Ich verstehe deine Frage nicht so ganz.
Die DIRAVI wurde wegen Ihrer Vorteile gegenüber einer normalen Servolenkung gebaut. Diese sind vor allem die Entkoppelung des Lenkrads von der Radaufhängung (keine störenden Schläge im Lenkrad spürbar) und die hydraulische Verriegelung der Lenkung, d.h. auch die derbste Strassenunebenheit, ein Reifenplatzer oder gar ein Abflug in den Graben kann dir das Lenkrad nicht aus der Hand reißen.
Nachteile hat die DIRAVI natürlich auch, z.B. die völlige Gefühllosigkeit der Lenkung, die es unmöglich macht, mit den Händen zu erfühlen, was sich z.B. bei rutschigem Untergrund mit der Haftung der Reifen verändert. Da muss dann das Hydropneumatik-geprüfte Popometer einspringen. 😀
Die Geschwindigkeitsabhängigkeit hat die DIRAVI nicht per se, sondern die wurde quasi nachträglich über den Fliehkraftregler und die Herzscheibe dazu konstruiert. (Eine Servolenkung ist ebenfalls nicht per se geschwindigkeitsabhängig, gabs früher meist nur bei höherwertigen Autos.)
Ja, aber offensichtlich nur über das mechanische Backup. Man sieht, dass sich von den beiden sich gegenüberstehenden Zahnrädern dasjenige, das zur Zahnstange zeigt, immer nur mit gehörigem Spiel, also mit Verzögerung bewegt. Im Betrieb müssen die Räder quasi verzögerungsfrei synchron laufen, sonst wäre das Auto kaum fahrbar. (Abschleppen eines DIRAVI-Autos ohne Hydraulikdruck dürfte eine Herausforderung sein: extreme Lenkkräfte und extremes Spiel im Lenkrad)
Die DIRAVI IST eine Fremdkraftlenkung, definitiv. Wäre sie nicht zugelassen, wie hätte sie dann eingebaut werden können? So kriminell waren die créateurs d'hydraulique dann auch wieder nicht. 😄