Der Daihatsu Copen ist witzig, aber das ist eher so ein Sammlerstück, und fürs Bergdorf eher etwas zu tief. Zudem gabs den lange nur mit dem originalen Japan-Turbo-Vierzylinder und Rechtslenkung. Das sind dann 650 Kubikzentimeter mit Turboaufladung. Knappe 70PS. Das ganze dann mit einem Öl- und Filterwechselintervall von 5000km. Das ist nicht wirklich für europäische Verhältnisse gebaut, aber ein schönes Show- und Spassfahrzeug. Er ist sehr eng und eigentlich für die durchschnittlich etwas kleineren Japaner gebaut. Einsteigen muss man mehr oder weniger mit Hilfe eines Schuhlöffels, und wenn man dann merkt, dass der Windschuztscheibenrahmen auf Augenhöhe liegt, sollte man einsehen, dass man zu gross für dies hübsche Autochen ist.
Erst die zweite Serie kam dann mit Linkslenkung und dem 1300er-Saugmotor, den man auch im Daihatsu YRV, Sirion, Materia oder im allerletzten Subaru Justy findet.
Fahrwerkstechnisch ist der Copen verwandt mit dem Daihatsu Cuore L701, der 1998 bis 2003 gebaut wurde. Die Hinterachse ist glaub ich austauschbar.
Zum Trevis: Das ist unter dem Blech im wesentlichen ein Daihatsu Cuore L251, wie er 2003 bis 2007 gebaut wurde. Nur hat der Trevis serienmässig Stabilisatoren verbaut. Gefahren bin ich so einen nie, aber dafür dessen Basis L251 von 2003 bis 2012. Zuverlässiges einfach-Auto, Fahrwerk weicher als das des C1 I. Der Motor (Es gab nur einen, und den hat auch der Trevis.) neigt jenseits der 140'000km zu starkem Ölverbrauch, weil die Ölabstreifringe in den Kolbennuten festbacken. Spendiert man ihm neue Kolbenringe, hat man wieder einen Motor, der quasi kein Öl verbrennt. Allerdings nur, wenn man einen erwischt, der bis dahin nie mit zu wenig Öl gefahren wurde...
Langstrecke kann man damit machen, aber es ist klar ein Kleinstwagen, wenn auch mit langer Übersetzung. Geräuschdämmung ist entsprechend minimalistisch. Der Motor hat aber einen sehr guten, und für einen Dreizylinder sehr ruhigen Lauf, und der Auspuff ist dezent, so dass man wirklich auch mal Langstrecke fahren kann. Allerdings hat die Automatik jeweils keinen 5. Gang, was sich in einem kräftigen Mehrverbrauch und entsprechend mehr Lärm niederschlägt. Es ist dafür ein problemlos funktionierender klassischer Wandlerautomat.
Eigentlich einziges Problem dieser Fahrzeuge ist der Rost, beim Trevis allenfalls der (behebbare) Ölverbrauch, und die meist sehr sparsamen Unterhaltsbemühungen (wenn man das so nennen will) der Vorbesitzer.
Wenn es um einen Kei-car-Bus geht, wäre da noch der Piaggio Porter zu nennen. Schmal, klein, relativ sparsam, und mit ordentlich Laderaum. Das ist ein italienischer Lizenzbau des Daihatsu HiJet, welcher mehr oder weniger eine Schrumpfversion des Toyota Liteace war, den es ab ca. 1992 gab.
Da das meist Arbeitsfahrzeuge sind, findet man die gebraucht oft nur in jämmerlichem Zustand, und aufgrund des leicht gekippt unter den Sitzen eingebauten Motors kommt es da immer wieder zu Kühlungsproblemen, oft deshalb, weil Luft im Kühlkreislauf ist. Das System ist nicht so leicht zu entlüften. Die Qualität ist halt Piaggio-Like, das heisst, Schnellroster mit teils abenteuerlicher Elektrik. Eins der letzten Serienfahrzeuge, das noch keine Airbags hatte, aber irgendwie liebenswert.
Den Daihatsu HiJet (alle weggerostet, gibts nicht mehr) gabs, aus der gleichen Kooperation heraus, auch mal mit Lombardini-Saugdiesel. Irgendwann in den neunziger Jahren. Das war was für die ganz geduldigen, aber dafür echt sparsam.
Benziner gibts da soviel ich weiss den Daihatsu-1300er, mit speziell auf die Einbaulage angepasstem Zylinderkopf (es geht um die Schmierung des Ventiltriebs) sowie den 1.0l-Dreizylinder. Je nach Baujahr mit Vergaser oder Einspritzung.
Ja, Daihatsu hat sich 2017 aus Europa zurückgezogen. Neu gibts die nicht mehr, oder man müsste sie selber importieren, was dann mit den Abgasnormen kompliziert wird... Allenfalls findet man noch was in GB, vielleicht auch unter dem Markennamen Perodua (das sind indonesische (?) Lizenzbauten von Daihatsu, Rechtslenker, was noch eine ECE-Kompatibilitätsbescheinigung hat, und so ohne grossen Aufwand zulassungsfähig wäre...
Die Ersatzteilversorgung ist aber durch Emil Frei AG (Vielleicht auch mit y geschrieben) ab Marktrückzug 2017 vertraglich noch auf 12 Jahre garantiert. Ich komme da auf 2029. Länger kriegen die Autos auch keinen TÜV, wenn sie nicht gerade in Liebhaberhänden mit eigener Werkstatt landen. Rost ist nämlich teuer, wenn man das machen lassen muss.
Der Prius 3 sieht fast gleich aus wie der Prius 2. Er hat aber einen anderen Motor und ein anderes Getriebe.
Der P II hat einen 1500er-Vierzylinder, der P3 hat einen 1800er-Vierzylinder. Der P3 kann bis zu einer höheren Geschwindigkeit ohne mitlaufenden Verbrenner fahren, und hat das modernere Getriebe. Während der Prius II vom Getriebeausgang aufs Differential (Endübersetzung) noch eine Schubgliederkette hat, erledigt diese Aufgabe beim P III ein weiterer Planetenradsatz. Das ist grundsätzlich die solidere Konstruktion, auch wenn ich noch nichts zu Getriebeausfällen beim P II gelesen habe. Bauzeitraum des P3: 2010 - 2019, wobei es ab 2017 eine Plugin-Version gab, mit allerdings bescheidener Elektroreichweite. Es gibt auch Umbauten von P2 auf Plugin-Hybrid, aber das kam nie aus Japan direkt, und ist dann halt eher so ein Gebastel auf hohem Niveau.
Optisch kann man die beiden Modelle am besten an den Frontscheinwerfern auseinanderhalten, sowie am vorderen Spalt der Motorhaube, der nur beim P3 hinter dem Toyota-Emblem einmal von einem Scheinwerfer zum anderen verläuft. Am Heck: Der P3 hat LED-Brems- und Rücklicht. Der P2 ist rundum konventionell.
Achte beim Kauf darauf, dass die Rückfahrkamera vorhanden ist. Man sieht nach Hinten nicht wirklich viel beim P3. Beim P2 weiss ichs nicht mehr auswendig.
Augenkrebs krieg ich nur vom P IV (aktuelles Modell) Dafür gibt es den Wahlweise auch als 4x4 oder mit nun mehr auf brauchbare 50km ausgelegtem Plug-in-Hybrid. Aber nicht beides auf einmal...