Empathie
....ich muss zugeben das ich dazu mittlerweile ein etwas gespaltenes Verhältnis habe
nicht weil ich nicht mit dem Leid anderer mitfühlen könnte oder wollte sondern weil der Begriff mittlerweile so ausgelutscht ist und Empathie immer nur gefordert wird wenn einem selbst die Umstände passen.
Persönlich habe ich gelernt mit Leid umzugehen, auch mit dem anderer. Das ist wichtig denn was wäre die Alternative? Tägliche pure Verzweiflung?
Leider habe ich kein Heilmittel für Leute die Angehörige verlieren denn ich gehöre keiner Glaubensrichtung an. Ich werde nicht an Odins Seite in Valhalla sitzen und Met saufen bis zum abwinken, ich werde nicht mit nassem Arsch auf einer Wolke sitzen, Harfe spielen und Hosianna singen aber auch nicht im Höllenfeuer schmoren (wobei mir Wärme mehr zusagt als Kälte, schwitzen ist besser als frieren - meine Meinung), Aussicht auf etliche Jungfrauen, die mir nach dem Ableben die Zeit versüßen, habe ich auch nicht..... so what! Im übrigen müsste man dann für solche Menschen die sich mit einem Bombengürtel in die Luft jagen um noch andere, die nicht ihrer Religion angehören, auszulöschen auch Empathie aufbringen denn sie haben es nicht anders gelernt und für sie ist es völlig legitim. Empathie ist verdammt selektiv, auch von Leuten die es nie zugeben würden.
Wegen mir muss keiner eine Träne vergießen wenn ich mal abtrete, mir reicht es völlig, wenn der eine oder andere der mich überlebt und es mitbekommt dazu sagen kann: "Den kannte ich, das war ne coole Socke"