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Unangekündigter Warnstreik des Anlassers


ringelhuth
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Hallo Experten,

muss Euch heute von einem kuriosen Ereignis mit meinem BX 19 Break berichten. Nach einer teils nächtlichen Fahrt von München nach Frankfurt mit mehreren kurzen Stopps hab' ich am Mittwoch meinen Silberfisch über Nacht geparkt, am nächsten Morgen sprang er nicht mehr an. Alles leuchtete beim Einschalten der Zündung, mit dem Startversuch erlosch die Lightshow, kein Mucks, kein "Klack".

Nach einem vergeblichen Versuch, die Karre fremdzustarten (gleicher Befund) hab' ich den guten alten ADAC gerufen. Der sehr freundliche Mechaniker ("Das ist aber ein schönes Auto, sowas hatte ich ja noch nie...") tippte auf "hängenden Anlasser", hieb, nachdem er mich um Erlaubnis gefragt hatte, ein paar Mal mit dem Montiereisen (!) mittelstark auf den vermeintlichen Übeltäter - und das Auto sprang an, als wäre nie was gewesen. Auch gestern auf der Rückfahrt nach München keine Probleme mehr. Übrigens auch keine Warnleuchten unterwegs, allerdings begleitet mich seit einiger Zeit ein ganz minimales Flackern von Licht und Instrumentenbeleuchtung, das hier schon an anderer Stelle beschrieben wurde. Regler?

Nun meine Frage - war das ein einmaliger Ausrutscher, ein dummer Zufall? Ich hatte, soweit ich mich erinnern kann, bisher nie Probleme mit dem Anlasser, bei keinem meiner BXe (allerdings diverse Male mit der Lima)... . Oder kündigt sich da eine größere Sache an. Und wenn ja - lohnt es sich, den A. zu reinigen und eventuell "gangbar" zu machen, oder sollte am besten gleich ein neuer her? Wie gesagt, gestern auf der Rückfahrt (allerdings nach nur kurzen Stopps und daher bei immer warmem Motor) keine Probleme beim Starten.

Freue mich auf Einschätzungen, Erfahrungen usw.

Danke und viele Grüße

R.

PS: Auto hat knapp 100.000 Kilometer auf der Uhr, die Batterie ist aus dem Jahr 2011 und war bisher immer unauffällig... .

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Guest Thunderstorm Technologies

magnetschalter

ausbauen zerlegen und reinigen kann für einige zeit besserung bringen ...erfahrungsgemäß würde ich mir beizeiten einen ersatzanlasser ins auto legen

....man kann natürlich auch noch ein paar monate die hammermethode anwenden ;)

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Der Magnetschalter deines Anlassers "hängt" manchmal und spurt dann nicht ein. Daher dreht der Anlasser dann nicht.

Durch leichte Schläge auf den Magnetschalter kann man diesen zur Mitarbeit überreden. Das ist natürlich keine echte Lösung. Du solltest dich schon mal nach einem überholten Anlasser umsehen.

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Es gibt theoretisch zwei Szenarien:

1. eine Kohle hängt, der Magnetschalter bekommmt seine Masse oft über die Hauptwicklung

2. der Anker des Magnetschalters ist eingelaufen und klemmt. Man könnte ihn nachbearbeiten, evtl. um 180° drehen, schmieren

Beide Fehler werden üblicherweise durch einen Anlassertausch behoben. Siehe Vorschreiber. Der Fehler kommt erfahrungsgemäß wieder und zwar immer öfter.

Edited by -Ludwig-
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Es ist ein BX 19 Break, d.h. er hat den DKZ-Motor bei der die Ansaugbrücke den Zugang zum Anlasser im Vergleich zu anderen XU-Motoren extrem erschwert. Aus diesem Grund würde ich bei diesem Wagen direkt einen neuen Anlasser verbauen, da der Aus- und Einbau des Anlassers jedesmal mit dem Aus- und Einbau der Ansaugbrücke verbunden ist - nicht gerade wenig Arbeit. Angesichts des Preises für diese Anlasser lohnt sich die Zerlegung des Altteils ohnehin nicht...

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Wie prophetisch, Eure Worte... . Eben "kalt" zu starten versucht - das gleiche Malheur. Paar Schläge auf den Magnetschalter, dann ging's wieder, leider nur bis zum nächsten Supermarkt, da konnte ich ihn dann rollen lassen. Naja, so ist die Sache wenigstens eindeutig. Da ich mir einen Anlassertausch selbst nicht zutraue, werde ich wohl meine Werkstatt kontaktieren. Ersatzteil ist hoffentlich kein Problem... .

Danke bis hierher!

Viele Grüße

R.

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Es ist ein BX 19 Break, d.h. er hat den DKZ-Motor bei der die Ansaugbrücke den Zugang zum Anlasser im Vergleich zu anderen XU-Motoren extrem erschwert. Aus diesem Grund würde ich bei diesem Wagen direkt einen neuen Anlasser verbauen, da der Aus- und Einbau des Anlassers jedesmal mit dem Aus- und Einbau der Ansaugbrücke verbunden ist - nicht gerade wenig Arbeit. Angesichts des Preises für diese Anlasser lohnt sich die Zerlegung des Altteils ohnehin nicht...

man kann auch beim DKZ den Anlasser ohne Aus- und Einbau der Ansaugbrücke tauschen. Es geht von unten. Dazu muss der Ölfilter ab und ein oder zwei Kurbelgehäuseentlüftungsschläuche (muss man vorsichtig sein, falls versprödet), es reicht, diese auf die Seite zu schieben. Die drei Anlasserbefestigungsschrauben kann man von oben lösen (evtl. Luftfilterkasten, Batt. und/oder den Ansaugkrempel rund rum rausnehmen). Den Anlasser kriegt man dann nach unten raus, wenn man zuvor die rückwärtige Befestigungsplatte abbaut. Das geht ohne größere Verrenkungen. Beim Rausnehmen des alten Anlassers darauf achten, die eine Zentrierhülse nicht zu verschludern (ist bei einer der drei Befestigungschrauben).

Ich hab das mal so in der Tiefgarage exerziert, nachdem die Hammerschlagmethode nicht mehr funktioniert hat, was damals ziemlich schnell ging. Natürlich habe ich das erst nach ein Tagen bemerkt, das nix mehr zu machen war, zwischenzeitlich war die Kiste natürlich in der TG in Tiefststellung abgesunken, und eine der größeren Herausforderungen war es dann, einen anlassertoten bäuchlings liegenden BX aus Tiefststellung reparaturtauglich aufzubocken. Ölfilter ab war übrigens harmlos, da kamen nur 3 dröppel Öl und dann war Ruhe. Einen ISKRA-Ersatzanlasser würde ich nicht empfehlen - meiner fängt seit diesem Sommer bei Hitze an, gelegentlich zu hängen. Jetzt kanpp 2 Jahre alt. Scheint aber nur der Magnetschalter zu sein, während beim alten Anlasser eher die Schleifkohlen gestorben sein dürften (war damals ein immer müderes Anspringen, wie bei einer schlechten Batterie).

Gruß, Andreas

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...war halb so wild, auf einer Bühne müsste das eigentlich ein Spaziergang sein... ;-)

bei der Ansaugbrückenvariante hat mich damals gestört, dass da soviel Krempel dranhängt...

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Ahem, wenn ich nicht mobil sein müsste und eine Garage hätte, in der es wenigstens Strom gibt, und wenn ich sagen wir mal drei Tage lang gar nichts sonst zu tun hätte, würde ich die Operation wagen. Andreas, ich nehme an, dass Du, mit bereitliegendem Ersatzteil, nicht länger als maximal einen halben Tag gebraucht hast, oder?

Viele Grüße

R.

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Ahem, wenn ich nicht mobil sein müsste und eine Garage hätte, in der es wenigstens Strom gibt, und wenn ich sagen wir mal drei Tage lang gar nichts sonst zu tun hätte, würde ich die Operation wagen. Andreas, ich nehme an, dass Du, mit bereitliegendem Ersatzteil, nicht länger als maximal einen halben Tag gebraucht hast, oder? Viele Grüße R.

ja das kriegst du schon so hin. zeitlich ich kanns nicht mehr genau sagen, das war damals im März oder was in einer noch winterkalten Tiefgarage, notgedrungen Feierabendschrauberei im Dunkeln mit Taschenlampe, daher nur kurze 1h-Sessions, an vielleicht 3 Abenden oder so.. . der Tausch an sich geht eigentlich recht schnell. Zum Lösen der Festhaltung hinten und ich glaube auch des Massekabels brauchst Du mit der Variante von unten einigermaßen schlanke bewegliche Finger, kompakte ratschenschlüssel waren dabei auch ganz nützlich.... wenn du es von unten machst, besorge dir noch passende Schlauchschellen für die Wiedermontage der Kurbelgehäuseentlüftungsschläuche, die originalen Schellen zerstört man u.U. (sind evtl. keine schraubschellen) -- und sei vorsichtig mit diesen Schläuchen, die gibt es angeblich nicht mehr...

Gruß, Andreas

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Nimm' die Ansaugbrücke runter, das geht schneller und ohne Bühne. Neue Krümmerdichtungen kosten nicht viel und das Ding abzubauen ist weniger riskant als die ganzen Schläuche unten am Motor abzunehmen und dauert auch nicht länger. Nebenbei kann man den Anlasser so auch erheblich leichter aus- und einbauen.

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Finde ich schön (keine Ironie!), dass Ihr mir das zutraut, ist auch sicher keine Hexerei und einigermaßen entspannt, wenn man was anderes zum Fahren hat - aber da ein Unglück selten allein kommt (unaufschiebbare Reparaturarbeiten an einem verwitterten Wintergarten, ein ganz anderes Thema!), hab' ich die Sache jetzt doch delegiert, obwohl sich beide Varianten irgendwie "easy" anhören (keine Gefahr herausrutschender Antriebswellen oder festbetonierter Sechsunddreißigermuttern).

Danke nochmal für Eure Expertisen!

Viele Grüße

R.

PS: Wo der/das "Outback westlich München" liegt, wüsste ich ja gern. Grins. Fahre öfters mal M - A usw., hab' aber noch nie einen BX auf dieser Strecke gesehen, naja, sonst ja eigentlich auch nicht mehr... .

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