Erklär das mal genauer. Ich kann da keinen Hinweis darauf entnehmen, was momentan falsch läuft.
Es sei denn natürlich, Du meinst mit dem Ende der Bevormundung, der Staat solle sich ganz raus halten aus allem.
Drei Wochen später wären dann die Spitäler voll, und man hätte brasilianische Zustände. Jeder kann dann machen was er will. Vielleicht kommen Kunden, wenn man sein Geschäft öffnet vielleicht nicht. Und wenn nicht, ist es dann aber nicht mehr die Staatsgewalt, sondern einfach nur das Geschäftsrisiko. Niemand kann dann auch nur einen Cent Ersatzzahlung erwarten, oder einen verlängerten Kurzarbeitsanspruch Und wer krank wird, kann sehen, wer ihn wie in ein Krankenhaus bringt, und wie er da dann vielleicht noch organisieren kann untergebracht zu werden oder nicht.
Ja, doch, ich muss sagen: Viel, viel heller, so eine Perspektive. Und ganz sicher auch was, was der Demokratie gewaltig weiterhilft.
Wie ich die Deutschen so generell einschätze, müsste der Rest Europas froh sein, wenn die BRD sowas überstehen würde...
Du willst nicht ernsthaft in die Richtung, hoffe ich noch immer.
Cool. Es kann dann nur noch einkaufen gehen oder zur Arbeit, wer das ohne öffentliche Verkehrsmittel gebacken kriegt. Der Rest, was macht der?
Und was macht der Arbeitgeber, wenn die, die nicht ein eigenes Auto oder ein Motorrad haben und nicht in Fahrraddistanz zum Arbeitsplatz wohnen, von heute auf Morgen nicht mehr zur Arbeit kommen können?
Sicher, dass es dann noch genug Waren gäbe, die den Einzelhandel am Laufen halten?
Ich wär mir da nicht so sicher. Von denen, die mangels Geld als Kundschaft ausfallen, mal gar nicht gesprochen.
Wenns nichts mit corona zu tun hat, dann hats nichts mit corona zu tun. Dann gehörts in die Diskussion nicht rein.
Was für eine Praxis war das? Arztpraxis? Und was hat das mit Banköffnungszeiten zu tun?
Und: Wenn Du schon gegen Bevormundung bist, woher nimmst Du dann das Recht, anderen vorzuschreiben, wie sie ihre Geschäfte zu organisieren haben. Es ist eben auch eine Bevormundung, den Banken ihre Schalteröffnungszeiten vorschreiben zu wollen. Wenn einem eine Bank nicht passt, geht man zu einer anderen. Wenn einem ein Arzt nicht passt, geht man zu einem anderen.
Das heisst dann aber in der Konsequenz: Eltern bleiben zu Hause um ihre Kinder zu betreuen, und die kriegen die Bildung nicht mit, auf die sie ein verfassungsmässiges Recht haben.
Der Einzelhandel ist dann also wichtiger, als die Schulbildung kommender Generationen, und es ist auch egal, dass Eltern dann den Job verlieren werden und so schnell auch keinen mehr kriegen.
Ich bezweifle, dass das ein besserer Weg ist, als der jetzige Schlamassel. Allenfalls ist es einer, der Dir besser in den Kram passt. Das ist aber eine Suboptimierung.