Das mache ich sehr gerne. Anbei ein erstes Bild des Volvo gleich nach der Übernahme. Mittlerweile sind die Alu-Winterräder drauf. Innen Volleder schwarz. Jahrgang 07, einer der letzten der 1. Serie Facelift (Baujahr 03-07). Frisch ab Service und MFK, alle Reifen von 2017/18. Einzig die Batterie hat vom langen Rumstehen gelitten, vielleicht erholt sie sich wieder vollständig. Und in spätestens 2 Jahren werde ich wohl das Getriebe vorsorglich spülen lassen. Derzeit schaltet es aber einwandfrei.
Der XC70 hat ein 2-stufig verstellbares Fahrwerk. Auf Stufe "Komfort" federt er wirklich gut und sehr weich. Bei schnell aufeinanderfolgenden scharfkantigen Unebenheiten, bei seitlich versetzten Wellen oder auf Tramschienen besser als mein alter C5 II. Nur das weiche Nachschwingen fehlt und speziell auf der Bahn abhängig vom Belag kommen wenige feine Vibrationen durch, die die HP eliminiert hat. Dazu muss ich allerdings sagen, dass der C5 mit den alten Originalkugeln und verschlissenen Federbeinen zuletzt nicht mehr auf der Höhe war. Dennoch bin ich überrascht, wie klein der Unterschied ist. Dazu muss man auch sagen, dass ein V70 oder XC70 ohne verstellbares Fahrwerk straffer, aber auch nicht unangenehm federt, konnte ich auch schon ausprobieren. Sitze, Haptik und Verarbeitungsqualität sind mindestens eine Klasse besser.
Interessant ist für mich auch der Vergleich der Motoren, die sehr ähnlich sind: Der Volvo hat den 5-Zylinder 2.5T-Benziner, der mit 210PS und 320 Nm Drehmoment ähnliche Leistungswerte hat wie der V6. Meiner hat einen HEICO-Chip, und damit schiebt er im Vergleich zum V6 vor allem bei mittleren Drehzahlen spürbar kräftiger an. Der Chip soll ca. 20% mehr Leistung und 30% mehr Drehmoment bringen. Die ca. 150kg Mehrgewicht, der permanente Vierradantrieb und die mit sehr viel Schlupf arbeitende 5-Gang Geartronic kosten allerdings Benzin, das ist der grosse Wermutstropfen. Aber ich lerne dazu, der Verbrauch ist von zunächst knapp 11 auf 9.5 Liter gemäss BC runtergekommen. Dennoch einen guten halben Liter mehr als beim C5 mit vergleichbarem Fahr- und Streckenprofil. Wenigstens garantiert der 72 Liter Tank eine gute Reichweite. Ausserdem reagiert die Geartronic spürbar schneller beim Überholen als der Aisin-Automat, das gibt zusätzliche Sicherheit. Das Schaltverhalten ist weich und so ist das von mir bevorzugte Cruisen sehr angenehm, auch bezüglich Fahrgeräusche.
Erstes Fazit: Das Fahrgefühl der beiden Autos, so unterschiedlich sie auch sonst sind, ist überraschend ähnlich und man ist mit beiden unaufgeregt und trotzdem zügig unterwegs. Sehnsucht nach einem deutschen vergleichbaren "Premium-Kombi" kommt jedenfalls nicht auf. Der Volvo ist für mich so gut, dass er mich den schweren Abschied zu meinem C5, der in neuen Händen für den Winter weiterfährt, vergessen macht.
Die Bordelektrik (Navi, Bordcomputer etc.) ist eher altertümlich, da war das RT3 moderner. Dafür hat es viele Drehregler statt komplizierten Untermenüs. Für mich noch sehr gewöhnungsbedürftig ist noch die Bedienung des Navis mit versteckten Bedienelementen am Lenkrad oder einer Fernbedienung. Doch Schritt für Schritt löse ich die "Bedienrätsel" und wunder mich immer wieder, wie wirklich jeder Hersteller seine "Bedienschrulligkeiten" einbaut.
Über Platz müssen wir nicht sprechen, da müsste man fairerweise die Kombis miteinander vergleichen. Mit den vielen Fenstern und dem eckigen Design ist die Fuhre hell und übersichtlich, und ansonsten hat's noch die Piepser, die helfen. Wendekreis ist in etwa gleich. Und er ist schmaler als mancher "Kompakt"-SUV.