Der C6 wird für mich zunehmend zum Luxusobjekt. Bislang hat er vor allem auf der Autobahn gute Dienste geleistet, aber dort fahre ich immer weniger. Eigentlich nur mehr alle 2-3 Monate. Für den Landbetrieb ist der C6 einfach zu schade, zu kostspielig und zu groß. Deshalb werde ich mich wohl nächstes Jahr endgültig von ihm verabschieden, auch wenn er mittlerweile ohnehin fast nur noch von meiner Frau gefahren wird, die auch bei bestem Willen (und den hätte sie, denn nichts mag sie weniger, als im Auto hinterm Lenkrad zu sitzen und Zeit mit Nichtstun zu vergeuden) mangels öffentlicher Infrastruktur nicht auf Öffis umsteigen kann.
Das Model 3 ist ins Auge gefasst, aber vielleicht wird's preis- und vernunftbedingt "nur" ein Sion, i3 oder DS3 Crossback. 250-300 reale Kilometer sind für mich mehr als ausreichend. Ich fahre vor allem in Begleitung keine 150 Kilometer am Stück ohne Pause. Letztens wieder zu viert nach Wien mit einer 10-minütigen Klopause und einer halben Stunde Kaffeepause auf 240 Kilometern. Der Ioniq hat aber auch mir noch eine Spur zu wenig Reichweite als Erst- und Einzigauto und ist auch im Innenraum für mich einfach zu asiatisch, aber generell ein weitgehend unterbewertetes E-Auto, das mit einem etwas größeren Akku noch wesentlich mehr Potential hätte.
Natürlich wird ein Fahrzeug mit 150-200 Kilometer Reichweite für einen Außendienstler noch länger keine wirkliche Alternative sein, auch wenn's theoretisch vermutlich mit weniger Einschränkungen verbunden wäre, als man meinen möchte und der Firma auch deutlich günstiger käme im Unterhalt. Auch/Gerade im Außendienst braucht man unterwegs Pausen, will man nicht jeden Abend völlig ausgebrannt wieder daheim ankommen und gerade entlang der Autobahnen wird die Schnellladeinfrastruktur zunehmend besser. Aber da ist der Ioniq wohl tatsächlich noch der falsche Begleiter. Ein Model 3, Kona oder Niro würden aber vermutlich auch im Außendienst schon in vielen Fällen gut passen.