Ich hatte ja gefragt woher diese Zahlen kommen... Jetzt habe ich gerechnet: In Wirklichkeit sind es nicht 0.33 bzw 0,46 sondern 3,30% bzw 4,60% Tote! Oder, da man die Sterblichkeit gewöhnlich auf 1000 Individuen bezieht, müsste man von 33 bzw 46 Toten sprechen. Mann, Mann, Mann! Alles muss man hier nachrechnen. Manchmal habe ich das Gefühl, die Aufforderung zum selbst-überprüfen diene nur gerade dazu, dieses zu verhindern, indem man eben eine besondere Sicherheit versucht auszustrahlen. Aber worum ging es eigentlich? Um unterschiedlich schwere Krankheitsverläufe und unterschiedliche Sterberaten in verschiedenen Ländern? Nein! Es geht im Grunde um die Behauptung, dass der Lockdown in Deutschland unverhältnismäßig und unnötig gewesen sei. Und jetzt rechnet IHR mal bitte nach: Die USA haben 17 mal mehr Todesfälle als Deutschland zu beklagen (154.000 zu 9.200), bei nur um den Faktor 3,95 größerer Gesamtbevölkerung (328 Mio zu 83 Mio). Das heißt, dass in den USA relativ zur Bevölkerung 4,3mal soviele Tote wie in Deutschland zu beklagen sind. Ich folgere daraus, dass in Deutschland ohne den Lockdown auch (ca, in der Größenordnung) 30.000 Menschen mehr gestorben wāren! Und für mich ist jedes Menschenleben wertvoll! Und natürlich hätten noch viel viel mehr Menschen stationäre Behandlung und Intensivbehandlung benötigt. Ob unser ach so tolles Gesundheitssystem das wohl verkraftet hätte? Ich glaube eher, wenn Ärzte jeden Tag Triage-Entscheidungen über Leben und Tod zu treffen hätten, würden viele Ärzte und auch Pflegekräfte ihren Job aufgeben oder sogar Suizid begehen. Andere hätten bei solch einer Welle komplett die Arbeit verweigert. Ich behaupte, der wirtschaftliche Schaden bei einem so schweren Ausbruch, wie er glücklicherweise in Deutschland verhindert werden konnte, wäre viel größer als der zugegebenermaßen iauch große wirtschaftliche Schaden, den wir jetzt haben. Aber ich kann und will nicht Menschenleben gegen Geld aufrechnen. !