer meinen BX TZD mit einem Oxy-Kat ausgerüstet habe. Oder muss der Filter hinter den Kat montiert werden? mhg Martin
19. September 200322 J. Und wo gibt es den Filter für meinen HY? Irgendwie glaube ich das bei dem erst, wenn ich ihn sehe... Gruss Michael
19. September 200322 J. ACCM Dirk Pinschmidt posteteHi Michael, Dachmontage, einfach zugänglich: image gesnipped Beste Grüße Dirk Uih - das scheint ja schon lieferbar zu sein - oder ist das ein Prototyp? Grinsende Grüsse Michael (bis gleich)
19. September 200322 J. >Da hat der Horest schon wieder recht.< Und wer Recht hat darf ne Runde geben. Kein Problem bei 4584 eingetragenen Nutzern.
19. September 200322 J. @ Dirk & Mike: Setzen wir einfach den Cit-Stammtisch, den ich gerade für heute verlassen habe, hier fort: Der HY als Block-Heizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kupplung? Warum nicht? Irgendwie hat er mich schon immer daran erinnert. Aber dann natürlich gleich Nägel mit Köpfen und eine richtige Dampfmaschine klassischer Bauart hinein, am besten holzbefeuert. Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit dürften sich kaum ändern... :-) Vorteile: Supersaubere Vielstoff-Verbrennung mit Sauerstoffüberschuss, enorm viel Drehmoment und endlich wieder einmal ein TÜV-Mitarbeiter mit einer radikal neuen Erfahrung! Grüße, Martin
19. September 200322 J. Hi Martin, das können wir am 03.10. vielleicht ausdiskutieren, es sei denn, Michael schafft es endlich in Urlaub zu fahren. Beste Grüße Dirk
21. September 200322 J. @ Horst & Xantiaheinz: Stimmt völlig. Ganz unterschiedliche Funktionen. Die echte Herausforderung an die Industrie liegt jetzt in der Miniaturisierung beider Komponenten, so dass die Nachrüstung bei bestehenden Fahrzeugen problemlos möglich wird. Da der Diesel-Anteil bei den Neuzulassungen gegenwärtig sehr hoch steht, sollte der kommerzielle Anreiz für die Industrie sehr sein.
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