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An alle Getriebe- und Rechtsexperten, brauche dringend Hilfe!


Frank1074
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Hallo an alle!

Ich habe ein ziemliches Problem und benötige Eure Hilfe. Der Beitrag wird ziemlich lang, aber nehmt Euch bitte die Zeit Ihn zu lesen.

Der andere, zu einem ähnlichen Thema laufende Thread,

http://www.andre-citroen-club.de/forum/showtopic.php?threadid=15482&time=1068110784 hilft mir leider nicht weiter.

Ich bin stolzer Besitzer eines Xantia V6, Baujahr 2000. Ich bin mit dem Wagen mehr als zufrieden, wenn ich nicht ständig Ärger mit dem Getriebe und meiner Citroen-Vertragswerkstatt hätte.

Da die ganze Sache etwas verzwickt ist schildere ich die ganze Geschichte am besten von Anfang an:

Ich habe den Xantia im August 2002 mit 45000 km bei einem Gebrauchtwagenhändler (ohne Markenbindung) gekauft. Der Händler hat für das Fahrzeug ab Verkaufsdatum eine 1-jährige Gebrauchtwagengarantie bei Real Garant abgeschlossen.

Am 11. Oktober 2002 (dummerweise auch noch mein Geburtstag) hatte ich dann mit ca. 51000 km einen Getriebeschaden. Der Schaden war ganz komisch: Der Rückwärtsgang hing fest, den Schalthebel konnte ich aber normal betätigen und die anderen Gänge (außer den 5.) auch einlegen! Es war dann z.B. der 1. Gang und Rückwärtsgang gleichzeitig eingelegt. Der Schaden kam übrigens ganz plötzlich, ohne Vorwarnung durch Geräusche oder Hakeln o.ä. Ich bin dann meiner Pflicht aus den Garantiebedingungen nachgekommen und habe den Verkäufer des Fahrzeugs (Gebrauchtwagenhändler) unverzüglich von dem Schaden in Kenntnis gesetzt. Da die Werkstatt des Händlers ca. 60 km von meinem Wohnort entfernt liegt und er sich zudem außer Stande sah ohne besondere technische Informationen und Kenntnisse des Fahrzeugs den Schaden zu reparieren, gab er mir die Zustimmung den Schaden in einer Citroen-Vertragswerkstatt reparieren zu lassen. Habe den Wagen dann vom ADAC (kostenlos) in die naheliegende Citroen-Werkstatt im Raum München schleppen lassen. Der Wagen war ca. 2 Wochen dort, angeblich aufgrund von Lieferschwierigkeiten bei Ersatzteilen. Was alles genau repariert bzw. getauscht worden ist weiß ich nicht, jedenfalls belief sich die Reparatursumme auf ca. 2500 Euro, welche die Gebrauchtwagenversicherung auch anstandslos zu 100% übernahm. Die Reparatur ist nicht zu meiner vollsten Zufriedenheit ausgeführt worden. Ich habe den Wagen Samstags abgeholt und bin direkt am Montag wieder in die Werkstatt da der 2. Gang und 4. Gang manchmal einfach rausrutschte. Das passierte hauptsächlich bei niedrigen Drehzahlen (<3000 U/min) und passierte häufiger nach runterschalten anstatt nach raufschalten. Man merkte zwischen den Schaltvorgängen auch einen deutlichen Unterschied, manchmal war es gut und der Gang rastete merklich ein und manchmal füllte sich der Schalthebel an wie von einer Gummileine zurückgezogen. Der Citroen-Meister meinte es könnte daran liegen das alles neu ist und sich die Teile erst noch einlaufen müssten, ich sollte zunächst einmal ein paar tausend Kilometer fahren und dann weitersehen. Die ganze Geschichte zog sich dann bis zum Juli 2003 und einem Kilometerstand von ca. 80000! Es veränderte sich gar nichts, es wurde weder besser noch schlechter. Also bin ich im Juli zum ersten Mal zur Nachbesserung hin. Angesprochen auf ein Tauschgetriebe meinte der Meister das es das vermutlich nicht geben würde. Also erneute Reparatur, und was das heißt wissen die V6-Fahrer unter euch: Wieder alles auseinander bauen, und wieder ca. 2 Wochen kein Auto, da es angeblich wieder Probleme mit den Ersatzteilen gab. Getauscht wurden irgendwelche Synchronringe, der Meister vermutete einen Herstellungsfehler von ZF. Während der autofreien Zeit arrangierte ich mich übrigens mit meiner Freundin, da ein Wagen von der Werkstatt nicht zur Verfügung stand, ich nicht wusste ob mir ein Leihwagen zustand und ich außerdem ein sehr freundlicher Mensch bin der bis zu einem gewissen Punkt großes Verständnis hat. Den Wagen habe ich an einem Donnerstag Abend wieder abgeholt und bin am Freitag morgen gleich wieder hin! Was war passiert? Das Problem mit dem 4. Gang war immer noch nicht gelöst, was ich übrigens nach spätestens 2 km Probefahrt wusste. Der 2. Gang schien in Ordnung (Juhu). Weniger erfreulich war der Getriebeölsee in meiner Garage am Freitag morgen. Da waren über Nacht so ca. 1 Liter Getriebeöl ausgelaufen und es tropfte munter vor sich hin. Das konnte sich der Meister ja nun überhaupt nicht erklären, evtl. verrutschter Simmering!? Also Nachbesserung zweiter Teil. Dabei stand der Wagen diesmal ca. 1 Woche lang in der Werkstatt. Zeitgleich passierte ein Trauerfall in unserer Familie. Dies hatte zur Folge das wir mit dem Fiesta meiner Freundin bei 37°C ohne Klimaanlage 700 km nach Norddeutschland fahren mussten. Die Werkstatt wollte oder konnte mir keinen Wagen geben und um mich zu informieren ob mir nun ein Wagen zustand fehlte mir verständlicherweise der Nerv und auch die Zeit. Bei der erneuten Reparatur wurde dann nochmals der komplette 4. Gang gewechselt und das Getriebe war nach dem Zusammenbau auch dicht. Warum es vorher undicht war konnte mir niemand erklären. Damit sind wir bei der Gegenwart: Die Probleme mit dem 4. Gang waren nach der Reparatur etwas geringer (aber nicht weg), nach gefahrenen 9000 km ist wieder alles gleich schlecht wie nach der ersten Reparatur im Oktober 2002 und zusätzlich geht der Rückwärtsgang schlecht rein.

Die zweite Nachbesserung wurde übrigens seitens der Werkstatt nochmals über die Gebrauchtwagenversicherung abgerechnet, Schadensumme ca. 1000 Euro, was die Versicherung auch diesmal bezahlte. In meinen Augen ist das Versicherungsbetrug, zumal auch diese Reparatur nicht erfolgreich war. Der Hammer war, das die Werkstatt mir auch noch 20% vom Lohn berechnet hat (die Versicherung hat abhängig von der Laufleistung nur 80% vom Lohn gezahlt). Die habe ich selbstverständlich nicht gezahlt worüber der Chef der Werkstatt nicht sehr glücklich war. Bin übrigens in der Woche nach der letzten Reparatur (Anfang August) wieder hin und habe Bescheid gegeben das es vermutlich noch immer nicht 100%tig in Ordnung ist worauf mir der Meister antwortete das ja jetzt wieder Garantie drauf wäre und man dann evtl. doch mal nach einem Tauschgetriebe schauen müsse.

Leute, ich habe die Schnauze so was von voll!!

Und nun meine Fragen an die Peter Vs, Bachmayers, Gernots, Roberts, Stahls und alle anderen User dieses Forums:

1. Was sagt Ihr zu dem ganzen, sowohl aus technischer Sicht als auch aus rechtlicher Sicht? @Peter V: Du kennst Dich doch gut aus!

2. Steht mir bei einem weiteren Reparaturversuch ein Fahrzeug zu?

3. Kann ich zu einer anderen Werkstatt gehen, den Schaden reparieren lassen und die Kosten in Rechnung stellen?

4. Kann ich Schadenersatz, Ausfallgeld oder ähnliches geltend machen?

5. Was ist mit dem Tauschgetriebe? Muss das über CDAG in Köln laufen?

6. Durch Annahme der ersten Reparatur im Oktober 2002 und Bezahlung durch Real Garant (2500 Euro) ist die Citroen-Werkstatt einzig und allein verantwortlich, oder??

7. Habe ich jetzt wirklich noch Garantie (bzw. Gewährleistung) oder hat mich die Werkstatt jetzt so lange verar***t bis sie aus der Sache raus ist?

8. Was würdet Ihr tun?

Vielen Dank und nette Grüße von einem gefrusteten Xantia-Liebhaber

Frank

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Ich weiß ja das der Beitrag sehr lang ist und das Thema vielleicht auch kompliziert. Aber hat denn niemand sonst eine Meinung oder einen Rat dazu?

Speziell an Peter V: Ich habe den Eindruck das Du ein echter Experte auf diesem Gebiet bist, sowohl technisch als auch rechtlich! Kannst Du mir nicht helfen?

Grüße

Frank

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Hi Frank,

versuch es doch mal auf anderen Wegen:

1. Verbraucherschutzvereinigung

2. Schiedsstelle KFZ Handwerk

3. Anwalt (spezialisiert auf KFZ-Recht)

Die können Dir zur rechtlichen Lage sicher einiges sagen, und da es bei Dir ja doch um einiges Geld geht, solltest Du auch professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Zum technischen: Wenn so Sprüche kommen, wie: Das wird von alleine besser, das muss sich erst einlaufen etc., dann wird man mit ziemlicher Sicherheit grade verarscht.

Grüße,

Meiko

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Hallo Frank,

schade, das Dir die Freude an diesem eigentlich schönen Auto so versaut wird;

Ich würde Dir, sofern kein wirklich Sachkundiger hier helfen kann, dringend raten, einen Anwalt zu Rate zu ziehen. Selbst wenn Du keine RSversicherung hast, eine Beratung (erstmal) kostet nicht die Welt und so lange Du nicht über die juristischen Gegebenheiten wirklich sattelfest bist, hast Du leider sehr schlechte Karten.

Ich meine, alleine schon die Aussage Deiner Werkstatt, es gäbe kein AT getriebe, klingt nach Ver..sche. Die anderen Versäumnisse sind allesamt inakzeptabel, falsch eingebauter Simmerring, erfolglose Reparatur e.t.c. - kann Dir im Prinzip alles egal sein, was zählt ist daß die Werstatt eine voll bezahlte Reparatur durchgeführt hat und Du Anspruch darauf hast, daß das Teil anschliessend normal funktioniert.

Ob nun Du oder eine Versicherung oder Dein Grosvater die Rep. bezahlt hat spielt dabei überhaupt keine Rolle.

Ausserdem dürfte, in der Addition aller Reparaturen, die Rep. kosten womöglich schon über den Kosten eines Tauschteils liegen, meines Wissens nach hat damit die erkstatt ein Problem.

Aber leider kann ich Dir dazu keine verbindliche Auskunft geben, bin juristisch Laie .....allerdings im Lauf meines Lebens schon zweimal mit Anwaltshilfe gegen Werkstätten vorgegangen, obwohl ich mir, wie Du anscheinend auch, verdammt viel gefallen lasse bevor ich richtig aktiv werde,,,,,,,,

Noch ein kleiner Tip: evtl. könntest Du auch mal die Garantiueversicherung ansprechen, die das Ganze bezahlen durfte, was die von der Geschichte halten; da sie indirekt betroffen sind - vielleicht besorgen die eine rechtliche Bewertung des ganzen Vorgangs.

Wünsch Dir viel Glück..........

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Der Rat it dem Anwalt ist der beste, der hier gegeben werden kann. Die Lage ist reichlich kompliziert, da ein Konflikt zwischen den Leistungen der Garantieversicherung und der Gewährleistungspflicht für die sachgemäße Reparatur der Werkstatt besteht, das Ganze hier aufzudröseln würde den Rahmen gewaltig sprengen.

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