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Hervorgehobene Antworten

Die kommen aus Serbien und die Bedingungen (Umwelt, Arbeitsrecht...) dort wurden hier mehrfach geschildert. 

Warum muss der Erstausrüster "Premium" sein, wenn der 2. Satz "Budget" wird?

 

Der SUV könnte auch ein Peugeot/Citroën sein. Jedenfalls die Front.

  • 2 Wochen später...
Zitat

Besonders makaber: dass selbst Unternehmen sich der Codes bedienen. Audi wirbt am RAW-Gelände in Friedrichshain für sein E-Auto mit „Typisch Berlin: Elektro und Speed“. 

https://taz.de/Drogenkonsum-in-Berlin/!6107010/

Ich würde das eher so interpretieren, dass man solch einen Scheißhaufen nur mit Drogen ertragen kann, wobei ich Drogen natürlich vollumfänglich ablehne.

 

VW Nutzfahrzeuge gibt jetzt bis zu 40% Rabatt auf Neufahrzeuge. Dazu gehören auch die Pkw Ableger.

Es wird spekuliert, daß die anwachsenden Halden darauf beruhen, daß VW großzügige Abnahmegarantien gegenüber Ford gegeben hat, die mittlerweile große Teile der VW Nutzfahrzeuge fertigen.

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Ich finde die Anschaffung eines Fahrzeugs aus dem Volkswagen Konzern nicht so unausweichlich wie es der Artikel suggeriert. Ich konnte jedenfalls meinen Mobilitätsbedarf immer anderweitig befriedigen.

Gernot

Sehr interessant.

Vorstellung VW T-Roc: Weiterhin konservativ erfolgreich?

Zitat

 

VW stellt den zweiten T-Roc vor, an dem wenig überrascht. Doch dahinter steckt kein mangelnder Mut, sondern kluges Kalkül.

Antriebe: Es bleibt beim Verbrenner

Auf den ersten Blick eigenwillig ist die Motorenstrategie, die VW im T-Roc verfolgt. Schaltgetriebe und Dieselmotor fliegen aus dem Programm. Es wird weder einen batterieelektrischen Antrieb noch einen Plug-in-Hybrid geben. Die Basis gibt ersteres nicht her, letzteres hat global zu geringe Absatzchancen, so die Prognose. Also sollen es Verbrenner richten. Für jene Kunden, die einen E-Antrieb bevorzugen, hat der Konzern andere Modelle im Sortiment oder in Vorbereitung. Zum Start wird ein 1,5-Liter-Mildhybrid mit 85 und 110 kW angeboten, die im WLTP mit 5,5 bis 6 Litern angegeben werden. Ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe ist in diesen Maschinen alternativlos.

Es folgt ein Zweiliter, der ebenfalls als Mildhybrid ausgelegt und vorerst der einzige Antrieb ist, der Allradantrieb bietet. Geheimnisvoll gibt sich die Pressemitteilung um zwei weitere Motoren, die als Vollhybrid ausgelegt sind. Was sie leisten und verbrauchen, verrät VW aktuell nicht. Dafür gibt es schon einen Preis: Das Basismodell soll 30.845 Euro kosten und damit weniger als VW für einen Golf mit Doppelkupplungsgetriebe verlangt. Im November soll die Händlerpremiere des zweiten T-Roc stattfinden.

https://heise.cloudimg.io/v7/_www-heise-de_/imgs/18/4/9/2/6/0/2/0/99-0ae7ed81e382b96f.jpg?org_if_sml=1&q=85&width=1600

 

https://www.heise.de/news/Vorstellung-VW-T-Roc-Weiterhin-konservativ-erfolgreich-10623266.html?hg=2&hgi=3&hgf=false

Top 5 in Europa (1. Halbjahr 2025)

  1. Dacia Sandero 130.713
  2. Renault Clio 123.225
  3. Peugeot 208 108.346
  4. VW T-Roc 105.629
  5. VW Golf 103.964

https://www.deutschlandfunk.de/vw-in-brasilien-zu-strafe-wegen-sklavenaehnlicher-arbeit-in-den-70er-und-80er-jahren-verurteilt-100.html

Zitat

Der Volkswagen-Konzern ist in Brasilien wegen sklavenähnlicher Arbeitsbedingungen in den 70er- und 80er-Jahren zu Schadensersatz verurteilt worden. Ein Arbeitsgericht entschied, dass die brasilianische Tochtergesellschaft umgerechnet rund 26 Millionen Euro zahlen muss.

Zitat

Außerdem soll das Unternehmen seine Verantwortung anerkennen und sich öffentlich entschuldigen. Dem Urteil zufolge waren damals Hunderte Arbeiter auf einer von VW betriebenen Farm entwürdigenden Arbeitsbedingungen, Schuldknechtschaft und bewaffneter Überwachung ausgesetzt.

Wenn die ihre Verantwortung anerkennen wollten, hätten die kriminelle Vereinigung das längst getan, es kommt noch viel schlimmer:

Zitat

Volkswagen kündigte an, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen. Dem Urteil waren gescheiterte Vergleichsverhandlungen vorausgegangen.

Nichts dazu gelernt, alles im Geiste des Gründers und seinen Kompagnons (alles Österreicher).

Zitat

Während der Zeit der Militärdiktatur in Brasilien 1964-1985 hätten Mitarbeiter des Unternehmens Arbeiter verfolgt und angeschossen, wenn sie fliehen wollten, berichtet ein Mann, der damals für die geplante Rinderfarm beim Roden des Regenwaldes half.

Natürlich sind die auch an der Vernichtung des Regenwalds direkt  beteiligt, damit hier Wurst gefressen werden konnte?

Zitat

Volkswagen habe direkt von der illegalen Ausbeutung der Arbeitskräfte profitiert, erklärte der Richter. VW betrieb die Rinderfarm bis 1986, ein Jahr nachdem die Militärdiktatur endete.

Länger ging das wohl nicht, aber immerhin haben die Ihre in der DNA des Unternehmens verankerte Menschenverachtung noch ein Jahr nach Ende der Militärdiktatur durchgezogen. Soviel Hass auf Menschen in einem Unternehmen und bis heute keine Einsicht. 

https://taz.de/Urteil-gegen-VW-do-Brasil/!6107607/

Zitat

Volkswagen betrieb in Brasilien eine Farm, Arbeiter wurden misshandelt. Dass der Konzern gegen ein Urteil gegen ihn nun vorgehen will, spricht Bände.

Zitat

Im VW-Werk bei São Paulo arbeitete der Werksschutz mit der Geheimpolizei zusammen. Linke Beschäftigte wurden bespitzelt, einige landeten in Folterkellern, mutmaßlich mit Wissen des VW-Vorstands in Brasilien. 2020 zahlte der Konzern den Betroffenen rund 5,5 Millionen Euro. Für manche kam das zu spät, sie waren bereits verstorben. Das darf sich nicht wiederholen.

Zitat

Deshalb ist es beschämend, dass Volkswagen bereits angekündigt hat, in Berufung zu gehen. Schuld seien Arbeitsvermittler gewesen, hieß es in der Vergangenheit mehrfach. Ganz ironiefrei hatte ein VW-Manager seinen Konzern einmal verteidigt, alle Firmen hätten so gehandelt. Es soll sich lediglich um Einzelfälle gehandelt haben, so hört man.

Zitat

Die Ermittlungsunterlagen zeichnen jedoch ein anderes Bild: Sie zeigen das volle Ausmaß der Gewalt, der Arbeiter ausgesetzt waren. Die Männer, die vor allem zu Rodungsarbeiten eingesetzt wurden, sollen schwer misshandelt worden sein.

 

https://www.deutschlandfunk.de/kalenderblatt-03-09-1875-automobilkonstrukteur-ferdinand-porsche-geboren-102.html

Zitat

Ferdinand Porsche war sein Leben lang von Autos fasziniert. Erst konstruierte er sie in Wien und Stuttgart. Später baute er für Hitler „Volkswagen“ und auch Panzer. Porsche befehligte persönlich Zwangsarbeiter. Vor 150 Jahren wurde er geboren.

 

https://www.deutschlandfunk.de/audi-chef-doellner-debatte-um-verbrenner-aus-kontraproduktiv-100.html

Zitat

Audi-Chef Döllner: Debatte um Verbrenner-Aus „kontraproduktiv“

Zitat

Er kenne keine bessere Technik als das Elektroauto, um in den nächsten Jahren bei der CO2-Reduzierung im Verkehr voranzukommen, sagte Döllner der „Wirtschaftswoche“. Statt Vorzüge des E-Autos zu betonen, gebe es immer wieder die Diskussion um den Erhalt des Verbrenners. Das sei kontraproduktiv und verunsichere die Kunden.

Technologieoffen = Weltuntergangsoffen

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/vw-dieselbetrug-33-milliarden-euro-schaden-und-kein-ende-in-sicht,dieselbetrug-100.html

Zitat

VW-Dieselbetrug: 33 Milliarden Euro Schaden und kein Ende in Sicht

Zitat

Allein der finanzielle Schaden sprengt jede Vorstellung: Vor zehn Jahren flog der gigantische Dieselbetrug im VW-Konzern auf. Noch immer sind Gerichte mit der Aufarbeitung beschäftigt - und suchen Verantwortliche.
Zitat

in Kellerraum im Landgericht Braunschweig. Auf langen Regalbrettern stapeln sich Aktenberge bis unter die Decke. Auf den braunen Deckblättern steht in weißen Feldern: "Beklagte/ Antragsgegnerin: Volkswagen AG". Aus Sicht des VW-Konzerns ist dieser Raum wohl so etwas wie die Kammer des Schreckens. Denn hinter jeder dieser Akten steckt ein enttäuschter Kunde, der Schadenersatz für seinen Diesel gefordert hat. Weil darin, so der Vorwurf, eine illegale Software zur Abgasreinigung verbaut war. Mehr als 1.000 Akten lagern in diesem Archiv - und das ist nur ein Bruchteil dessen, womit sich allein das Landgericht Braunschweig befassen musste.

Zitat

Wer trug die Verantwortung für die Entwicklung der Software, die die Abgaswerte der Dieselmotoren auf dem Prüfstand sehr viel besser erscheinen ließ als auf der Straße? Diese zentrale Frage ist weiterhin nicht abschließend geklärt. 
Zitat

Anwalt Ralph Sauer hat da einen anderen Eindruck von Volkswagen. "Die sind nicht lernfähig, es geht immer um den maximalen Profit." Das zeige sich jetzt wieder in der jüngsten Debatte um Schadstoffe in einem VW-Camper.

 

vor 55 Minuten schrieb Auto nom:

Wer trug die Verantwortung für die Entwicklung der Software, die die Abgaswerte der Dieselmotoren auf dem Prüfstand sehr viel besser erscheinen ließ als auf der Straße?

Um diese Frage endlich zu beantworten:

Schuld ist natürlich der beheizte Koi-Karpfen Teich in Groß-Schwülper. Der war, samt Inhalt, so teuer, dass kein Geld mehr für eine funktionierende Abgasreinigung übrig war. 

https://rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/martin-winterkorn-ex-vw-chef-beheizte-offenbar-teich-fuer-60000-euro_aid-18002973

Zitat

Der ehemalige VW-Chef Martin Winterkorn soll einem Medienbericht zufolge eine 400-Quadratmeter-Luxusvilla für rund fünf Euro Miete pro Quadratmeter bewohnt haben. Außerdem soll er für rund 60.000 Euro einen Fischteich mit einer Heizanlage bestückt haben.

Fünf Euro Miete pro Quadratmeter für Luxuswohnungen sollte generell Standard werden, dann bleibt bei einigen Mietern endlich Geld für beheizte Fischteiche übrig. 

Zitat

Die "Bild"-Zeitung hatte vergangene Woche berichtet, Winterkorn bekomme seit Jahresbeginn eine Betriebsrente von mehr als 3000 Euro pro Tag. Zudem stehe ihm bis zum Lebensende ein Dienstwagen zu. Winterkorn war im September 2015 nach Bekanntwerden der Abgas-Affäre zurückgetreten.

Die meisten Betriebsrentenbeziehenden wären wahrscheinlich glücklich, wenn sie eine Betriebsrente von 3 5 Euro am Tag bekommen würden. 

3000 Euro am Tag sind in Jahren mit 365 Tagen insgesamt 1 0 9 5 0 0 0 Euro. In Summe eine Million und 95000 Euro Betriebsrente pro Jahr für einen Mitarbeitenden der jede Schraube persönlich kannte.

 

 

Bearbeitet ( von Auto nom)

Zitat

Zwei VW-Manager hatten schon früh vor den gesundheitsgefährdenden Ausdünstungen gewarnt – und wurden dafür systematisch kaltgestellt. Statt Aufklärung gab's Ausschluss und Karriereknick. Dass sie nun Millionen-Schadenersatz fordern und sich auf das Hinweisgeberschutzgesetz berufen, zeigt, wie ernst die Lage ist.

https://www.hobby-wohnmobilforum.de/forum/thread/19161-krebserregende-schadstoffe-im-dach-des-hobby-maxia-van-vw-crafter-ii-und-grand-c/

Bearbeitet ( von Auto nom)

https://www.ndr.de/geschichte/chronologie/vw-abgas-affaere-vor-zehn-jahren-tritt-winterkorn-zurueck,volkswagen892.html

2005

Während der Amtszeit von VW-Chef Bernd Pischetsrieder und VW-Markenchef Wolfgang Bernhard soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) die Entscheidung zum Einbau der Manipulations-Software in Diesel-Fahrzeugen zwischen 2005 und 2006 gefallen sein, und zwar in der Motorenentwicklung in der VW-Zentrale in Wolfsburg. Hinweise oder Verdachtsmomente auf eine persönliche Verstrickung der beiden Top-Manager gab es aber zu keiner Zeit. Die Justiz prüft auch Hinweise darauf, dass der Ursprung der Motor-Manipulationen tatsächlich bei Audi in Ingolstadt liegen könnte. Maßgebliche Akteure, von denen einige auch zeitweise in Untersuchungshaft waren, haben in der relevanten Zeit dort in verantwortlichen Positionen gearbeitet.

2007

Der bisherige Audi-Vorstandschef Martin Winterkorn wird Nachfolger von VW-Chef Pischetsrieder. Autozulieferer Bosch soll in einem Schreiben an den VW-Konzern vor einer illegalen Verwendung seiner Technik zur Abgasnachbehandlung gewarnt haben. Das ergaben Recherchen der "Bild am Sonntag".

...

04. Oktober 2015

Laut Medienberichten haben mehrere VW-Ingenieure eingestanden, die Manipulationssoftware bei Diesel-Motoren im Jahr 2008 installiert zu haben. Es habe damals keine andere Lösung gegeben, die Abgaswerte und Kostenvorgaben des Dieselmotors EA 189 einzuhalten, heißt es laut "Bild am Sonntag" in einem internen VW-Revisionsbericht.

 

DAS sind die Leute die die Deutsche Automobilindustrie zerstört haben. 

Gerade habe ich eine Mail von Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe bekommen. Beim Lesen der Mail habe ich mich die ganze Zeit gefragt, ob heute der erste April ist oder ich gerade wieder einmal einer Fake News aufsitze. Aber nein, die Mail ist echt und ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus. Man fühlt sich in die Serie Boston Legal mit William Shatner alias Donny Crane versetzt, bei der ebenfalls unglaubliche Gerichtsverhandlungen geführt werden. Die Arroganz dieser VW-Vertreter ist eine Karikatur für sich ("VW ignorierte die Aufforderung, uns Platz zu machen und der Prozess konnte erst beginnen, nachdem ein Anwalt des KBA bereit war, in die zweite Reihe zu wechseln.").

Ich zitiere mal ein paar Stellen:

 

Zitat

Wir haben gestern unsere DIESELGATE-Musterklage gegen Volkswagen gewonnen! Jetzt brauche ich Ihre Unterstützung für die finale Durchsetzung der Sauberen Luft und Stilllegung oder Nachrüstung von 7,8 Mio Betrugsdieseln!

Sehr geehrter Herr Stahl,
 
ich bin noch aufgewühlt von den vergangenen beiden Tagen einer Gerichtsverhandlung, wie ich sie in über 40 Jahren nicht erlebt habe. Es ging mir um den Schutz von Menschenleben, der Vermeidung von vielen tausend Toten und vielen hunderttausend Erkrankungen, die jedes Jahr durch giftige Dieselabgase verursacht werden. Auf der Gegenseite saß der mächtigste Industriekonzern Deutschlands, die Volkswagen AG und das von diesem gesteuerte Kraftfahrt-Bundesamt, die nur dafür kämpften, dass ihre Dieselmotoren im Winter vor schädlichen Ablagerungen geschützt werden müssen – indem bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius die Abgasreinigung abgeschaltet wird. Mit der hinzunehmenden Folge, dass weiterhin 7,8 Millionen Diesel-Fahrzeuge in den Wintermonaten die Luft in unseren Städten mit dem giftigen Dieselabgas Stickstoffdioxid (NO2) fluten.
 
Schon der Beginn der Gerichtsverhandlung war eine Machtdemonstration der Automobilindustrie. Wir erschienen mit vier, Volkswagen und KBA mit 27 Prozessbevollmächtigten. Und sie beanspruchten acht Sitze in der ersten Reihe. Schon vor Beginn der Verhandlung musste daraufhin der Vorsitzende Richter durchsetzen, dass wir als Kläger - wie vom Gericht vorgesehen - drei der zehn Plätze erhielten, so dass ich mich während der insgesamt zehn Verhandlungsstunden mit meinen Anwälten beraten konnte. VW ignorierte die Aufforderung, uns Platz zu machen und der Prozess konnte erst beginnen, nachdem ein Anwalt des KBA bereit war, in die zweite Reihe zu wechseln.
 
Und so ging es auch weiter: Mit einer beispiellosen Arroganz traten die Anwälte von VW in der Verhandlung auf. Sie stellten ein Modell eines Dieselmotors vor die mit fünf Richtern besetzte Richterbank und zeigten als Auftakt einen Trickfilm zu den schrecklichen Folgen, wenn die Abschalteinrichtungen deaktiviert werden: Die Autos bleiben auf dem Mittelstreifen einer Autobahn oder auf einem Bahnübergang stehen. Wir konterten mit der Auskunft des ADAC, dass ein solcher Fall in all den Jahren noch nie dokumentiert wurde.
 
Wieder und wieder versuchte VW mit zunehmender Aggressivität, das Gericht von der technischen Notwendigkeit zu überzeugen, der Motor müsse vor möglicherweise schädlichen Ablagerungen geschützt werden. Ich konterte mit dem Hinweis, dass die einschlägigen gesetzlichen Regelungen dazu gemacht wurden, die Menschen und hier insbesondere deren Lungen vor schädlichen Ablagerungen und Dieselgiften zu bewahren. Und wir verwiesen auf unsere 3.829 Abgasmessungen, die wir in den vergangenen neun Jahren auf der Straße gemacht haben und die zeigten, dass die Abgaswerte durch die illegalen Abschaltungen um das bis zu 40-fache überschritten werden.
 
Das Kraftfahrt-Bundesamt spielte in der Verhandlung die Rolle eines Wurmfortsatzes von VW. Deren Anwalt saß direkt neben mir und las zu den einzelnen Fragestellungen nur die Texte in seiner Regieanweisung vor. So etwas hatte ich auch noch nicht erlebt. Der VW-Anwalt gab die Richtung vor und das KBA schloss sich jeweils dessen Ausführungen an. Alles gipfelte am zweiten Verhandlungstag mit einem Ausbruch des VW-Vertreters gegen die Richterbank, sie würden die Verhandlung nicht korrekt führen, weil sie zu wenig den technischen Vortrag von VW und KBA würdigen würden. Der Vorsitzende Richter konterte diesen von mir noch nie in einem Gerichtsverfahren erlebten Vorgang mit der süffisanten Antwort: „Ich bedauere, dass wir Ihren Ansprüchen nicht genügen.“
 
An die DUH gewandt kassierten wir im Schlussplädoyer von VW und KBA den Vorwurf, unqualifiziert und rein politische und ideologische Forderungen zu erheben und keinerlei Ahnung von den technischen Zusammenhängen zu besitzen. Ein wunderbare Steilvorlage, in meinem Abschlussplädoyer darauf zu verweisen, dass sich das KBA über viele Jahre hinweg auf die gefälschten Testberichte der Dieselkonzerne verlies und kein eigenes Prüflabor besaß, während wir mit realen Straßen-Abgastests in unserem Emissions-Kontroll-Institut einen Dieselkonzern nach dem anderen der Verwendung illegaler Abschalteinrichtungen überführten – während uns das KBA dabei aktiv zu behindern versuchte. Auf Anweisung der Autobauer verweigerte das KBA seinerzeit die Herausgabe von Prüfwerten für die Kalibrierung der Geräte, so dass wir diese uns außerhalb der EU von der schweizer Regierung besorgen mussten.
 
Wir waren gespannt auf das für den späten Nachmittag angekündigte Urteil. Wie würde das Gericht entscheiden? VW und KBA hatten über Stunden hinweg alle denkbaren Anträge zur Beweiserhebung und Aussetzung Vorlage beim EuGH gestellt. Wir haben nur einen Satz beantragt: Die Berufung abzuweisen.
 
Sie können sich kaum vorstellen, wie wir gejubelt haben, als wir nach sieben Jahren Rechtsstreit in dieser Grundsatzklage um 17 Uhr das Urteil hörten: Die Berufung wird zurückgewiesen und eine Revision nicht zugelassen. Damit haben wir die Durchsetzung einer wirklich Sauberen Luft in unseren Städten und damit die Verhinderung tausender jährlicher Tote durch das Dieselabgasgift NO2 endlich erreicht. Das Urteil ist wegweisend für rund 7,8 Millionen Dieselfahrzeuge mit ähnlicher Betrugssoftware, die nach unseren Schätzungen noch auf deutschen Straßen unterwegs sind und eine schallende Ohrfeige für alle Verkehrsminister der letzten zehn Jahre, die die Gewinne der Autokonzerne über die Gesundheit der Bevölkerung gestellt haben.
 
Mit diesem Erfolg können wir nun auch gegen alle weiteren Diesel-Konzerne vorgehen. Mehrere hunderttausend Betrugs-Diesel von Mercedes-Benz werden noch in diesem Winter verhandelt, danach kommen alle weiteren relevanten in- wie ausländischen Hersteller dran. Aktuell führen wir weitere 118 anhängige Verfahren gegen verschiedene Diesel-Pkw mit der Abgasnorm Euro 5 bis Euro 6c, denn auch diese fahren weiterhin unbehelligt mit illegalen Abschaltvorrichtungen auf deutschen Straßen und vergiften unsere Atemluft. Wir stellen uns auf eine massive Gegenwehr der mächtigen Automobillobby sowie langwierige und kostspielige Revisionsverfahren ein. Diese können wir aber nur durchführen, wenn wir hierfür die notwendigen Mittel haben. Daher bitte ich Sie, uns dabei zu unterstützen.
 
Sie sehen, dass wir diese Milliardenkonzerne tatsächlich vor Gericht überführen und zur Einhaltung unser aller Recht auf Saubere Luft zwingen können. Deswegen bitte ich Sie herzlich: Helfen Sie uns mit einer Spende, oder noch besser dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft, die Automobilkonzerne zur Rechenschaft zu ziehen und zur Nachrüstung ihrer Betrugsdiesel zu zwingen. Alle betroffenen Dieselfahrzeuge müssen stillgelegt oder mit einer funktionierenden neuen Abgasreinigung nachgerüstet werden – auf Kosten der Autokonzerne. 

 

 

Zitat

Trotz der Erfolge und Fortschritte stehen wir auch heute noch vor gewaltigen Hürden. Die Autoindustrie versucht nach wie vor, die notwendigen Maßnahmen zur Reduzierung der Abgasemissionen zu blockieren oder hinauszuzögern. Auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder verweigert bislang eine sinnvolle Unterstützung für die Besitzer von Dieselfahrzeugen, obwohl das Verwaltungsgericht Schleswig und der Europäische Gerichtshof bereits klare Urteile für eine Nachrüstung und Entschädigung der betrogenen Bürger gefällt haben. Als wäre das nicht genug, plädiert Schnieder dafür, das Verbrenner-Aus zu kippen, um auch über das Jahr 2035 hinaus mit Verbrennungstechnologie arbeiten zu können. Wir sehen in aller Deutlichkeit, wie eine einflussreiche Industrie mit enormem politischem Gewicht versucht, den dringend notwendigen Fortschritt für die Saubere Luft und den Klimaschutz auszubremsen.
 
Diesen klimapolitischen Rückschritt und Gefährdung der öffentlichen Gesundheit werden wir entschieden bekämpfen. Es ist ein beunruhigendes Zeichen, wenn politische Entscheidungsträger lieber die Interessen einer profitorientierten Lobby schützen als das Leben zehntausender Menschen, welche durch die Luftverschmutzungen nachweislich verkürzt werden. Jährlich könnten in Deutschland über 30.000 vorzeitige Todesfälle durch Feinstaub und fast 10.000 durch Dieselabgase vermieden werden, wenn die Luftreinhaltevorgaben der Weltgesundheitsorganisation endlich verbindlich umgesetzt würden. Ich verspreche Ihnen: Wir werden mit unseren Klagen die notwendigen Maßnahmen erzwingen, wie die Nachrüstung der Dieselfahrzeuge, ein generelles Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen, 80 km/h außerorts und 30 km/h in der Stadt, die Abschaffung umweltschädlicher Dienstwagenprivilegien oder ein Stopp des klimaschädlichen Straßenneubaus. Der Bundesverkehrsminister muss jetzt endlich seine Kumpanei mit den betrügerischen Dieselkonzernen beenden, die von uns erstrittenen Urteile respektieren und die konkreten Maßnahmen umsetzen!

 

Unfassbar!

 

 

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