Stimmt aber auch wieder nur zum Teil - viele Raffinerien beziehen tatsächlich externen Strom, beispielsweise weist das die Bayernoil auch explizit in ihrem Umweltbericht so aus, dass zumindest die Hälfte des Stroms von Dritten stammt (was mit rund 250GWh auch nicht allzuwenig ist). Auch in der Förderung setzen mittlerweile viele Ölfirmen auf externe Stromerzeugung, nicht auf Verstromung des eigenen Öls (Windkraft in Norwegen, PV in Texas und Arabien etc. - ist zynischerweise billiger, als das geförderte Öl zu verstromen). Aber tatsächlich gibt es hier keine wirklich aussagekräftigen Untersuchungen und viel zu viele unterschiedliche Szenarien - auch nicht über den zusätzlichen Stromverbrauch am Transportweg (Pipelines etc.).
Die 1,6kWh/l Benzin halte ich aber auch nicht für sonderlich belastbar. Allerdings ist aber eben meiner Einschätzung nach in den bisherigen Untersuchungen dazu längst nicht alles eingerechnet, was wirklich bei Förderung, Transport, Raffinerie und Verteilung an direktem Stromverbrauch anfällt.
Wie man's dreht und wendet, der Gesamtenergieverbrauch bei Nutzung eines E-Autos liegt deutlich unter einem Verbrennungsmotor, auch die Emissionsbelastung ist daher geringer und findet vor allem nicht in den urbanen Räumen statt, sondern außerhalb und zumindest hierzulande unter optimaleren Voraussetzung der Verbrennung, als das jeder mit seinem eigenen Motor bewerkstelligen kann - zumeist sogar mit dem Zusatznutzen der Kraft-Wärme-Kopplung.