In der Praxis nicht so wahnsinnig schwierig. Einen Namen wird Mensch doch wohl haben. Alles weitere kann man, sollte man sich direkt gegenüberstehen, erfragen.
Ich freu mich grad drüber, dass die, die einem ständig unverlangt Werbung zuschicken, die, damit sie auch ankommt, adressiert werden soll, an so einer Aufgabe fast zwangsweise scheitern müssen.
Insgesamt problematisiert man da ein Ding, das wohl den Aufruhr nicht wert ist. Respekt hängt doch im Normalfall nicht mit der neuerfindung grammatikalischer Normen zusammen, sondern drückt sich, jedenfalls wenn ich von mir als sprachsensitivem Menschen ausgehe, eher im Verzicht auf solche Revolutionen aus.
Wenns ums Verständnis geht: Das wird mit solchen Spinnereien nicht gefördert; vielmehr ist es illusorisch, zu meinen, es verbessere das Verständnis, wenn man für einen verschwindend geringen Prozentsatz der Bevölkerung die Sprache umbaut. Das hängt doch schon dem Feminismus wie ein Klotz am Bein, dass man jetzt nicht mehr elegant und effizient formulieren dürfen soll. Und da wärs immerhin gut die Hälfte der Menschheit, die davon "profitieren" sollte.
Verständnis weckt man mit Kommunikation und Aufklärung. Ganz sicher nicht damit, anderen das Leben für nichts schwer zu machen.
Nicht falsch verstehen: Die Erweiterung der Auswahlmöglichkeit beim Geschlecht im Zivilstandsregister und generell auf Formularen ist ok. Da gibts einfach Menschen, für die ist Mann/Frau zu wenig.
Es gibt aber auch noch ganz andere, die mit fehlendem Verständnis kämpfen, und dennoch nie auf die Idee kämen, es könnte hilfreich sein, die Sprache umbauen zu wollen und damit allen anderen ungefragt auf die Nerven zu fallen. Wenn Behinderte nach der Logik vorgingen, und nun meinten, einfach nur Behinderte als Kategorie sei zu eng, dann würden Briefe zu bestimmten Themen nie mehr fertig, und die Probleme der Betroffenen würden davon auch nicht weniger. Man kanns schlicht auch übertreiben.