Die neue Federung schwebt zwar nicht ganz so wie die HP, kommt aber sehr nah dran. Mich erinnert die neue Federung ein bißchen an die Ausgleichsfederung der A-Modelle.
Die neue Federung hoppelt nicht über kurze Wellen wie die HP, was vor allem ab BX sehr auffiel. Sogar die Ausgleichsfederung der A-Modelle hat kurze Stöße besser geschluckt als die HP. Die neue Federung kommt ohne Hochdruckleitungen aus, die kontinuierlich Öl bis in den letzten Winkel des Fahrzeugs drückt. Die neue Federung kommt ohne mechanische Stellglieder und ohne elektronische computergesteuerte Module aus.
Nachteil der neuen Federung ist, wie damals bei der Ausgleichsfederung, die fehlende Niveauregulierung. Wobei man sich bei der Ausgleichsfederung zur Not mit dem serienmäßigen Gewindefahrwerk behelfen konnte.
Die HP war und ist ein Wunderwerk der Technik. Sie wandelte sich vom rein mechanischen System in den 30ern zum hochkomplexen rechnergesteuertem Hochleistungsfahrwerk - vom einfachen System im TPV und M35 zum hochkomplexen System im Xantia Activa und C6. Mit einem "C6 Activa" wäre sie am Ende ihrer Entwicklung gewesen - aber auch sehr komplex. Die HP war ein besonderes System, um zu zeigen, was in Zusammenspiel von Mechanik und Elektronik in den jeweiligen Jahren technisch möglich war - man schaue sich mal die Rechnerleistung des AMVAR im C6 an. Ich finde, die HP hat sich selber überholt. Heute sind sollche Leistungen möglich, ohne 5l-Hydrauliköl mit 180bar Dauerdruck zu betreiben. Beispiel: Magnetfederung.
Erst war ich auch sehr skeptisch, als sie die HP einstellten und das neue Fahrwek präsentierten - am Nachhinnein glaub ich, daß das der richtige Schritt war.