Das ist eben so, wie das Beispiel mit der roten Ampel. Da darfst Du selbst dann nicht bei Rot durch, wenn in einem 250km-Radius kein Leben existieren würde. Man nennt das eine abstrakte Gefahr, was da entsteht, wenn man sich nicht an die Regel hält, weil keiner da ist, den dieses Verhalten gefährden könnte. Logik: Du hast nur vorn am Kopf Augen, und dass man, warum auch immer, wen übersieht, passiert jeden Tag. Hat mit der menschlichen Wahrnehmung und Neurologie zu tun.
Warum man das nicht überall einführt? Ich kanns nur vermuten. Ich nehme an, es hat was mit der erwartbaren Verkehrsdichte zu tun.
Da muss man dann eben als Gesetzgeber unterschiedlichen Situationen Rechnung tragen. Am Wochenende kanns auch in einem Park bei schönem Wetter zu einer Menschenansammlung kommen, die man in Zeiten von Corona nicht haben will. Im Dunkeln, bei Schneefall und sibirischen Temperaturen dann halt eher am anderen Ende der gleichen Strasse mit den Geschäften... Stellt man jedesmal situativ die Schilder um, ist absehbar, dass man a) mal zu langsam ist und b) kritisiert wird, dass es keine verlässlichen, stabilen Regeln gebe. "Mal mit, mal ohne Maske. Kann man doch nicht ernst nehmen..." bis hin zu "Willkür!". Erst recht, wenn die Schlder auch nur einmal nicht situationsgerecht umgestellt werden.