Mir gefällt Deine Beziehung zur Herrschaft
und meiner Anerkennung, sich nicht dem Überwachungssystem, selbst in Ausübung des notwendigen Broterwerbs zu unterwerfen, sei gewiss; ich gönne Dir noch viele geschlagene Schnippchen mit grinsend antagonistischen Schuldeingeständnissen in unserer kapitalkonformen Gesellschaft. Wobei das zunehmend schwieriger werden dürfte, hörte ich doch von dem Fahrer des alten T4, der per Kamera in DO (ob Mallinckrodtstr, Borigplatz, ich weiß es nicht mehr), vom Vollzug zur Vorlage seiner grünen Plakettenberechtigung aufgefordert wurde. Nix mehr Knollenlilly, gefühlskalte Roboter, Algorithmen. Hastig das Auto abgemeldet…
Hingegen kam mir mein Gedanke,
geriatrische Erotik der Sicht der Geschwister, Kinder und Eltern von mitunter blutjungen Gespiel(inn)en in den neualten Kolonien,
wenn die verschwitzten, schwabbeligen und fahlblass verbrauchten Urlaubsleiber der westlichen Geldgemeinschaft aus den Bumsbombern steigen,
zu vermitteln,
unangenehm vor.
What shalls.
10.000 Rotschals, Anhänger Macrons, (warum denk ich jetzt an CDUcsuSPDgrüneFDP) hatten Samstag die 69.000 Gelbwesten „gründlich satt“ (letztere Zahl fand wenig Beachtung) bei uns im öffentlich Rechtlichen. Folgendes passte auch nicht rein:
„Hübsch und nett, bißchen ironisch.“
„Antisemitisch!“
„Häh? Was ist daran antisemitisch? Seh‘ ich nicht.“
„Es ist zweien der vehementesten Kritikern der Gelbwesten,
die junge Generation kann sie übrigens nicht ausstehen,
gewidmet.“
„Ach was, und? Wem?“
„Daniel Cohn-Bendit, Star des Mai 68 und
dem neuen alten Philosophen Bernard-Henri Lévy.“
„Häh?“
„Sind doch Juden, Du Blödkopp.“
Macrons Gesprächsangebot im Rahmen einer Debattenkultur an die Gelbwesten, die tatsächlich inzwischen einfach nur mehr Demokratie, z B. in Form von Referenden, fordern bis Ende März,
was direkt als nicht ehrlich gemeint identifiziert wurde,
gab’s schon mal so ähnlich zur XVI. Ludwigs Zeit, als der geplünderte Staat wie heute immer schwerer zu regieren war. Die Berater, vergleichbar mit unseren Denkfabriken und Wirtschaftskanzleien, hatten sich allerdings verrechnet in ihrer Annahme, die unteren 95% der damaligen Stände würden sich nicht äußern, da sie u. a. nicht schreiben und lesen konnten. Es kam zum Ballhausschwur.
https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/geschichte/artikel/politische-und-wirtschaftliche-ursachen-der-franzoesischen
Erwähnenswert finde ich weiter die Bindung des CFA (bis 58 stand dafür die Bezeichnung Colonies Françaises d’Afrique) zum Euro. Eingeführt vom franz. Kolonialherren als imperiales Machtinstrument um die „freiwillige Knechtschaft“ durch Ausbeutung, z. B. durch Total, der Rohstoffe von grob 155 Millionen Afrikanern zu gewährleisten, wurde die Währung zuletzt von Frankreich einseitig, ohne Konsultation der jeweiligen Staatschefs, um ein Drittel abgewertet, d. h. die Menschen in den französischen Kolonien (pardon, Ex) bekommen viel weniger (Importwaren) für ihr Geld, werden zwangsläufig (noch) ärmer. Da es in Afrika inzwischen auch Smartphone u TV gibt, würden mich (massive) Gelbwestenproteste von dort nicht überraschen. Lebte Franz Fanon noch „Die Verdammten dieser Erde“ - daraus: „Verlassen wir dieses Europa, das nicht aufhört, vom Menschen zu reden, und ihn dabei niedermetzelt, wo es ihn trifft, an allen Ecken seiner eigenen Straßen, an allen Ecken der Welt …“ - er würde uns Frontex u alle Legitimationen schlicht um die Ohren hauen.
Was noch fehlt ist m. E. ein Blick auf die nicht konzerneigene und konzerngesteuerte Berichterstattung:
https://www.nachdenkseiten.de/?p=48752
Gruß
Wolfgang