Die 70er hab ich als jugendlicher Beifahrer überlebt, unangeschnallt auf dem Rücksitz, später auch auf dem Vordersitz und gelegentlich bei Urlaubsfahrten sogar auf dem umgelegten Rücksitz ans Schlauchboot gekuschelt. ...in DS, GS, Saab 99 und Rancho ...und als Radfahrer ohne Radwege
Die 80er, da bin ich 83 vom Fahrrad ins Auto umgestiegen, manchmal war ich schnell, manchmal eher so wie Heute unterwegs (der Skandinavienurlaub 85 hat mich wohl etwas geprägt) und manchmal war ich viel zu schnell.
Gesteigert hat sich das dann nach der Wende Anfang der 90er, keine Polizei jenseits der Grenze und das zog sich bis etwa 1993 so hin, da war ich eine regelrechte Pistensau.
Die Wende erklärt übrigens auch den Anstieg in der Grafik des ADAC, da kamen die Ostdeutschen dazu, die mit den stärker motorisierten Autos anfangs komplett überfordert waren ...zum Teil. ...und natürlich weil ihnen auch teilweise der letzte Schrott angedreht wurde ...und natürlich die Westler die im Osten dann richtig die Sau rausließen, so wie ich, nur das ich keinen Unfall gebaut hab aber das war teilweise auch Glück. ...und gerade die Autobahnen nach Berlin waren bis Mitte der 90er so richtig Gefährlich.
Nachdem wir ja alle wider Voraussagen den Jahrtausendwechsel überlebt haben, die Verkehrstoten und alle anderen die da abgekratzt sind mal ausgenommen, man verzeihe mir meine Wortwahl, begann dann auch meine Laufbahn als Kurierfahrer und ich lernte das gerade auf Langstrecken die effektive Durchschnittsgeschwindigkeit zählt und nicht wie schnell man kurzfristig fahren kann
...und seitdem hab ich das bis auf einige kleine Ausnahmen auch so beibehalten. Seit etlichen Jahren vermeide ich Bußgelder indem ich mich einfach an die Regeln halte und wenn man das erstmal eine Zeit macht dann ist das eigentlich auch gar nicht schwer.
Ich brauche keine Assistenzsysteme und ich will die auch nicht!