Wat is denn hier los?
Also abgesehen davon, dass wahre Künstler jederseit bereit sind, tot umzufallen, wenn sie jenseits der sechzig sind, sollte ich jedwede Art von hommage nicht zu Ernst nehmen. Wolfgang, ich würde nun gerne schimpfen und mich in einen barhäuptigen und übergewichtigen (Shakespeare hat sich solche Männer wegen ihrer Umgänglichkeit gewünscht, aber das könnt ihr Sitzenbleiber nicht wissen) verwandeln, und mein "I put a spell on you" auf jeden Knilch, der mir nicht die Hand küsst, ablassen, aber ich meine außer, das die Ballade schön klingt, was bringt mir das?
Ein Schuldirektor hat es einmal so formuliert, "dem Günter, dem fliegt alles zu", und so ist es. Nehme wir heute: gerade komme ich einer meiner Musen, vor 20 Jahren nannte ich sie Konkubinen.
Es verhält sich nun so, ich bin absolut treu und tue und tat immer alles für meine Ehefrauen und Kinder, aber die Monogamie ist wider meine Natur. Bevor ich jetzt über Sex rede, kurz zu dem, was mir zufliegt. Auf dem XM-Jahrestreffen, habe ich diese zwei jungen Polen beobachtet, die in Deutschland XMs für über 6000€ verkaufen,wie sie reparieren. Ich will es kurz machen, wir wollen schließlich noch zu wichtigsten Nebensache der Welt kommen, obwohl, das wird dann altersbedingt noch kürzer.
Also meine Zentralverriegelung ging auf und dann sofort wieder zu. Hier im Forum wurde das schon diskutiert. Sie haben keine Lösung gefunden, außer das komplette Schloss zu wechseln. Durch die Polen und ihren Umgang mit Plastik habe ich nun heute folgendens geschafft: Schloss ausgebaut, das Teil, das repariert werden müsste ist komplex und zusammenhängend, also Zerstörung dieses Plastiksteils, dann gelötet und danach mit Zwei-Wege-Komponenten (wie man Hartplastik schweißt, klebt, etc. damit habe ich mich die letzen Wochen beschäftigt) wieder zusammengefriemelt. Die Zentralverriegelung funktioniert wieder.
Zur Belohnung bin ich dann heute schon zum zweiten Mal in dieser Woche zu meiner Muse. Ich mache mir nichts aus Sex und Geld, aber mein Alter, mit dem ich mich zeitlebens nur gefetzt habe, der auch mit über neunzig keinen Gedanken an schweizer Sterbehilfe verschwendet, geht am Ende jedes Besuchs von mir an seinen Sekretär und schreibt mir einen Verrechnungsscheck. Der letzte hatte fünf Ziffern. Da mein Herz wie Montalbans Carvalho politisch links schlägt, und es sich bei mir darüberhinaus wie beim Privatdetektiv so verhält, dass spätestens nach dem dritten Besuch mit einer Damen aus dem horizontalen Gewerbe (die Wirklichkeit ist vertikal, außer der Boris Becker Besenkammernummer in 23 Sekunden und der Vorstellung - das ist ganz wichtig - es kostet mich jetzt 6 Millionen Pfund, es tut mir leid, es steht so schlimm, anders kann er nicht mehr kommen), in eheähnlichen Verhältnissen lebt. Glaubt mir, es geht nicht von mir aus, sie wollen mit mir reden. Entschuldigung, wo war ich, und worauf wollte ich hinaus?
Ach so, warum sollte ich schimpfen?
Das Leben ist schön!
P.S. (Für Handwerksgesellen - Schlußbemerkung)
Ihr solltet das in den Klammern stehende nicht lesen, dann doch, einen Tag über das in der Klammer nachdenken, dann wieder alles ohne Klammer lesen, aus beiden sich einen Reim machen, dann eine Woche in Urlaub fahren und an gar nichts denken.
Mir abschließend eine angemesse kluge Frage stellen, aus der ersichtlich wird, dass ihr meine Anweisung befolgt habt.