Kennt ihr das auch, die Spannung und Aufregung, wenn man einen günstigen Hydrauliker kauft. Welche Kugeln werden dort wohl angeschraubt sein, und wieviele davon sind platt oder noch gut?
Mit jedem Hub am Federkugelprüfgerät steigt die Erwartung... Dank an dieser Stelle an Eric!
Druckspeicher (am Druckregler) waren bei meinen ungefähr zur Hälfte tot. Auch bei Fahrzeugen, die angemeldet waren und gefahren wurden. Auch mit frischem TÜV. Und (nachweislich) "scheckheftgepflegt".
Bremsdruckspeicher ("Antisinkkugel") entweder noch Originalausrüstung. Oder mal gewechselt. Leider nicht immer mit dem Schlagschrauber. Alternative Ausbaumöglichkeiten sind offensichtlich: Kofferraumblech nach oben hin ausbeulen, um die Kugel festhalten zu können. Oder gleich die Flex auspacken und die Halterung zerschnipseln. Diese muss dann natürlich wieder an Ort und Stelle zusammengebruzzelt werden. Halterung abschrauben ist ja auch nicht mal so eben gemacht (wenn die Schrauben abreißen, muss man bohren - entweder Achse raus oder Winkelaufsatz für Bohrmaschine).
An der Federung hab ich gefunden:
Defektes Hydractive "repariert" mit CX-Kugeln, oder Comfort-Kugeln.
Einen 16V Break mit Xanterl-Kugeln vorne.
Einen V6 mit hinteren Radkugeln an allen vier Ecken.
Einen 2.5er mit Multilayer-Vorderachskugeln an allen vier Ecken (eine merkelwürdige, aber willkommene Entdeckung)
Sehr häufig waren nicht korrekte Radkugeln verbaut.
Graue Originalkugeln standen nicht besser da wie Nachbaukugeln. Originale Multilayer hatte ich noch keine mit Defekt, voller Druck oder nur wenige bar unter Soll. Die schlechteste war eine Hydractivekugel, von 70 auf 60 bar runter nach 215tkm und 22 Jahren. Originale Kugeln mit normaler Membran hab ich keine "ganze". Die hab ich entweder tot gefunden, oder mit Ventil, zumeist aber schon ausgetauscht.
Bei mir haben sich mittlerweile jede Menge Kugeln angesammelt. Und die Lust am Experimentieren steigt. Zuallererst möchte ich mir ein "Prüfgerät" bauen, um die Dämpfung in den Kugeln experimentell zu ermitteln. Mehr als die Bypassbohrung in der Mitte kann man ja so nicht ausmessen (und das findet man ja auch zB in den carnets de poche). Dazu verwende ich einen Mini-Bohrersatz: https://www.amazon.de/gp/product/B00V6K6MBE/ Ziel soll es sein, die Kugeln untereinander vergleichen zu können, um zielgerichtet etwas weichere, etwas härtere oder gleichwertige Alternativen zu finden. Die Versorgungslage wird ja nicht besser. Ich schaue mich ja auch so langsam bei C5/C6 Kugeln um, vor allem auch, um haltbare Alternativen an der Hinterachse verbauen zu können.
Ein Fahrzeug möchte ich gern etwas weicher machen (2.1TD), und für ein durchgeknalltes Zukunfts-Projekt (TCT mit 250-300PS) was härteres.
Und ich bettele erneut: Wer über Unterlagen verfügt, was die eingeschlagenen Nummern auf den Dämpfereinsätzen der Originalfederkugeln bedeuten, bitte um Kontakt!
Meine schnell zusammengewürfelte Liste soweit.
Gruß,
Michael