Im Zwischenraum
gen abends mit dem Birkenreiser
die Tenne fegen,
auf das eine Ordnung sei
zwischen Mensch und Tier
In dem Fall zwischen Mensch und Maschine, damit ich überhaupt bereit war, etwas zu tun, musste die „Situation“ beruhigt werden. Das Startproblem kam zurück, und es siffte, wenn der Motor lief.
Ständig hinten das Rad ab- und anzuschrauben ging mir fürchterlich auf den Keks. Mein neuer Wagenheber kommt im Tiefstand leider nicht unter einen drucklosen Citroen Tieflieger.
Also zwei Holzböcke zusammengeleimt und genagelt, die ich innen vom Rad hinten links und rechts ansetze, so dass mein Wagenheber darunter passt. An den undichten Rücklauf kam ich, nach genauerer Betrachtung auch ohne Radabnahme.
Wenn ich über Arbeitsbedingungen rede, die gewährleistet sein müssen, damit man überhaupt bereit ist, anzufangen, so kommen mir immer die Worte eines jungen Mannes aus dem sowjetischen XM-Forum in den Sinn, als er glücklich über seinen heruntergerittenen „Neuerwerb“ sagte: „Jetzt ziehen wir uns zurück in meine Garage und genesen ganz langsam.“ Ja, mit Wohl und Wonne fällt das Schrauben leichter.
Wie in meiner Jugend, als die Tenne gefegt war, ging ich die nächsten Tage immer frohgemut ans Werk. Denn ich tappe grundsätzlich nicht in die Falle von den Tagträumern, die sich einen CX oder XM kaufen und ihn, wie ein Nachbar von mir seine zwei alten Audi Quattro, die einfach nur rumstehen, nichts als angeglotzt werden, derweil die Besitzer sie anhimmeln und schöne Ausflugsfahrten imaginieren.
So nicht!
Ein Mensch der lebt, verfügt über Energie,
nicht gleich viel an jedem Tag, macht nichts, wichtig ist, sie bewußt wahrzunehmen. Nach diesem Aufspüren kommt der nächste Schritt:
du musst der Energie eine Richtung geben,
in dem Fall ist es die Reparatur. Also keine Motorengeräusche vorstellen, sondern sich auf die einzelnen Schritte des Arbeitsvorganges konzentrieren und, jetzt psychologisch wichtig, mögliche Schwierigkeiten vorwegdenken, auch das eventuelle „Nicht-weiter-kommen“ einkalkulieren.
Eines muss verstanden werden: wenn du etwas getan hast, das Problem aber im status quo verblieb, so ist das trotzdem ein Fortschritt (übrigens auch für das Objekt, die Erklärung dafür würde hier den Rahmen sprengen). Selbst wenn du eine neue Baustelle aufmachst, weil dir etwas kaputt ging, so bist du doch schönen Motorgeräuschen und Ausflügen näher, als derjenige, der jahrelang nur verträumt auf sein Objekt schaut.
Etwas das noch nicht funktioniert, ist besser, als etwas das nicht funktioniert.