22. Januar 201313 J. Deutschland und Frankreich feiern 50 Jahre Élysée-VertragBerlin (dpa) - In Berlin haben die Feiern zum 50. Jahrestag des Élysée-Vertrags begonnen, mit dem Deutschland und Frankreich ihre Aussöhnung besiegelt hatten. Zum Auftakt empfing Frankreichs Präsident François Hollande Bundeskanzlerin Angela Merkel in der französischen Botschaft am Brandenburger Tor. Anschließend sind eine gemeinsame Kabinettssitzung und eine Sondersitzung der beiden Parlamente geplant. Mit dem Élysée-Vertrag hatten die einstigen Kriegsgegner 1963 den Grundstein für eine enge Partnerschaft gelegt. 22.01.2013 09:50 Uhr © Rhein-Zeitung Impressum Feiert jemand mit?
22. Januar 201313 J. Ich nicht! Wenn man schon keine Freunde hat, sollte man zumindest die Erbfeinde behalten.
22. Januar 201313 J. Gestern kam eine sehr interessante Doku über de Gaulle und Adenauer in der ARD: http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/799280_reportage-dokumentation/13126446_de-gaulle-und-adenauer-eine-deutsch?datum=20110409
22. Januar 201313 J. Eine Erinnerung an dieses Ereignis ist sicher richtig und wichtig. Aaaaber : Solch überzogene Feierlichkeiten sollte man sich in den heutigen, wirtschaftlich schwierigen Zeiten im wahrsten Wortsinn sparen ! Mit der Kohle hätte man sicher Sinnvolleres tun können. Nur meine Meinung.
22. Januar 201313 J. Zum Beispiel eine zusätzliche Sendung "Deutschland sucht den Superstar" produzieren. Aber nur mit französischen Chansons. zurigo
22. Januar 201313 J. Und wieder was verpennt. Aus dem Anlass hätte man eine schöne Werbeaktion bei Citroen machen können. Titel z. B. "Freundschaftspreise" oder so......
22. Januar 201313 J. ich feiere. warum? ich bin jedesmal, egal wann, egal wo in frankreich freundlich begrüsst worden, niemand hat mich beschimpft oder war mir in irgendeiner art und weise feindlich gesonnen, im gegenteil. und welche generation ausser der unseren konnte das in den letzten 300 jahren behaupten? wir hatten in den letzten 150 jahren 3 mal offiziell krieg gegen frankreich, die geschichten mit ruhr/saarbesetztung und wilder elsass hin-und-hertauscherei mal aussen vor. DeGaulle und Adenauer haben da großes geleistet und dafür bin ich schicht dankbar.
22. Januar 201313 J. Auf meine Sympathie für das Land, die Leute, die Kultur ... haben solche augesetzten, staatlich inszenierten Feierlichkeiten keinen Einfluss. Vor allem dann nicht, wenn die als solche hauptsächlich empfunden wird. Mir fällt momentan kein Land mehr ein, mit dem sich die Menschen hier freundschaftlich verbunden fühlen, außer mit sich selber. Früher war es vielleicht mal Amerika. Nahe stehen den Deutschen dann noch Östererich und Schweiz, sowie Benelux. Bearbeitet (22. Januar 201313 J. von BX-Hempel)
22. Januar 201313 J. Für mich ist es ein wichtiger Tag, da wir die meiste Zeit des Jahres in Frankreich leben, bekommen wir hautnah mit, wie unsere französischen Nachbarn über den Vertrag denken. Wir werden auf jeden Fall zusammen ein Glas "Roten" aus unserem Weinkeller trinken. Wir sind uns darüber einig, dass es De Gaulle und Adenauer vollkommen egal war, was die Menschen ihres jeweiligen Landes über ihre Initiative denken würden. Sie haben sich nicht dafür interessiert, ob sie wohl bei der nächsten Wahl wiedergewählt würden, wie das unsere heutigen Politiker ständig tun. Beide haben sich den "Luxus" erlaubt, eine für die Zukunft Europas tragfähige Vision zu haben. Damit haben beide Weitblick bewiesen, auch eine Eigenschaft, die allen handelnden Politikern der heutigen Zeit fehlt. Es ist einer der Hauptgründe, dass es in Europa nicht vorangeht, und immer mehr Menschen inzwischen "Europamüde" sind. Ein weiteres Hindernis ist die deutsche (Un)art, allen andern erzählen zu wollen, wie man es machen soll, dabei übersieht man aber leicht den Balken im eigenen Auge!! Gruß Ubertino
22. Januar 201313 J. Vor 20 Jahren hatte ich meine Facharbeit über die Entwicklung der Deutsch-Französischen Freundschaft geschrieben ... "Internet-Recherche" gab es damals leider noch nicht ...
22. Januar 201313 J. ich feiere.warum? ich bin jedesmal, egal wann, egal wo in frankreich freundlich begrüsst worden, niemand hat mich beschimpft oder war mir in irgendeiner art und weise feindlich gesonnen, im gegenteil. und welche generation ausser der unseren konnte das in den letzten 300 jahren behaupten? wir hatten in den letzten 150 jahren 3 mal offiziell krieg gegen frankreich, die geschichten mit ruhr/saarbesetztung und wilder elsass hin-und-hertauscherei mal aussen vor. DeGaulle und Adenauer haben da großes geleistet und dafür bin ich schicht dankbar. Jenseits meiner Kritik an den beiden Konservativen de Gaulle und Adenauer stimme ich Dir zu. Na klar gibt es was zu feiern. Die Aussöhnung mit Frankreich ist historisch gesehen eine Großtat, und zur europäischen Einigung via EU und deutsch-französischer Schrittmacherdienste dabei habe ich noch nie eine Alternative gesehen. fl.
22. Januar 201313 J. Hallo, ich feiere die "jumelage franco allemand" morgens im Peugeot und abends im Pluriel. Jeden Tag. Gernot
22. Januar 201313 J. Gerade auf arte die Dokumentation über die beiden "Alten", de Gaulle u. Adenauer, gesehen. Sehr gut gemacht und so im Detail kannte ich das Zustandekommen dieses Vertrages mit seiner Vorgeschichte eines privaten Aufenthaltes Adenauers bei de Gaulle in Colombes auch noch nicht. Besonders vor diesem Hintergrund ist das Verhalten dieser beiden Männer nur als Wunder zu bezeichnen: http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Oradour Bearbeitet (22. Januar 201313 J. von Jörg Kruse)
22. Januar 201313 J. oradour liegt heute noch exakt so da wie zur zeiten des massakers und wurde nicht wieder aufgebaut. ich war schon da, irgendwie sehr bedrückend wenn man weiss das die eigenen landsleute sowas angestellt haben. bemerkenswerterweise waren die französischen anwohner und besucher sehr nett und freundlich trotz das wir deutsche waren. keine spur von groll oder nachtragung.
22. Januar 201313 J. ...und immer mehr Menschen inzwischen "Europamüde" sind. Die meisten Menschen sind "Europamüde", weil sie inzwischen gemerkt haben, dass dieses mit Gewalt zusammengepferchte Europa nicht funktioniert. Solche Konstrukte haben noch nie in der Menschheitsgeschichte Bestand gehabt (wie auch jegliches Papiergeld-System...). Ein weiteres Hindernis ist die generelle (Un)art des Menschen zu glauben, es gäbe soetwas wie ein verbrieftes Recht für jedermann auf ein "kostenloses Mittagessen" Gruß Higgins Bearbeitet (22. Januar 201313 J. von Higgins*)
22. Januar 201313 J. Moin, ich feiere mit, weil Frankreich meine zweite Heimat wurde. Adenauer und de Gaulle haben grosses geleistet, fraglos. Aber diese allseits so gelobte deutsch-französische Freundschaft im Kleinen würde es ohne die zahllosen Partnerschaftsvereine, Freundeskreise, Ehrenamtler und Besuche zwischen Turnvereinen, Feuerwehr usw. in den jeweiligen Partnerstädten gar nicht geben. Leider sind diejenigen, die diesen vielen kleinen Schritte getan und über Jahrzehnte Freundschaften und Kontakte aufgebaut haben, mittlerweile ein wenig überaltert. Gibt es auf allen Ebenen genug interessierten Nachwuchs, um dieses Erbe fortzuführen? Mancherorts gelingt dies, mancherorts nicht. Es gibt zahlreiche Partnerschaften, die seit Jahren brach liegen. Anscheinend wird die Partnerschaft zwischen Schwalmtal und Ganges auch bald dazugehören. Wir sind auf deutscher Seite ein recht junges und engagiertes Team, aber aus Frankreich kommt nichts. Der dortige Kommitteevorsitzende hat schon vor langer Zeit aus Altersgründen aufgehört und nun findet sich dort unten kein Nachfolger. Also hängt im Moment alles in der Schwebe und es kommen auch keine Neuigkeiten. Meine persönliche amour fou mit Frankreich fing vor über 20 Jahren mit einem Schüleraustausch an. Nach einer unvergesslichen Woche in Südfrankreich fuhr ich infiziert und mit Tränen in den Augen heim. Es folgten weitere Reisen und Austausche, die mich jedes Mal immer mehr lehrten, dieses wunderbare Land besser zu verstehen. Mittlerweile ist Frankreich meine zweite Heimat geworden und ich bin gottfroh drum! In diesem Sinne: allons enfants de la patrie, le jour de gloire est arrivé!
23. Januar 201313 J. Die meisten Menschen sind "Europamüde", weil sie inzwischen gemerkt haben, dass dieses mit Gewalt zusammengepferchte Europa nicht funktioniert. Solche Konstrukte haben noch nie in der Menschheitsgeschichte Bestand gehabt (wie auch jegliches Papiergeld-System...). Ein weiteres Hindernis ist die generelle (Un)art des Menschen zu glauben, es gäbe soetwas wie ein verbrieftes Recht für jedermann auf ein "kostenloses Mittagessen" Gruß Higgins Kann es auch sein, dass die Menschen, was politische Bildung und Geschichte angeht, heute auch vor allem dumm sind? Sicher kann man an der EU vieles bemäkeln. Aber wie lautet die Alternative? Ein kurzer Blick zurück auf Europas Geschichte reicht eigentlich, um die EU soo übel nicht mehr zu finden.
Erstelle ein Konto, um zu kommentieren