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Elektro-HY

Hervorgehobene Antworten

habe gerade diesen alten fred gefunden und bin selbst etwas überrascht über meine Prognose bezüglich der sinkenden Teilepreise in der Batterietechnik und wann es soweit sein wird... 🤣

Nachdem der Batteriepreis die letzten zwei Jahre ins bodenlose gefallen ist konnte ich nicht mehr widerstehen.

Da ich zudem ausschließlich von Solarstrom und Batterien lebe (ohne öffentlichen Stromanschluss) und dennoch oft nicht weiß wohin mit dem Strom wollte ich ausloten ob man den HY nicht endlich elektrifizieren könnte um das letzte Fahrzeug mit dem man sich über die hohen Spritpreise aufregen muss abzuschaffen. Bitte keine grundlegenden Diskussionen ob E-Antrieb oder nicht, Länder wie Schweden oder Norwegen, oder (leider) auch China sind längst viel weiter... leider im Sinne das die deutschen Hersteller immer noch schlafen...

hier ist er nun, der e-HY:

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Motor (Schwarz GmbH) made in DE - 44kw elektrische Dauerleistung (kurzzeitig beschleunigung bis zu 60kw) Asyncron-Induktionsmaschine ohne seltene erden oder Schleifkohlen, prinzipbedingt ohne Schleppverluste, dafür mit etwas niedrigerer Effizienz.

Steuerung Curtis (USA)

knapp 60kwh Batteriespeicher (LiFePo4) für bis zu 300km (wenn man gaaanz vorsichtig ist) bzw. 250km Fahrstrecke @ 80km/h

EVE oder vergleichbar - made in China. EU wach auf, im Gegensatz zu Öl könnte man hier unabhängig werden, Natrium Ionen Zellen laufen bei mir bereits als Batteriespeicher für Solar sehr gut und zuverlässig! Ohne seltene Erden, ohne Lithium, just Technologie (früher konnte DE sowas mal...).

Ladefähig ist das Auto am Onboard-Lader (AC, Typ2) mit 6,6kw in ca. 10 Stunden oder am Schnelllader (DC, CCS oder ChaDeMo) mit bis zu 25-60kw in ca. 1-2 stunde von 10-90% - mit Temperatureinschränkungen ist aber evt. wie bei allen e-autos zu rechnen. Hier fehlen mir noch Erfahrungswerte. Dauerhaftes laden mit 20kw bei 30°C außentemperatur war aber völlig problemlos. Mehr ging aufgrund von noch fehlenden Teilen bislang nicht.

alles noch alpha und mit viel canbus gebastel über software und die tüv-abnahme bzw. vollabname (werde da gut betreut) steht noch an aber es ist grundsätzlich funktionsfähig und schon ein bisschen gefahren:

https://cloud.munex.de/d/c6066cda80504b8e8b8b/files/?p=%2FVID_20250827_163736-komprimiert.mp4

...in der Hoffnung das vielleicht jemand Lust hat mit zu spielen :)

könnte mir auch Kits oder Betreung beim Umbau vorstellen, aber die Arbeitszeit ist wirklich schon nicht wenig (!), das dürft ihr schön selber machen :D

Was toll ist im Vergleich zu fertigen E-Autos: alles ist viel simpler ohne tausend Funktionen und Mäusekino überall. Schlüssel rein, "Zündung" an, Richtungs-Schalter auf voraus oder zurück, Strompedal -> fahren. Bremse braucht man dank reku auch nicht mehr, also one-pedal-driving. Das ist wirklich alles sehr easy und gut nachvollziehbar. Von außen oder innen am Amaturenbrett sieht man fast keinen Hinweis das es ein E-Auto ist. Auch die original-Tankanzeige kann weiter genutzt werden. Tempomat und ein paar andere Sachen sind natürlich easy umzusetzen, falls man das will. Im Vergleich zu vielen Autos und E-Autos startet der Kram auch bei leerer 12V Batterie 😉

Getriebe braucht nur noch den 3. Gang (also die Hauptübersetzung) der Rest fliegt raus. Kupplung ersatzlos gestrichen. Öl darf dann gerne noch dünner werden da max. Temp Getriebe 35°C und zu syncronisieren gibts halt auch nix mehr :D

...also nicht falsch verstehen - es ist noch einiges zu tun und noch nicht alles praxistauglich aber die jetzt noch vorhandenen Probleme sollten lösbar sein. Ich bin jedenfalls schon eine Woche damit unterwegs gewesen ohne Probleme, wenn man vom CCS Ladestandard und dessen Komplexität einmal absieht, das hat etwas gedauert das zu verstehen. Das System arbeitet vollständig Luftgekühlt und ist daher vergleichsweise preiswert und einfach. Eine Getriebeübersetzungsänderung + vernünftige Instandsetzung von Getriebe + Motor (nein ich rede nicht von Kolben die aktuell am Markt verkauft werden und die leider doppelt so schwer sind wie originale und auch sonnst nix taugen bzw. nach 20k km wieder im Ar... sind) ist insgesamt teurer! Y4 oder Y5, Getriebe müssten nicht umgebaut werden den der E-Motor dreht 6000 RPM problemlos.

Auch Wichtig: es wurden keine Originalteile unbrauchbar gemacht oder geändert. Alles ist rückbaubar auf konventionellen Antrieb falls man das irgendwann wünscht.

gruß

mario

PS: danke an Dirk für die tolle Betreuung und das ich seine Werkstatt verwüsten durfte! :D

[edit] Bezüglich der Frage nach der Lautstärke: Jeder der den HY mal auf der Autobahn gefahren ist hört jetzt einfach nichts mehr. Jeder normale Mensch vernimmt ein leises surren, das aber Spass macht und die Wind und Fahrtgeräusche sind definitiv das größere "Problem" (siehe Video!), da merkt man dann das hier und da schon länger was lose war... [/edit]

[edit2] noch ein paar bilder bezüglich fragen zum einbau der akkus:

IMG_20250811_185527_433.jpg

IMG_20250811_231752_909.jpg

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vorne ist er sonnst viel zu leicht, der e-motor selbst wiegt 2/3 weniger als der Originalmotor daher muss vorne Gewicht auf die Vorderachse. Dann natürlich dort wo der tank war und natürlich in den beiden großen Bodenfächern, das ist aber noch nicht fertig. [/edit2]

 

 

Bearbeitet ( von dumdidum)

Affentittengeil.... 

Wie ist es denn jetzt beim Fahren mit dem neuen Antriebsstrang ? Sicher auch noch gut zu hören, da ja der HY aufgrund seines Aufbaus ein guter Resonanzraum ist. Aber sicher leiser und angenehmer als die Verbrenner . Beim klassischen Mehari mit E- Antrieb ( von 2CV Cassis ) ist der elektrische Antriebsstrang immer sympathisch deutlich wahrzunehmen.

 

Suuuuper! Du hast es umgesetzt!! Chateau (oder so ;) )

Ich bin nach genau SO was auf der Suche und möchte einen alten Citroen umrüsten, u.a. weil ich auch noch viel zu viel Strom einspeise. Akkus gibt’s ja mittlerweile ziemlich günstig. Ich verstehe nur zu wenig davon. 
Können wir uns mal austauschen? Warst du bei Dirk HY? 
Gruß Martin 

cool, das ist Pioniergeist ...

Hallo,

super Projekt,Daumen hoch.

Christian Burgdorf hätte sich gefreut wenn er das noch miterlebt hätte.

 

Hallo Mario,

Hut ab für diese Pionierleistung !
Mich interessiert wo Du die Batterie untergebracht hast, auch vorne ?
Unter dem Ladeboden hat es ja so schöne Hohlräume....und nebenbei würde das für eine bessere Gewichtsverteilung sorgen....

Grüße Peter 

Bloss nicht, 

dann sticht Dumdidum ja noch schneller durch die Kurven....

Respekt Mario, im Stillen hatte ich mit sowas gerechnet!

Beste Grüsse,

Stone

  • 3 Wochen später...

... wann gibt es ein Nachrüst-kit HYbrid für die HY Hinterachse ? ( ... oder gibt es die schon ? )

  • 2 Wochen später...

die frage nach hybrid kommt eig. immer nur von leuten die noch nie ein e-auto gefahren sind und daher nicht wissen das das laden unterwegs wirklich kein problem mehr ist. ;) also nein sowas wird es nicht geben da es absolut nicht sinnvoll ist den 250kg benzinmotor mit 15% wirkungsgrad auch noch zusätzlich unnötig durch die gegend zu fahren. abseits vom wirkungsgrad und den kosten kann ich nur immer wieder feststellen: es macht einen riesen spass an (fossilen) tankstellen vorbeizufahren, das geht mit einem hybrid leider nicht 😉

Bearbeitet ( von dumdidum)

Was denkst du wenn man die komplette Technik Batterie, Regler,und E-Motor von einem Postauto nimmt .Die bekommt man schon für unter 2000€ .Bin schon lange am überlegen ob das funktioniert. 

vor einer Stunde schrieb marku68:

Was denkst du wenn man die komplette Technik Batterie, Regler,und E-Motor von einem Postauto nimmt .Die bekommt man schon für unter 2000€ .Bin schon lange am überlegen ob das funktioniert. 

Waere zumindestens stimmig. Ich hatte mal daran gedacht eines zu kaufen. Aber die Dinger sollen ziemlich laut im Fahrbetrieb sein. 

vor 31 Minuten schrieb MatthiasM:

Waere zumindestens stimmig. Ich hatte mal daran gedacht eines zu kaufen. Aber die Dinger sollen ziemlich laut im Fahrbetrieb sein. 

DAS ist für HY-Fahrer natürlich ein KO-Kriterium. 

 

Im Ernst: Wie sieht das mit der Zulassung von so einem Umbau aus? Bei Neufahrzeugen muss ja zB auch Crashverhalten von Akkus getestet werden, wie käme man da drumherum?

Gruß, gasmann

Bearbeitet ( von gasmann)

ich betreibe einen streetscooter b14 seit zwei jahren als firmenfahrzeug. b16 kenne ich auch. das sind die zwei modelle die derzeit als normal und xl version bei der post fahren. super robuste richtig gute autos. fährt jeden tag seine 30km mit reichlich zuladung - ideal. nachts aufladen, noch keinen euro investiert, robustes fahrwerk von bielstein, übrigens auch mit drehstabfedern hinten 😉  fahrzeug ist meiner meinung nach sehr leise leise, natürlich hört man den motor surren aber jeder verbrenner ist lauter. für den hy als umbau meiner meinung nach aber nicht brauchbar. zu wenig leistung (15kw) und zu geringe kapazität an batterien. motor hat untersetzungsgetriebe in querbauweise, würde auch mechanisch nicht passen. 80km reichweite sind mir zudem einfach zu wenig. ausserdem in dieser ausführung nicht auf ccs umzubauen (technische gründe der batteriespannung und internen verschaltung, die mindestspannung 200V für ccs säulen ist nicht erreichbar) also nur über n8 zu laden was für die post und viele einsatzzwecke halt völlig ok ist aber eben nicht für mich persönlich bzw. langstrecke als womo, grüße vom mittelmeer ;)

Bearbeitet ( von dumdidum)

  • 2 Monate später...

updates mit ein paar daten.

mitlerweile ist das fahrzeug soweit praxistauglich das ich (mit erlaubnis der dekra) einige testfahrten gemacht habe.

ich bin also schon mal von celle nach uelzen und hamburg sowie von celle nach hannover gefahren als auch im innerstädischen verkehr unterwegs gewesen.
die ladeleistung konnte mitlerweile auf 30kw (dauerhaft von 0-95%) gesteigert werden, alles funktioniert dabei automatisch. hier bin ich zuversichtlich etwa 50-60kw ladeleistung im max zwischen 5-70% erreichen zu können. das entspricht dann etwa 1C. Updates bis auf 2C zumindest technisch denkbar aber für mich aktuell nicht priorität.

der verbrauch bewegt sich zwischen 14 und 25kwh/100 km je nach fahrweise. hier merkt man ganz klar die fahrende einbauküche :) je schneller man fährt desto mehr strom braucht er halt.

in der stadt komme ich auf knapp 300km reichweite, auf der landstraße/autobahn ist nach 200km schluss. für mich reicht das, es ist eben eine frage der routenplanung. die ladesäulen stehen ja zum glück oft an schönen orten und nicht nur an der autobahn (die ich bei urlaubsfahrten mit dem hy sowieso eher meide) ich musste wie sonnst bei der zoe auch noch nie irgendwo warten zum laden.

als optimal für den e-motor hat sich die y4 getriebeübersetzung im dritten gang herausgestellt (schmeißt also eure alten oder umgebauten y4 getriebe nicht weg 😉 )
das fahren ist mit dem von mir aktuell noch betrieben y9 getriebe aber auch ok. hier entspricht der 2. gang fast dem 3. des y4 - ist aber halt mechanisch zu laut. die bremse wird seit dem einstellen de rekuperation
 eigentlich nur im stand oder kurz davor verwendet. Das Auto bremst also immer schön gleichmäßig 😉 der motorcontroler steuert dabei die bremsleuchten bei entsprechender verzögerung automatisch an. 

das fahrzeug lädt mitlerweile automatisch sowohl an AC als auch an DC schnellladesäulen sehr zuverlässig.

ich tanke aktuell bei enBW für 39cent mit monatlichem abo für 11 euro das sich aber auf mehrere autos verteilt. der preis ist überall der selbe, egal ob in der innenstadt bei penny oder auf dem autobahnrastplatz. solaranlage oder hausstrom mal außen vor ist das immernoch günstiger nämlich rein rechnerisch fürs volltanken 20 euro.

damit komme ich dann max 200-300km weit. selbst wenn wir das mal 3 nehmen für 600km kommen wir also auf 60 euro. dazu kommt das die kraftfahrzeugsteuer entfällt.

benzin für die gleiche strecke mindestens 100-110 euro je nach preis aktuell.

das umbaukit wird 17.500 euro kosten inkl. 57kwh akku und aller benötigten komponenten. wer interesse hat kann sich melden.

-> ist teuer ja, wer aber motor instandsetzen + getriebe umbauen muss kommt auch auf 10k raus und über die zeit betrachtet ist der elektroumbau sowieso günstiger, zumal das überholen des originalmotors beim ersten mal aufgrund der mangelhaften nachbauteile eigentlich immer fehlschlägt und man mehrmals nacharbeiten muss bis es einigermaßen funktioniert.

ich möchte euch noch folgenden artikel sehr ans herz legen:

https://heinerm.substack.com/p/hocheffiziente-verbrenner-my-ass

 

gruß

dumdidum :)

edit: eins vielleicht noch. der hy wird durch den umbau nicht "rundgelutscht" er ist weiter ein klapperndes rustikales fahrzeug. aber man bekommt keine kopfschmerzen mehr und muss sich einfach während der fahrt nicht mehr anschreien sondern kann ihn auch bei längeren fahrten genießen.

 

 

 

Bearbeitet ( von dumdidum)

Am 18.12.2025 um 10:45 schrieb dumdidum:

das umbaukit wird 17.500 euro kosten inkl. 57kwh akku und aller benötigten komponenten. wer interesse hat kann sich melden.

Sehr geiles Projekt! Glückwunsch!

Wie machst Du das mit dem Umbaukit und der neuen Batterieverordnung? Bist Du einer OfH beigetreten oder hast Du das vor?

Die Bürokratie wird immer heftiger, das ist nicht mehr schön.

Ich habe mir bisher ca. 120 Akkuzellen aus China importiert für den Eigenbedarf, aber ab Mitte Januar wird auch das schwieriger werden.

Oder wie siehst Du das?

Grüßle,

Martin

Mario,
super Sache und sehr interessant.
Meinen 6 Volt 1950-er HZ würd ich wahrscheinlich nicht umbauen, sondern mir einen moderneren HY als Basis suchen

nur eines versteh ich nicht:
wenn ich anstatt 78mm Kolben den Motor mit 72mm Kolben (HY 72) verwende: dann erlischt die Betriebserlaubnis. Aber wenn ich einen Elektromotor einbaue samt Batterien dann ist das kein Problem ?
Ist bei Deinem Umbaukit auch diese bürokratische Seite dabei, dh krieg ich damit eine Zulassung ?
Grüße
Peter

Das sollte machbar sein. Unsere Elektroente hat auch eine Zulassung bekommen.

Natürlich nicht ohne viele Vorgespräche und Abnahme beim TÜV oder der DEKRA.

vor 9 Minuten schrieb nitrolack:

Mario,
super Sache und sehr interessant.
Meinen 6 Volt 1950-er HZ würd ich wahrscheinlich nicht umbauen, sondern mir einen moderneren HY als Basis suchen

nur eines versteh ich nicht:
wenn ich anstatt 78mm Kolben den Motor mit 72mm Kolben (HY 72) verwende: dann erlischt die Betriebserlaubnis. Aber wenn ich einen Elektromotor einbaue samt Batterien dann ist das kein Problem ?
Ist bei Deinem Umbaukit auch diese bürokratische Seite dabei, dh krieg ich damit eine Zulassung ?
Grüße
Peter

Da muss man eng mit seinem TÜV Prüfer zusammenarbeiten. Ist aber machbar. Such mal bei Youtube nach Elektroumbau. Da gibts aus dem deutschsprachigen Raum insbesondere den Heiko Fleck (aber auch viele andere), die Teile und Beratung anbieten. Auch das Forum von Going Electric ist ein guter Anfang. Ordentlich arbeiten, an die Regeln halten und immer schön mit deinem TÜV Ingenieur reden, dann sollte die Abnahme machbar sein.

Viele Grüße

Fred

vor 18 Stunden schrieb nitrolack:



nur eines versteh ich nicht:
wenn ich anstatt 78mm Kolben den Motor mit 72mm Kolben (HY 72) verwende: dann erlischt die Betriebserlaubnis. Aber wenn ich einen Elektromotor einbaue samt Batterien dann ist das kein Problem ?
 

Nein, dann erlischt auch die Betriebserlaubnis! Du musst eine neue erlangen. Das geht mit den anderen Kolben auch, dazu musst Du "nur" ein Abgasgutachten erstellen lassen .... was im fuenfstelligen Eurobereich kostet. Beim Elektromotor muss man das merkwuerdigerweise nicht :).

BTW: Wer misst denn den den Kolbendurchmesser nach? Bei einem Oldtimer!

Bearbeitet ( von MatthiasM)

ist wie martin oder kugelblitz das schreibt. 

wir haben den vorteil der uralten erstzulassung auf unserer seite. selbst bei einem solchen umbau greift hier bei einigen wichtigen themen der bestandschutz, ich wollte das selbst kaum glauben. es gibt extra für diese art von umbauten ein merkblatt der technischen überwachungsvereine , (VdTÜV) dort sind alle anforderungen mehr oder weniger genau beschrieben.

logisch: das ganze ist erst final zu erwerben wenn man es auch eingetragen bekommt.

Bearbeitet ( von dumdidum)

Mir wurde mal gesagt, daß bei Umbauten am Antrieb darauf zu achten ist, daß die Emissionswerte dem Baujahr entsprechen  oder besser sein müssen.

Das bedeutet, daß z.B. Motortausch auf einen späteren Motortyp, Nachrüstung von geregelten Katalysatoren und Umbauten auf E-Antrieb, bei Einhaltung von gewissen Regeln fast immer möglich sind. Im Fall 2CV weiß ich, daß es sogar schon in den 80ern Umbauten auf E-Antrieb gab.

Ja, unsere Ente wurde 1990 auf E-Antrieb umgebaut. Damals galten aber noch andere Regeln. Unsere Ente hat z.B. noch schwarze DC-Kabel, heute müssen die orange sein, usw.

Das Hauptproblem sehe ich heute in der Zertifizierung der Batterien, für die ab dem 16.1.26 eine gesicherte Entsorgungs-Infrastruktur vorgewiesen werden muss. Damit wird es mit den Chinaimporten schwieriger werden und die Preise werden deutlich steigen.

https://www.heise.de/news/Industrieverbaende-warnen-vor-faktischem-Verkaufsstopp-fuer-Batterien-11120800.html

Ein guter Einstieg in das Thema ist dieses Buch von Udo Kessler, Johannes Hübner und Philip Schuster, die einen Volvo 850 umgebaut haben:

https://openinverter.org/shop/index.php?route=product/product&product_id=75

 

Bearbeitet ( von -martin-)

Am 28.8.2025 um 14:29 schrieb dumdidum:

Motor (Schwarz GmbH) made in DE - 44kw elektrische Dauerleistung (kurzzeitig beschleunigung bis zu 60kw) Asyncron-Induktionsmaschine ohne seltene erden oder Schleifkohlen, prinzipbedingt ohne Schleppverluste, dafür mit etwas niedrigerer Effizienz.

Magst du was zur Auswahl des Motors sagen? Einerseits, warum die Wahl auf genau diesen gefallen ist, andererseits, warum Du einen Motor ans Getriebe geflanscht hast statt einen E-Auto-Motor mit angeflanschtem 1-Gang-Getriebe zu nehmen? Viele Umbauer nehmen ja derzeit Tesla- oder Leaf-Motoren, hattest du da Sorgen wegen des Fahrzeuggewichts oder der Übersetzung? 

Es ist um ein Vielfaches einfacher, ein bestehendes Getriebe zu verwenden als den ganzen Achsantrieb umzubauen. Im ersten Fall kann man Differential, Antriebswellen, Bremsen usw. beibehalten.

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