18. Februar 201214 J. Liebe Kollegen Ich habe soeben bei der Teilesuche festgestellt, dass mein 1978 GS Pallas mit Motortyp G12 in Deutschland mit 1'214 cm3 geführt wird, während er bei mir in CH und in F mit 1'222 cm3 in den Büchern steht. Ist diese unterschiedliche Angabe nur aufgrund einer abweichenden Berechnung, eines steuerlichen Tricks oder aus anderen Gründen entstanden? Grund meiner Frage: Kann ich JEDES Motorbauteil frei zwischen einem 1'222 cm3 (CH, F) und einem 1'214 cm3 (DE) austauschen - oder gab es da für DE-Modelle auch konstruktive Veränderungen? Vielen Dank im voraus für Euren Fingerzeig! Herzlich, delage.
18. Februar 201214 J. Wie du richtig vermutet hast handelt es sich um eine deutsche Steuerformel. Nur der X2 hatte einen anderen 1200er Motor und möglicherweise unterscheiden sich die Automatik 1200er Motoren durch einen anderen Vergaser.
18. Februar 201214 J. Die unterschiedlichen Hubraumangaben (1008 = 1015, 1214 = 1220, 1275 =1299 usw.) resultieren daraus, daß in D bei der Berechnung von Hubräumen der Faktor für Pi mit weniger Nachkommastellen angesetzt wird, also nur 3,141 statt 3,14159... Die Teile müßten identisch sein, Unterschiede gibt es aber zu den Motoren für Japan. Gruß Bernhard
18. Februar 201214 J. Ersteller Bernhard, Rocknroli Vielen Dank für Eure kompetenten und überaus schnellen Antworten! Kann man eigentlich davon ausgehen, dass wenn vom 1200er die Rede ist, immer der 1220 bzw. 1214 gemeint ist oder gab es da noch weitere Versionen? War dieser Motor auch noch in anderen Fahrzeugen eingebaut (habe gehört, dass gewisse GS-Motoren in den AXEL-Modellen von Oltcit eingebaut waren - gehe aber davon aus, dass dies eher die kleineren waren)? Herzlich, delage.
18. Februar 201214 J. Wie die Kollegen schon gesagt haben: Die 1220er Motoren sind nicht völlig baugleich also kann man nicht jedes Teil verwenden, auch wenn fast alles tauschbar ist und paßt. Hängt zB. ein Schaltgetriebe oder ein Drehmomentwandler dran? Beachte im Link unten den dezenten Hinweis zur anderen Kurbelwelle, das ist keine Kleinigkeit mehr. Steuerformel: Zwar nicht für den 1220er aber prinzipiell: http://www.citroen.ac/agalerie/images/GSA_Motordaten_Auszug.jpg Axel: Da gabs sowohl den 1129 als auch den 1300er. Da der 1300er aber dort T13/653 hieß unterscheidet er sich sicher in irgendwas von den beiden GS 1300ern G13/625 und G13/646, die sich untereinander bereits ziemlich unterscheiden. Bearbeitet (18. Februar 201214 J. von jozzo_)
20. Februar 201214 J. Bis zum 30.09.1989 wurde bei der Berechnung des Hubraums die Zahl PI mit 3,12 angenommen, ab dem 01.10. dann mit 3,1416. Das ergibt bei 77 mm Bohrung und 65,6 mm Hub des genannten GS einmal 1.214 und einmal 1.222 cm³ Hubraum. Steuerlich interessant wird es, wenn der tatsächliche Hubraum nur knapp über einer 100er-Grenze liegt, der fiskalische mit der alten Formel aber knapp darunter (2CV: 598 vs 602; TA, DS19, ID19, HY: 1.898 vs 1.911). Ist die Ente allerdings NACH dem 30.09.89 erstzugelassen, zahlt man gleich für 100 cm³ zusätzlich Steuern.
20. Februar 201214 J. Die GS/GSA-Motoren kennen keine technischen Unterschiede zwischen Schalt- und C-Matic-Getriebe. Unterschiede sind nur geringfügig bei wenigen Anbauteilen und sehr leicht umbaubar (Pilotlager Getriebeeingangswelle entfällt bei C-Matic, bei 1300er C-Matic hat der Vergaser eine Leerlaufanhebung). So kann jederzeit ein Schaltmotor auf ein C-Matic gesetzt werden und umgekehrt. Auch kann einer 1015er oder 1220er Motor auf ein GSA-C-matic gesetzt werden. Umgekehrt natürlich genauso. Auch kann ein 1300er (egal ob 625 oder 646) auf eine 1015er Getriebe gesetzt werden. Auch die Unterschiede ohne-mit Hydraulikpumpe sind einfach, da der Exenter der Ölpumpe immer vorhanden ist. Insofern sind leistungsgleiche Motoren Axel-Olcit-GS-AmiSuper bauteilkompatibel. Die Vielzahl unterschiedlicher Vergaser und Verteiler sind mehr dem Umstand der ständigen Verbvesserung und Anpassung an immer strenger werdende nationaler Abgasgrenzwertregelungen geschuldet. Mit Ausnahme der groben Vergaser- Unterscheidung nach Weber und Solex ist der Austausch innerhalb einer Baureihe ohne Einschränkung möglich. Aufpassen muss man nur bei einem 1220er mit 63 PS, der nur im GSX2 verbaut war. Hat Unterschiede zum normalen 1220er bei Vergaser, Verteiler, Nockenwellen, dei nicht kompatibel sind. Die Angaben 58-60PS sind der jeweiligen nationalen Leistungsbezifferung geschuldet, bedeuten aber immer den gleichen 1220er mit (deutschen) 58PS, identisch auch zum 1220er Convertisseur/C-Matic. Hier sind ALLE Teile kompatibel. Den 1130er gibts in zwei Varianten mit 55 und 57 PS, unterscheidbar nach GS und GSA. Bauteile sind nicht komaptibel. Den 1300er mit 65 PS gibts als frühen und späten GSA-Motor, die feine aber deutliche Unterschiede bei Vergaser incl Ansaugspinne, Verteiler, Zündsteuerung, Nockenwellen und Kipphebelwellen haben. Die sind NICHT teilekompatibel.
20. Februar 201214 J. Ersteller Hallo AmiFahrer Genau diese Info hatte ich gesucht. Das ist eine überaus ausführliche, ja perfekte Antwort. Vielen, vielen Dank dafür! Herzlich, delage.
20. Februar 201214 J. Hallo, noch was exotisches gefällig? Für Italien gab es den 1300er GSA-Motor mit 1301ccm statt 1299ccm. Der hatte tatsächlich eine minimal größere Bohrung. Die 1300ccm waren seinerzeit die Grenze beim Hubraum-gestaffelten Tempolimit auf italienischen Autobahnen. So durften italienische GSA schneller unterwegs sein. Lutz-Harald Richter
21. Februar 201214 J. Die GS/GSA-Motoren kennen keine technischen Unterschiede zwischen Schalt- und C-Matic-Getriebe. Unterschiede sind nur geringfügig bei wenigen Anbauteilen und sehr leicht umbaubar (Pilotlager Getriebeeingangswelle entfällt bei C-Matic, bei 1300er C-Matic hat der Vergaser eine Leerlaufanhebung). So kann jederzeit ein Schaltmotor auf ein C-Matic gesetzt werden und umgekehrt. Auch kann einer 1015er oder 1220er Motor auf ein GSA-C-matic gesetzt werden. Umgekehrt natürlich genauso. Auch kann ein 1300er (egal ob 625 oder 646) auf eine 1015er Getriebe gesetzt werden.... Leider sind die Kurbelwellen zwischen Schaltgetriebe und C-matic Motoren unterschiedlich! Man kann das natürlich auch als "keine technischen Unterschiede" durchgehen lassen, weil es nur um die Höhe eines Zentrierbundes für die Schwungscheibe bzw. des Wandlermitnehmers geht (bei C-matic niedriger). D.h. man muß beim Einbau eines Schaltgetriebemotors an ein C-matic diesen Bund kürzen. Aber generell: Alle Motoren haben ein Typenschild... Und alle Motoren mit gleichem Motortyp sind gleich, egal in welches Land der Wagen geliefert wurde. Also G13/646 (1300er) paßt immer (Ausnahme siehe C-matic). Zum G13/625 gibt es elementare Unterschiede (wie schon beschrieben). Und je näher sich die Nummern nach dem "/" sind, je geringer die Unterschiede (nur als Faustformel!). Im konkreten Fall einfach hier nachfragen. Achja: Bei Motoren, die aus einem Ami Super oder einem 2CV mit Ami Super Chassis stammen, muß man sehr sehr vorsichtig sein mit dem Vertrauen in die Motorplaketten... ;-) Gruß Bernhard
21. Februar 201214 J. ... Die Angaben 58-60PS sind der jeweiligen nationalen Leistungsbezifferung geschuldet, bedeuten aber immer den gleichen 1220er mit (deutschen) 58PS, ...Bei den nationalen Prüfungen zur Typzulassung wird eine gewisse Anzahl von Fahrzeugen aus der Serie zufällig ausgesucht (wobei gemunkelt wird, dass diesem Zufall mitunter nachgeholfen wird, um damit beispielsweise sicherzustellen, dass einem eher sportlichen Auto nicht gerade die teuersten Reifen verpasst werden...). Diese Fahrzeuge werden geprüft, auch deren Motorleistung, die in der Serie um bis zu 10% spreizen kann. Die Leistungsangaben im Typenblatt werden als Durchschnitt dieser Messungen errechnet. Das einzelne Auto kann also tatsächlich stärker oder schwächer als die Papierangabe sein. Da die Zahl der ausgewählten Fahrzeuge eher klein ist, kann diese durchschnittliche Motorleistung tatsächlich von Land zu Land abweichen, trotz derselben Prüfkriterien, weil zufällig eher ein paar schwächere oder ein paar stärkere Motoren dabei sind.
21. Februar 201214 J. Leider sind die Kurbelwellen zwischen Schaltgetriebe und C-matic Motoren unterschiedlich! Man kann das natürlich auch als "keine technischen Unterschiede" durchgehen lassen, weil es nur um die Höhe eines Zentrierbundes für die Schwungscheibe bzw. des Wandlermitnehmers geht (bei C-matic niedriger). D.h. man muß beim Einbau eines Schaltgetriebemotors an ein C-matic diesen Bund kürzen.Aber generell: Alle Motoren haben ein Typenschild... Und alle Motoren mit gleichem Motortyp sind gleich, egal in welches Land der Wagen geliefert wurde. Also G13/646 (1300er) paßt immer (Ausnahme siehe C-matic). Zum G13/625 gibt es elementare Unterschiede (wie schon beschrieben). Und je näher sich die Nummern nach dem "/" sind, je geringer die Unterschiede (nur als Faustformel!). Im konkreten Fall einfach hier nachfragen. Achja: Bei Motoren, die aus einem Ami Super oder einem 2CV mit Ami Super Chassis stammen, muß man sehr sehr vorsichtig sein mit dem Vertrauen in die Motorplaketten... ;-) Gruß Bernhard Genau so! Das mit den Kurbelwellen stand schon im Link in #5.
21. Februar 201214 J. Leider sind die Kurbelwellen zwischen Schaltgetriebe und C-matic Motoren unterschiedlich! Man kann das natürlich auch als "keine technischen Unterschiede" durchgehen lassen, weil es nur um die Höhe eines Zentrierbundes für die Schwungscheibe bzw. des Wandlermitnehmers geht (bei C-matic niedriger). D.h. man muß beim Einbau eines Schaltgetriebemotors an ein C-matic diesen Bund kürzen.Gruß Bernhard Hi Bernhard, nee, da muss nix gekürzt werden. Man muss nicht mal die teilweise schon im Auslieferungszustand vorhandenen Distanzbleche (oben und unten zwischen Motor und Getriebe einbauen). In der Endzeit der Citroen-Ersatzteilhaltung für GS/GSA wurde deshalb hier die Ersatzteilbenennung vereinheitlicht, also kein Unterschied mehr bei dem Kurbelwellen gemacht. Damit wurde die Lagerbestandshaltung vereinfacht, wodurch die beiden KW-Typen unter einer Nummer verfügbar waren, also bei Bestellung "beliebig" geliefert wurde. Mein Ami Super hat einen C-Matic-1300er Motor (625) auf einem 4Gang-GSA-Schaltgetriebe, einer meiner GS hat einen 1220er-Schaltmotor auf einen GSA-C-Matic-Getriebe, mein anderer GS hat einen 1220er-C-Matic-Motor auf ebenfalls einem GSA-C-Matic-Getriebe. Bei keinem dieser Umbauten musste irgendwas gekürzt oder sonstwas werden. Kommt ein C-Matic-Getriebe an einen Schaltmotor, muss lediglich das Pilotlager mitsamt Simmering aus der KW gezogen werden, damit der Zentrierbund des Wandler komplett reingeht. Logischerweise muss dieses Pilotlager incl. Simmerring in die KW eines C-Matic-Motors eingesetzt werden, wenn ein Schaltgetriebe angesetzt wird, damit die getriebeeingangwelle und damit die komplette Kupplung zentriert ist.
6. März 201214 J. Mein Ami Super hat einen C-Matic-1300er Motor (625) auf einem 4Gang-GSA-Schaltgetriebe, ... Bei keinem dieser Umbauten musste irgendwas gekürzt oder sonstwas werden. Das GSA Getriebe passt so nicht in einen Ami Super, da muss zumindest die Kupplungsglocke umgebaut werden, da die vom AMI erheblich kürzer ist. Gruß Oliver
8. März 201214 J. Schlaumeier !!!! Bin begeistert, auch wenns am Thema vorbei ging: passen C-Matic-Motoren/Getriebe auf Schaltgetriebe/-motoren :) Bearbeitet (8. März 201214 J. von AmiFahrer)
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