Das sind definitiv Stützrollen. Wenn man sich die Fotos genau anschaut, sieht man, dass die Dinger auch oben von Erdanhaftungen verschmutzt sind. Sie sind also drehbar und haben zumindest temporär Bodenkontakt erfahren. Da sie immer noch rund sind, und nicht zerbeult, scheinen sie dafür ausgelegt zu sein. Ob hohl oder nicht, weiss man natürlich dann immer noch nicht. Nur soviel: Mir ist auf den Bildern in den Seitenwänden keine unebenheiten, die man etwa von einem Verschlussdeckel erwarten würde, aufgefallen.
Die Lenkung scheint mir, auch aufgrund von Youtube-Videos solcher Fahrzeuge, die ich gesehen habe ausschliesslich über die Vorderräder bewerkstelligt worden zu sein. Irgendwo im Schlamm oder in der Wüste (auf Bildern mit Eis und Schnee tauchen die Rollen nicht auf, glaub ich) temporär auf die Lenkung verzichten zu müssen, scheint wohl vertretbar gewesen zu sein, wenn man das Fahrzeug dafür nicht ganz so oft ausgraben musste.
p.s.: Hier sieht man, dass die Trommel wohl hohl ist (Durchgang für eine Handkurbel zu starten oder so) und wohl dann auch keine Füllung hat.
Hier geht so ein Ding um die Kurve. Hier mit Startkurbel durch die Fronttrommel. Hier sieht man, die Dinger machen heute noch Spass. Wenn man hat und kann...
Hier ein "Ketten"Wechsel samt Probefahrt.
Hier ein kurzes Video mit ein paar Daten zu Geschichte und Einsatz der Autochenilles Kégresse, für die, welche der französischen Sprache mächtig sind. Offenbar beschaffte auch die Polnische Armee anfang der Dreissiger Jahre solche Fahrzeuge, und in der frz. Armee zogen die 75mm-Geschütze... unter anderem.
p.p.s: Was das besondere an so einem Citroen Kégresse ist, sieht man erst im Vergleich mit den Halbkettenfahrzeugen anderer Hersteller. Die sind nicht halb so wendig, und machen vor allem bei Kurvenfahrt einen wenig vertrauenserweckenden Eindruck. Man siehts auch daran, dass die Citroen auch auf weichem Untergrund den Boden kaum sichtbar aufreissen, auch in Kurven, während es schon beim Zusehen schmerzt, etwa einem Ford Halbkettenfahrzeug beim Wenden zuzusehen. Der verbiegt sich dabei fast die Ketten, jedenfalls sind sie sichtbar verspannt.
Vergleicht man es ausserdem mit anderen, frühen Halbkettenfahrzeugen, so sind die Citroen im Vergleich geradezu elegant, und sehr schnell und wendig.
vom Kettenlaufwerk her interessant finde ich neben Citroen bisher nur diesen Linn Halftrack. Allerdings scheint der recht langsam zu sein. Was auch am Fahrer liegen kann, der mit dem Fahrzeug ohne Servolenkung offensichtlich nicht zurecht kommt.