Die unsägliche Sortierung z. B. in die Schublade "die Huldvollen" gehört an erster Stelle dazu.
Guter Beitrag von Dir. Ich habe mich bei der Lektüre (wie auch beim Zitat, das Frank hier gepostet hat) bloß immer wieder gefragt, wie soll man eigentlich mit Empathie auf jemanden reagieren, der offenkundig rassistisch argumentiert? Soll ich Milde walten lassen, soll ich geduldig sein gegenüber dem, was keine Meinung ist, sondern Hass? Ich ahne als jemand, der sich sein Berufsleben lang mit dem Faschismus befasst hat, woher der Hass kommt, aber Milde? Nein. Offene, scharfe Kritik ist da angesagt, wobei mir klar ist, dass es einen sozialen Nährboden für den Hass gibt, und dass dem die Grundlage entzogen werden muss. Politisches Handeln ist also angesagt - jenseits persönlicher Empathie oder Nicht-Empathie.
Anderes Beispiel, das dem Thread angepasst ist: Auch meiner Empathie gegenüber Corona-Leugnern, die selbst auf der Intensivstation noch nicht sehen, dass wir eine Pandemie haben, sind deutliche Grenzten gesetzt. Milde? Nein, das Gefühl kenne ich dabei gewiss nicht. Ich habe mit sog. "Querdenkern" diskutiert, oder besser: zu diskutieren versucht, sehr geduldig. Aber das Ergebnis ist niederschmetternd. Die Front dieser Leute ist klar: Danach argumentiere ich als Systemidiot, der sich untertänig in die Coronadiktatur drängen lässt, geleitet von der Lügenpresse, der ich auf den Leim gegangen bin. Argumente, fundierte Zahlen .... interessiert alles nicht die Bohne, es wird alles als falsch zurück gewiesen. Ich weiß, es gibt auch für die "Querdenker" einen sozialen Nährboden für diesen Schwachsinn, aber ich bringe es bei aller Diskussionsbereitschaft nicht fertig, für diese Leute auch nur einen Funken Verständnis aufzubringen. Empathie? Milde? Ich frag ja nur ...
fl.