8. August 201313 J. Hallo Zusammen, manche Dinge muß ich wohl nicht verstehen... Ich habe bei meinem Ami Super die Zündkontakte erneuert,nachdem die alten anfingen ihren Dienst zu quittieren. Den Kontaktabstand habe ich wie auch bei meiner GS auf 0,4mm eingestellt. Super, auf dem Schlüsselschlag da, auch wenn er warm ist. ;-) Dann habe ich zur Kontrolle einen Schließwinkeltester angeklemmt. Ergebnis: 50° +-1°! Der Ami wie auch der GS bekommen aber 57°+-2°. Das wird auch nicht besser nach einer Kontakteinstellung auf 0,5, 0,45 und 0,35mm. Was läuft da verkehrt?? Wie gesagt, bei der Einstellung der Kontakte auf 0,4mm ist alles perfekt aber der Schließwinkel nicht korrekt. Wer weis da ev. eine Lösung? Besten Gruß
8. August 201313 J. Der Schließwinkel ist ja der Kontaktabstand. Insofern wundert mich wieso sich bei Abstandsänderung der Schließwinkel nicht ändert, 50° oder steht da doch 50% (manche Geräte zeigen das in Prozenten an) Bearbeitet (8. August 201313 J. von jozzo_)
9. August 201313 J. Moin Roman. Kleine (gemeine) Frage zu Anfang: Dein Schließwinkeltester war auf 4 Zylinder eingestellt ?? :) Wie steht der Verteiler, wenn Du den ZZP eingestellt hast (mittig am Langloch oder deutlich außermittig) ?? Falls außermittig, stimmte Deine Abstandseinstellung grob nicht. Welcher Verteiler ?? Hast Du den Kontaktabstand mit einer Blattlehre eingestellt ?? Falls ja, das ist leider etwas ungenau trotz aller Mühe. Wenn Du aus Deinen Schultagen (:)) noch ein Geodreieck hast, gehts viel genauer. Mit einem Ohmmeter oder einer Prüflampe mit Stromzufuhr stellt Du die Nocken so, dass zwischen dem Punkt offen-schließen und weitergedreht nach schließen-öffnen genau 57 Grad Drehwinkel liegen: das ist der Schließwinkel. Weiter zum nächsten Punkt offen-schließen müssen es dann exakt 90 Grad sein. Prüfe vorher die Verteilerachse, ob sie gut gelagert ist, also kein Seitenspiel hat. Das würde den Schließwinkel verfälschen. Ist der Schließwinkel eingestellt (mehrmals Messung wiederholen), dann Verteiler einbauen und spaßeshalber mit den Tester im Leerlauf wiederholen. Wenn das Messgerät wieder was anderes anzeigt, solltest Du über das Messgerät nachdenken . Wenn das Messgerät in Prozenten anzeigt, einfach umrechnen mit Basis 90 Winkelgrad = 100 Prozentgrad, also den angezeigten Prozentwert mit 0,9 multiplizieren; das ergibt den Winkelwert. Sollte bei wechselnder Motordrehzahl der Schließwinkel streuen, ist der Verteiler sozusagen "verschlissen" und der ZZP nicht mehr exakt einstellbar, weil er etwas "streut". Wenn der Verteiler streut trotz konstantem Schließwinkel, ist die Festigkeit der Stellmechanik der Unterdruckdose zu prüfen. Weiter sind die Fliehkraftfedern und die Leichtgängigkeit der Fliehkraftverstellung selbst zu prüfen (ist leider nicht ganz einfach)(leider haben die doch schon recht alten Verteiler da deutliche Schwierigkeiten). Wenn der ZZP exakt eingestellt ist (x Grad bei y Upm, Unterdruckleitung abgezogen), unbedingt abschließend den ZZP bei Leerlauf prüfen: abhängig vom Verteiler gibt es zwei verschiedene Leerlaufwerte (stehen in einem guten Reparturhandbruch drin, ggf. auf den Verstellkurven ablesen). Wenn der zu stark Richtung "spät" steht, sind die Fliehkraftfedern lahm und ausgeleiert. Wenn der zu stark Richtung "früh" steht, ist der Verstellmechanismus nicht ganz freigängig (Korrosion). Beides auch äußerlich erkennbar, weil dann der Verteiler irgendwie nicht wirklich mittig auf den Langlochaufnahmen der Nockenwelle sitzt. Das Ganze hier gilt mehr für den Ducellier-Verteiler. Der Paris-Rhone (Kontaktkassette) ist serienmäßig ein Garant für Ungenauigkeit. Der Kondensator hat keinen Einfluss auf den Schließwinkel. Er ist verantwortlich für den sauberen Stromabriss am Unterbrecher, was die Lebendauer des Unterbrechers sicherstellt und die induzierte Zündspannung maximiert. Wenn der teilkaputt ist, läuft der Motor wie ein Sack Nüsse. Bei ganzkaputt springt der Motor kaum mehr an und ist völlig leistungsfrei. Es empfiehlt sich deshalb, den Kondensator gleich mit zu erneuern.
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