Wenn man für einen funktionierenden Autopiloten wirklich Bilder und andere Daten an eine Cloud übermitteln müsste, dann hätte es längst geknallt, bis der Server die Daten empfangen, verarbeitet und dann die Antwort wieder ans Auto gesendet hätte.
Das aktuelle Fahrgeschehen hat unbedingt auf Sensordaten zu basieren. Sogar die - spurgeführte und gut abgesicherte (Schranken...) Eisenbahn verzichtet nicht auf Streckenbeobachtung, und fährt, wenn die Zugsicherung ausfällt, auf Sicht.
Dummerweise gilt im Strassenverkehr immer Fahrt auf Sicht. Selbst wenns nur eine Sekunde dauert, um Daten an eine Cloud zu senden, zu verarbeiten, und wieder zu empfangen, so ist das viel zu lange. Ein Mensch reagiert in einer halben Sekunde oder weniger, wenn er aufmerksam ist.
Big data hat nur den Zweck das System weiterzuentwickeln. Da muss keiner mitmachen, der nicht will, damit die Systeme besser werden.
Und dass Europa deswegen abgehängt würde, befürchte ich aus zwei Gründen nicht. Einerseits gibts genug Technikbegeisterte wie Dich, denen nur big data wichtig ist und alles andere erstmal egal. Andererseits kann eine gute und verlässliche Datenschutzgesetzgebung eben auch ein Vorteil sein. Gibt heute schon massig IT-Kunden, denen daran liegt, dass ihre internen Daten möglichst nicht nach USA oder China gelangen. Das hat Gründe, und die fallen nicht weg, bloss weil man dem Wahn erlegen ist, binnen weniger Jahre autonom fahren zu können.