Also, wenn ich heute per E-Mobil auf die Reise gehe, dann noch ins Ausland, dann sollte ich besser genügend Zeit in die Ladeplanung einrechnen, welche Ladekarte ich brauche und an welcher Ladesäule ich mit welcher Karte günstig bzw. vernünftig lade und wo ich abgezockt werde. Diese Karten muss ich genügend Zeit im Voraus beantragen, meine Daten mal wieder hinterlassen etc etc. OK, vielleicht geht's teilweise ja auch über App. Da sich das täglich ändern kann, jeden Abend bei einer Reise die nächste Tagesetappe am Vortag nochmals abchecken.
Und dann muss ich noch Alternativen bereithalten, da die E-Tanke ja auch defekt (meist wird es wohl der Kartenleser sein) oder zugeparkt sein kann.
Ausgerüstet mit 1-2 Kabeln, verschiedenen Adaptern und vielleicht 3-4 Karten und/oder Apps von verschiedenen Anbietern kann's dann losgehen.
Oder ich stell mir für gut 20k ein E-Mobil für die Kurzstrecke hin, das kann ich in der Firma oder zu Hause laden, und behalt den Volvo für die Langstrecke. Weder wirtschaftlich noch ökologisch sinnvoll.
Dann doch länger warten, sparen und Tesla kaufen? Da lade ich zwar auch nicht zum billigsten Tarif, aber ich hab ein Navi, dass mich bequem zum Supercharger lotst, abhängig vom Verbrauch. DAS ist etwa so einfach wie tanken heute. Und so sollte es dann schon sein, insbesondere dann, wenn man geschäftlich unterwegs ist und keine Zeit für das Suchen der passenden Ladesäule plus Anfahrtsweg dorthin hat.
Unter diesen Gesichtspunkten scheidet für mich auch ein E-Mobil mit einer Praxisreichweite unter 350km aus, wohl wissend, dass man die Batterie für deren Gesundheit so viel wie möglich zwischen 20 und 80% halten soll.
Ja, (möglicherweise) etwas "extrem" dargestellt. Aber ist das die Zukunft ? Für mich derzeit leider noch nicht, auch wenn ich eigentlich lieber schon heute Stromer statt Verbrenner fahren möchte.