Ich hab mich vor einiger Zeit schon mit dem Thema beschäftigt:
Ich bin begeisterter Hobbymodellbahner und stelle auf meiner Modellbahn verschiedene Epochen von Mitte der 60er Jahre bis heute dar. Ich verwende dazu nicht nur die zeitrichtigen Eisenbahnmodelle, auch die Häuser und die Automodelle müssen dazupassen. Bei den Automodellen achte ich aber auch auf die zeittypsiche Farbe. Zugegeben, das gilt selbst in Kreisen der eingeschworenen Modellbahnern schon als etwas irre, aber dadurch hab ich mich schon vor Jahren mit Statistiken zu den PKW Farben, beschäftigt.
z.B.:
1968, 33 % weiss, bzw. hellbeige, 15 % grau, 15 % blau, 13 % rot, schwarz ganz am Ende mit grade mal knapp 1 % (Taxis, Leichenwagen...)
1980, 23 % rot, 18 % grün, 13 % grau, 13 % weiss, 12 % blau, schwarz mit 2 % noch immer nicht stark verbreitet
2012, 33 % schwarz, 30 % grau, 12 % blau, 10 % weiss, 5 % rot, 3 % grün
was auffällt sind für mich 2 Tatsachen:
1. ab etwa 2000 sind die beliebtesten Autofarben immer düsterer geworden
2. die so gerne als typische 70er Jahre Autofarben präsentierten Farben Gelb und Orange, hat es zwar gegeben, waren aber im alltäglichen Straßenbild bei weitem nicht so stark vertreten wie uns das heute bei Youngtimertreffen vorgemacht wird.
Meiner Meinung nach, ist die Farbe der Autos und der Mode stark von der Lebenseinstellung der Menschen abhängig. Die späten 60er, die 70er und auch noch die 80er waren eine Zeit der Offenheit, des Aufbruchs und des Glaubens "Alles ist möglich". Wir fliegen zum Mond, es gibt ein Flugzeug das Überschallgeschwindigkeit fliegt, es gibt Eisenbahnen die 250 fahren. Das Auto ist ein Teil Lebensfreude! Und man will auch mit dem Auto gesehen werden. D.h. helle Farben, große Fensterflächen.
Die 2000er Jahre, wir wissen "Nicht Alles ist möglich", die allgemeine Beurteilung der Zukunft ist deutlich düsterer. Autos werden dunkel, die Fenster werden kleiner. Die höchste und edelste Form der Fortbewegung ist das Fahrrad
Ob die Zukunft wirklich schlechter wird, oder es sich nur um die Wahrnehmung, die letztendlich auch durch die sogenannten sozialen Medien beeinflusst wird, entzieht sich meiner Glaskugel.
Zum Abschluss:
"Früher was Alles besser, sogar die Zukunft"
LG aus Wien