Richtig, dabei war ich froh, dass die sinnlose im-Stand-in-den-Begrenzer-Jagerei vorbei ist... Krach, Lärm, und völlig sinnbefreit... aber da hat Hendrik schon Recht, das hat unser schöner größter Autohersteller mächtig versaut, die ganze Geschichte. Ist schon ein bisschen zum kotzen... zumal es ja öfter auch Probleme nach sich zieht, selbst wenn keine Fehler abgelegt sind. Wenn ein Diesel viel in der Stadt rumgurkt oder selten hohe Drehzahlen sieht (was bei manchem Modell ja auch überhaupt nicht mehr nötig ist, volles Drehmoment knapp über Leerlauf sei Dank) und sich dann in der Abgasanlage abgelagerte Rußklumpen lösen, und jeden Meßvorgang versauen, und man 20 mal den Wagen in den Begrenzer himmelt, und sich fragt, was dieser Blödsinn soll... Der Rat ist dann natürlich, das Auto erstmal ordentlich "freizublasen". Man muss also genau das machen, was ja sonst überhaupt keiner mehr will - sinnlos rumfahren, sinnlos viel Gas geben, sinnlos Diesel verbraten, sinnlos Abgase auswerfen. Damit alle zwei Jahre bei einer idiotischen, praxisfernen Messung punktuell gute Werte auf dem Papier stehen. Applaus.
Wahrscheinlich die beste Lösung.
Naja, fairerweise muss man sagen - gerade in Prüfstationen, wo mal etwas mehr los ist, erzeugt das Stress und Zeitdruck, wenn man schon weiß, dass die Abgasuntersuchung ewig dauern wird, das ist natürlich nicht besonders motivierend. Ich versteh die Jungs da schon. Es geht schließlich nach Autos pro Tag/Monat, und nicht wie lange eine Prüfung dauert. Letzlich machen sie auch nur ihren Job, und der Großteil ist schon fair und auch kulant. Wer natürlich versucht zu bescheißen, irgendwelche MIL abklebt oder Mängel vertuscht, der hat dann auch den zweiseitigen Bastelbogen zur Nachkontrolle verdient.