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Stadtentwicklung Immobilienmarkt Paris vergangene 30 Jahre


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Hallo zusammen,

ich vor vor kurzem eine recht interessante Reportage über den Wohnungsmarkt in Berlin gesehen.

Dabei viel auch die Bemerkung, dass sich Berlin wohl so entwickelt wie Paris vor 30 Jahren.

Nun war ich auch schonmal in Paris und habe gesehen, dass Wohnraum da teuer ist aber wie genau ist die Entwicklung da abgelaufen ?

Wir haben ja viele Frankreich Kenner hier im Forum und vielleicht kennt sich da jemand aus.

Speziell interessiert mich ob es in Paris auch Großindustrie gibt und ob es überhaupt die Möglichkeit gibt in Paris selbst Mieten von 1.500€ + X zu erwirtschaften.

Ich versuche einfach heraus zu finden wie sich der Immobilienmarkt voraussichtlich entwickeln wird.

Im Vergleich mit Hamburg oder München zum Beispiel gibt aus meiner Sicht viel weniger bzw. so gut wie gar keine Möglichkeiten ein Einkommen zu erwirtschaften mit dem man Mieten im 4-stelligen Bereich locker stemmen könnte.

Gab/gibt es sowas in Paris ?

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Dazu mal meine völlig subjektive und nicht repräsentative Beobachtung:

In Paris lebten sozial schwache Mitbürger schon vor 30 Jahren in winzigen Wohnklos unterm Dach, ohne Aufzug, mit undichten Dächern und Fenstern und nicht richtig funktionierender Heizung, Wasserver- und -entsorgung. (Ich hab noch die abenteuerlich-gefährliche Elektroinstallation vergessen.)

Natürlich vorausgesetzt, sie taten dies in einem innerstädtischen, zentrumsnahen Viertel.

Trotzdem ging für die Miete ein überproportional großer Teil des Einkommens drauf, der starke Einschränkunge in anderen Lebensbereichen nötig machte. (Wir haben damals als Studenten öfters bei einer sympathischen, alleinstehenden Frau, die in Vollzeit erwerbstätig war, übernachtet. Etwas ähnlich ärmlich-bedrückendes hab ich selten in einer modernen, westlichen Stadt gesehen.)

Daran wird sich in den vergangenen Jahrzehnten wenig geändert haben.

In Berlin leben sozial Schwache dagegen nicht selten in geräumigen Altbauwohnungen, die geschmackvoll saniert und mit neuen Bädern, eingerichteter Küche und gläsernen Aufzügen auch im 2. Hinterhof ausgestattet sind. Das Ganze zu so günstigen Preisen, wie ich sei in keiner westdeutschen Großstadt je kennengelernt habe. Gewiss steigen die Mieten inzwischen auch in Berlin, der Abstand zu Städten wie Hamburg, Frankfurt, Köln oder München scheint mir aber immer noch beträchtlich.

... Speziell interessiert mich ... ob es überhaupt die Möglichkeit gibt in Paris selbst Mieten von 1.500€ + X zu erwirtschaften...
Sollte es Dir eher um Investmenttipps gehen, so empfehle ich Dir hier im Forum die Goldanlageberater, die sind aber hauptsächlich im Euro-Untergangsthread (läuft schon seit Jahren und wird auch noch ganz lange laufen! :)) zu finden. ;) Edited by Juergen_
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Ich hab mir mal den Spaß erlaubt und mal geschaut.

Grundlage: 3 Personen Hartz 4

Mietzahlung der Arge 584.-€

Immobilienscout angeschmissen :

Eingabe 2-3 Zimmer , 55-60qm, bis 500 Kaltmiete ( Warm schwankt bei ca + 100 bis 200.-€)

Berlin gesamt .

Ausgespuckt wurden 171 Angebote.

Nur auf die Innenstadt beschränkt 18 Angebote

Wenn ich das dann noch mit Altbau Filter sind es noch satte 21 Angebote in Berlin.

Innenstadt 15.

Möge jeder selber die Tendenz für sich interpretieren.

Wenn ich davon mal ausgehe das eine dreiköpfige Familie mit nur einem Verdiener so um die 1200.- - 1500.-€ Netto + 184.- Kindergeld hat, werden die Aussichten für diese Gruppe nicht viel besser.

Edited by Frank M
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Jürgen. Die schick sanierten geräumigen Altbauwohnungen die Du ansprichst sind Wohnungen die irgendwann in den frühen 80ern modernisiert wurden und dank Altveträge noch sehr günstig sind. Aber genau die sind jetzt Spekulationsobjekte die

die Gentrifizierungs und Verdrängungsdebatte ausgelöst haben.

Edited by Frank M
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Na, das kenn ich aber auch aus den 90ern aus den ehemaligen Ostbezirken, z.B. Friedrichshain und Prenzlauer Berg.

Stimmt , mit den Bezirken fing es an. Speziell P-Berg . Es ist aber auch bekannt was für sozialen Unmut die Entwicklung

dort ausgelöst hat. Im Fall Friedrichshain Kreuzberg wird bei den Protesten und Wiederständen gegen Sanierung auch immer auf P-Berg als Negativbeispiel hingewiesen.

Wie ich schon mal an anderer Stelle erwähnt habe birgt die Verdrängung die Gefahr das sich Gettos bilden ähnlich wie auch in Paris. Was die für einen sozialen Zündstoff haben konnte man in den letzten Jahren in den Nachrichten verfolgen.

Es bleibt die Frage wollen wir das ? Will unsere Regierung das ? Es bleibt spannend

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Vielleicht ist es in F aber auch nicht möglich, sein Geld in Immobilien zu "verstecken". Dies wird ja in D immer häufiger gemacht, daß Wohnobjekte als Anlageobjekte saniert werden und somit immer hochpreisiger werden, da ja Mod-Kosten auf die Miete und Inst.-Kosten ebenso angesetzt werden können. Erstere eben nur teilweise.

Somit steigen die Mietkosten auch für nur maler-sanierte Objekte eben an.

Und diverse Anlageberater, mal von Alfred E. Neumann abgesehen, haben ihrer Klientel eben riesige Renditen und wunderschöne Abschreibungen versprochen.

Und die Klientel ist drauf angesprungen.

Ich habe sowas in Dresden-Neustadt erlebt. Die war, wie Weimar, irgendwann totsaniert und der Flair war weg.

Dann ist es schlicht von der Größe der Stadt und der Anzahl der Hip-Bezirke abhängig, wann das Leben dank fehlender Sanierung wieder zurückkommt.

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Ich denke das Hauptproblem liegt darin das die Stadt Berlin vor 14 Jahren so pleite war.

Sparen bis es quietscht war das Motto.

So weit so gut. Wat mut, dat mut.

Die Stadt war mal der größte Vermieter. Inzwischen sind fast alle Mietobjekte und Liegenschaften verkauft.

Die wurden versilbert. Ne Silber ist noch zu wertvoll. Sie wurden regelrecht verscherbelt.

Was natürlich Spekulanten angezogen hat, wie Blut Haie.

Die paar die übrig geblieben sind, sind Viertel die eh keiner hätte haben wollen.

Beim Verkauf hat man nicht berücksichtigt was das für Auswirkungen haben kann.

Es wurden zwar inzwischen Werkzeuge wie Milieuschutzgebiete eingerichtet, aber ob die Wirkung zeigen bleibt abzuwarten. Denn eigentlich sind die viel zu klein.

Obwohl es schon vor über 10 Jahren stimmen gab, wie z.B. den renommierten Stadtsoziologen Häusermann von der HU Berlin, der vor einer negativen Entwicklung gewarnt haben.

Letztens hat jemand sogar von koloniealisirung Berlins gesprochen.

Find ich zwar persönlich nen krassen Ausspruch , aber der Vergleich ist nicht ganz doof.

Edited by Frank M
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Ja es geht mir in der Tat um ein lukratives Investment ... aber dazu müsste ich eben die Stadtentwicklung vorausahnen können.... und das fällt mir eben schwer.

Kaufen/Verkaufen kann man immer.... ggf. auch mit Gewinn ... das ist mir klar.... das Problem dabei nur: Wenn ich 2018 eine Wohnung kaufe und dann selbst drin wohne .... und diese Wohnung dann 2025 verkaufen will... weil ich halt einfach umziehen will... dann ist die Frage ob ich diese Wohnung in diesem Jahr gewinnbringend am Markt plaziert bekomme. Zum einen kann der Immobilienmarkt in dem Augenblick schwierig sein.... zum anderen kann ich aber auch einen "komplizierten" bzw. "speziellen" Nachbarn haben. Wenn der dann gleich die Interessenten begrüßt dann will u.U. keiner mehr die Wohnung haben .... schwierig.

Das in Berlin die Wohnungen bisher günstig waren ... keine Frage.... aber wie gesagt... München, Hamburg, Frankfurt haben Industrie ... da kann man auch ein entsprechendes Einkommen erwirtschaften ... aber Berlin ? Sehe ich nicht.

Da war ein Rechenbeispiel in einer Reportage da faselte die Makleron irgendwas von wegen 33% des Haushaltsnetto für das wohnen.

Nehme ich jetzt mal eine Warmmiete von 1300€ pro Monat an... dann müsste das Haushaltsnetto bei 3.900€ liegen..... nicht schlecht... den Job hätte ich auch gern.

@CX-Fahrer: Fläche ... keine Ahnung....hab mir halt nur gemerkt was die Wohnung kostet... und das sind halt 1.000€ bis 1.500€ Warmmiete im Monat.

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Aber zurück zum Thema:

Kann man ungefähr sagen wie viel Prozent der Wohnungen in Paris unter 1.000€ Warm im Monat kosten und wie viele darüber ?

Gibt es Leerstand bei den "Luxuswohnungen".... funktioniert der Immobilienmarkt ?

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Aber zurück zum Thema:

Kann man ungefähr sagen wie viel Prozent der Wohnungen in Paris unter 1.000€ Warm im Monat kosten und wie viele darüber ?

Gibt es Leerstand bei den "Luxuswohnungen".... funktioniert der Immobilienmarkt ?

Wo willste denn hin in Paris? Ist angenehm groß die Stadt der Liebe. Mehr so ins Postkartenimage, also Zentrum, dort tummeln sich die Schönen, Reichen u leistungslosen Einkommensbezieher. Im Januar 2013 (Mali Einsatz) sogar mit spazierenden Soldaten und geladener Knarre, damit die Touris entspannt flanieren konnten. Die Jungs stiegen sogar in die vollbesetzte Metro zum Schichtwechsel. (Stellte ich mir lustig hier in Allemania vor, wenn da der Barras mit Knarre mitfährt.) Ich vermute also NULL Leerstand, da bis 20.000 pro qm bereits 2011 an der Schampus Allee schon drin waren.

http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article11988460/In-Paris-kostet-der-Quadratmeter-bis-zu-20-000-Euro.html

Was immer geht sind

http://www.studenten-wg.de/F%3A%20Paris,mietspiegel.html

da kostet der Quadratmeter aktuell 38 € für EIN Zimmer, 2008 waren es 25. Also zahlst Du 577 € pro Monat für EIN Zimmer.

Für eine 2 Zimmer Whg aktuell 1418 Ocken.

Wenn Du neugierig bist, fährst Du abends aber mal mit der letzten Metro zum Beispiel Richtung Osten in die Banlieus . Da findest Du noch hier u da Leerstand, obwohl der laufende Meter ungarischer Abstammung ja alles „kärchern“ wollte u damit gewählt wurde. Nachts brauchts auch weniger Strassenbeleuchtung, da gerne Autos brennen.

http://www.bpb.de/internationales/europa/frankreich/152511/problemgebiet-banlieue

Seinen Sohn wollte er übrigens zum OB von La Défense machen, Bangsterviertel im Westen.

http://www.kirchner-immobilienbewertung.de/blog/la-defense-bei-paris-einfacher-wirds-nicht

Für Deine Geldanlagehoffnung eher schwierig, da die großartige Wirtschaftspolitik bei uns in D dazu geführt hat, dass es null Zinsen mehr auf Erspartes gibt u die großen Investmentfonds der Banken in Betongold investieren um den wenigen bald superreichen Kinderchen mit Erbanspruch auch zukünftig die Taschen ordentlich voll zu machen. Unterstützt werden die Banken erfolgreich von unseren Politikern, z. B. unserem ehemaligen (NRW Landes-)Finanzminister Hartmut Linsen – richtig, der war neulich etwas unrühmlich in der Presse, da er nicht so ganz korrekt…, (u Spezi des nuschelden Smarten, der 2005 mit dem Slogan "Wir - er meinte bestimmt sich - müssen den Gürtel enger schnallen" Minipräsi wurde.) der die landeseigenen Wohnungen mal eben vertickt hatte, da in denen halt eher Basis orientierte Mieter ihr bescheidenes Zuhause hatten u entsprechend wenig Rendite ins Landessäckel brachten. Muss offensichtl sein, dass staatl Institutionen auch noch Geld, Geld, Geld abwerfen. Die größte europäische Volkswirtschaft zieht die anderen Länder der EU natürl mit, hehe.

Nun habe ich einen der Mietverträge des neuen Eigners mal in den Fingern gehabt und unter dem schönen Namen“ Whitehall“ den eigentl Investor herausgefunden. Es ist Goldmann Sachs

http://de.wikipedia.org/wiki/Goldman_Sachs

die nun sicherlich in dem Ruf stehen, verantwortungsvoll sozialen Wohnungsbau zu betreiben. Hatten wir das nicht schon mal irgendwann?

Zitat aus Wiki: Am 4. Dezember 1928 wurde die „Goldman Sachs Trading Corp.“ gegründet, ein geschlossener Investmentfonds, dessen Geschäftsmodell Ähnlichkeiten mit einem Schneeballsystem aufwies. Der Investmentfonds scheiterte während des Börsencrashes im Jahre 1929, und die Unternehmensreputation war für einige Jahre stark beschädigt.[12]

Heute natürl undenkbar, da sich die Geldhäuser strengsten Regeln unterwerfen, freiwillig.

Füchse, wie unsere Politiker nun mal sind, haben sie aber rasch eine Mietpreisbremse (2014) installiert, die leider leider nicht so richtig greift, da sie die aktuellen Mieten (egal wie hoch) als Basis nimmt. Aktuell werden Renditen von 5,8 % in Städten, die noch nicht so von Immogesellschaften überrannt wurden u ansonsten 8% per Anno erzielt. Da gibt’s ordentl Schenkelklopfer bei den ganz wenigen Sesselfurzern in Frankfurt, London u Paris bzw. Usa, für Millionen v Mietern auf der anderen Seite eher ….Hüstel.

Also, wenn Du richtig raffen willst, kannste das auch bei uns, nur fürchte ich, dass Dein Startkapital gegen AXA, Barclays, UBS, Meryll Lynch (u ne Handvoll andere) nicht wird ausreichen. Solltest Du bei den Investmentgesellschaften investieren wollen darfste das dann wahrscheinl ab etwa 1 Million …

Ich meine Dich nicht persönl, bestimmt nicht, wollte nur Dein (berechtigtes) Interesse als Aufhänger nehmen, mich über Habgier aufzuregen. Ist mir alles zu monetär u die Spitze der Pyramide lacht.

Wolfgang

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von seinem einkommen schaetzungsweise 1/4 bis 1/3. allerdings leben zwei verdiener im haushalt (das ist "haushaltsnetto"), damit wird das noch mal kleiner.

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ein freund von mir wohnt im 14. arrondissement auf etwas mehr als 40qm fuer ca.1200 euro. warm oder kalt kann ich jetzt nicht sagen.
Na, passt exakt zu meiner Beobachtung.
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