Da muss ich fraunie zustimmen.
Der C6 ist ein recht komplexes Auto, das nun langsam in die Jahre gekommen ist. Das hat für alle, die jetzt noch schnell den letzten echten Citroen fahren wollen den Vorteil, dass die Dinger recht günstig zu haben sind. Auf der anderen Seite aber auch den Nachteil, dass man keinen Überblick darüber hat, was an dem Fahrzeug bereits ersetzt worden ist. Die Schlitten sind nämlich, entgegen anderslautenden Gerüchten, ziemlich solide und zuverlässig und es kann deshalb durchaus sein, dass viele Verschleißteile volle 14 Jahre recht klaglos ihren Dienst getan haben, dann aber auf einmal einiges zeitgleich fällig wird. Deshalb wird hier bei Kaufberatungen gebetsmühlenartig wiederholt, dass man den Kaufpreis nochmal für Reparaturen in Reserve halten sollte. Sollte sich dann herausstellen, dass dies nicht benötigt wird: Um so besser.
Die langjährigen C6-Eigner hier im Forum haben dagegen einen großen Vorteil. Sie wissen, was sie bereits, im besten Fall vorsorglich, ersetzt haben. Die Hypochonder unter ihnen (ich zähle mich zu dieser Gruppe) tauschen schon vorsorglich oder bei den ersten Symptomen den Lima-Freilauf, das böse Wasserrohr, das Thermostatgehäuse und ziehen sich ein Backup der Festplatte vom RT4. Und hatten sie das Glück, dass sie lange Jahre von größeren Ausfällen verschont waren (auch hier zähle ich mich dazu), dass wissen sie, dass das Schicksal irgendwann erbarmungslos zuschlagen wird und auch mal größere vierstellige Beträge fällig werden.
Also bleiben nur zwei Alternativen:
1.) Auf der Grundlage der hier versammelten C6-Kenner systematisch die C6-Schwachstellen überprüfen und beseitigen oder sich eine kompetente Werkstatt suchen (schwer!) und das dort erledigen lassen. Dann bleibt aber immer noch das Risiko einer recht teuren Reparatur, s. oben.
2.) C3 leasen und sich um Folgekosten keine Sorgen machen.
Die Problematik dürfte sich m.W. bei einem 14jährigen BMW 5er/Daimler E/Audi A6 nicht wesentlich anders darstellen.
Ich würde also einen Kassensturz machen, mir überlegen, was mir das phänomenale Fahrerlebnis wert ist und dann entscheiden, wie ich weitermache. Davon abgesehen: Jammern ist natürlich erlaubt. Man darf sich hier im Forum auch mal ausweinen. Vorwiegend aber nach kapitalen Motorschäden.