Ob in Stadt oder Land lebend, blöd sind sie alle - der Mensch an sich, unvollkommen (ich bemühe mich, schlimme Worte zu vermeiden, wo immer es geht). Das Kriterium der Intelligenz taugt nicht, um diese zwei Menschenarten zu unterscheiden.
Es geht allein darum, was man aushalten kann. Die vom Land offensichtlich nur sich selbst.
Der Städter aber hält alles aus, die Party beim Nachbarn, den Klang des Martinshorns, fremde Küchengerüche, das Stöhnen einer, die kommt, obwohl er damit nichts zu tun hat.
Alles reine Nervensache.
Nun will ich nicht die Städter höher aufs Podest stellen, nur weil sie mehr vertragen oder einstecken können, und eine Stadt ohne Frage weit über eine Ansammlung von einigen zufälligen Häusern, die nebeneinander stehen, ohne zu wissen, warum sie das tun, einzuschätzen ist, sondern auch unsere sensiblen Landeier loben, die in seizmographischer Zwanghaftigkeit jeden Tag das Idiosynkrasiebarometer an ihrer Bretterbude ablesen, und penibel darauf achten, dass alles seine Ordnung hat.
Wer weiß, wofür es gut ist.