25. November 200322 J. Moin, trotz Nachwuchten der Sommerreifen und nun Umstieg auf Winterreifen komme ich dem Lankradflattern bei Ca. 120 km/h nicht bei. Mein Händler tippt auf die Gelenkwellen. Trotz möglicher Kulanz (30-36 MOn = 60% der teile übernimmt Citroen) wird das teuer. Prüfen am wagen kann man das angeblich nicht. Wer kann mir in der Sache raten? Vielen Dank, Frank Kocher
25. November 200322 J. Hi Frank, es gibt zwar nichts, was es nicht geben kann, aber eine Unwucht aus Antriebswellen ist mit das Allerunwahrscheinlichste, was es überhaupt geben kann, v.a. bei einem so neuen Wagen wie der C5. Die Prüfung am Fahrzeug geht schon. Dazu wird der Vorderwagen an den Querlenkern aufgesetzt, in NORMALER Fahrhöhe, und dann nur kurz die Freigängigkeit der Räder geprüft (Bremsen müssen ganz loslassen). Die Trägheit des Differenzials reicht aus, um die beiden Räder mit Motorkraft auf ca. 120 km/h GLEICHMÄßIG anzutreiben. Dann geht der Prüfer mit seinem Wuchtgerät an eine Seite und misst die Absolutunwucht (auch "dynamische Unwucht") und kann sie auch korrigieren. Nachteil des Ganzen: die Räder müssen immer in exakt dieser Stellung montiert werden. Das wird aber eine C-Werkstatt nicht können. Die korrigieren nur statische Unwuchten auf der stationären Wuchtmaschine. Für Wuchten am Fahrzeug fehlt denen das entsprechende Gerät. Das kann nur ein GUTER Reifenhändler. C-Werkstätten haben schon ein Problem, Höhenschläge zu erkennen und Räder richtig auf der Wuchtmaschine zu montieren. Manchmal sind sogar die Wuchtmaschinen selber außer Toleranz. Bevor da also irgendwelche teuren neuen Antriebswellen reinkommen, die dann möglicherweise "wieder schuld sind", wäre es erst mal besser, zu einem guten Reifendienst zu gehen und dort zuerst statisch und dann absolut (dynamisch) wuchten zu lassen. Wirkt allermeistens regelrecht Wunder. Schwierig wird es nur, wenn Dein C5 auch die unsäglichen Felgen ohne Zentrierloch draufhaben. Die sind ohne passenden Adapter überhaupt nicht stationär auswuchtbar, und falls doch, werden die Felgen so schlecht auf der Maschine montiert, dass der resultierende Höhenschlag des GANZEN RADES zu einer unsinnigen Wuchtkorrektur führt. Da bleibt eigentlich nur noch das Wuchten direkt am Fahrzeug. Gruß von P.
25. November 200322 J. >>es gibt zwar nichts, was es nicht geben kann, aber eine Unwucht aus Antriebswellen ist mit das Allerunwahrscheinlichste, was es überhaupt geben kann, v.a. bei einem so neuen Wagen wie der C5.<< na, ganz so unwahrscheinlich ist das nicht. bei einem neuen fahrzeug kommt es zwar eher nicht in frage, aber bei einem meiner cx'e war mal bei der langen welle das zwischengelenk relativ trocken gelaufen. reifenunwucht von 60-80 gramm ist nichts dagegen.
25. November 200322 J. Hi torsten, mein CX hat 333105 km mit den ersten Wellen.... Hi Peter, danke für die ausführliche Beratung. Die Reifen sind, wie gesagt, von zwei unabhängigen Händlern neu gewuchtet worden, nun sind Winterreifen drauf, es sit immer noch das gleiche. Trotzdem leuchtet mir ein, dass eine Wuchtung am Wagen zunächst billiger ist als neue Gelenkwellen. Wenn ich´s habe mache lassen, berichte ich mich mal. Dass die Wuchtmaschinen ausser Toleranz sind, kann ich aus früheren Erfahrungen bestätigen. Kleiner, billiger Reifenhändler... und das Autobahnfahren wird zur Freude! Frank
25. November 200322 J. Kleiner Nachtrag: Wenn die dynamische Wuchtung und Korrektur ausgeführt wurden, und das Flattern ist immern noch drin, wären die ersten Kandidaten die Radlager und die unteren Traggelenke, weil evtl. ein Rad am Taumeln ist. Das Radlager kann der Reifenhändler durch Kontrolle direkt ausschließen, indem er die Festigkeit des Rades vor dem Wuchten prüft. Die Traggelenke wiederum sind eher unwahrscheinlich, weil hier meist undefinierte Unwuchtverhalten auftreten, d.h. sie sind nicht in gleicher Weise reproduzierbar (mals flatterts mehr, mal weniger, mal nicht). Sollte der ganz unwahrscheinliche Fehler einer Unwucht der geteilten Antriebswelle sein, lässt sich das ganz einfach feststellen: rechtes Rad nach links und umgekehrt. Der Fehler verbleibt dabei auf an alter Stelle. Gruß von P.
25. November 200322 J. >..., lässt sich das ganz einfach feststellen: >rechtes Rad nach links und umgekehrt. Der Fehler verbleibt dabei auf an >alter Stelle. Hi Freunde! Gebe hier zu bedenken, daß besonders Winterreifen in der Regel eine Laufrichtung haben, was bei Nichtbeachtung auch zu beachtlichen Rütteleffekten führen kann. - Dann wäre der jeweilige Wechsel von hinten nach vorn deutlich vorzuziehen... ciao Andreas P.S.: will hier niemanden vorführen, aber das übersieht man schon mal...
2. Dezember 200322 J. Oops Freunde, wieder ne Menge gelernt. Eswaren NICHT die Gelenkwellen. Die Sache ist so trivial, dass ich mich schäme: 1. Mein "alter " Reifenhändler kann wohl nicht wuchten. 2. bei über 50 tkm im Jahr sollte man die Reifen beim Wechsel im Frühjahr und Herbst wohl auch neu wuchten lassen. Meine Sommereifen und auch die später montierten Winterreifen hatte ich ja nochmal nachwuchten lassen, allerdings die W-Reifen vor längerer Zeit. Weils bei beiden flatterte, suchte ich den grund woanders. Mein CIT-Händler wollte dann eben neue Gelenkwellen einbauen. ;-(( Aschenbecher voll, neues Auto muß her! ;-)) Oder: Alte Wuchtmaschine schafft Umsatz bei Gelenkwellen.... Andreas B hat noch einen Aspekt gebracht: Ich hatte die hinteren Räder auch verkehrt rum montiert. Bei früheren Michelin für mein Mopped hat man das auch gemacht: Auf der Antriebsachse richtig rum, auf dem Vorderrad, wo ja gebremst wird, anders rum. Beim C5 hatte ich Sie hinten falsch rum, aus der gleichen Überlegung heraus. Ausserdem hatten über die Diagonale 2 Räder 25 g Unwucht. Beste Grüße und Dank an alle, Frank Kocher
3. Dezember 200322 J. Na also .... Alles wird guuut. Sehr gut gewuchtete Räder laufen lebenslang ruhig, ohne jedes Nachwuchten. Das erfordert nur eine gewisse Feinfühligkeit und Genauigkeit des Reifenmonteurs. Reifen in verkehrter Laufrichtung laufen genauso wuchtig wie richtig rum. Eventuell ist das Laufgeräusch etwas rauher. Gruß von P.
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