Mietendeckel ....... meiner Meinung nach Staatsversagen und Zeichen der Grenzen des Kapitalismus. Staat, Länder und Kommunen haben in den letzten Jahren zig tausende Wohnungen verkauft - Vermögen des Volkes, das nie hätte verkauft werden dürfen. Schon gar nicht, um kurzfristige finanzielle Engpässe zu beseitigen.
Man hat's trotzdem getan, idealerweise haben schlaue Verantwortliche auch noch die eigenen Taschen gefüllt, und jetzt steh'n wir da. Kapitalgesellschaften, die massiv in Wohnraum investiert haben, haben noch nie das Ziel gehabt sozial zu sein. Die nehmen was geht, und es ist ihrer Bestimmung zufolge auch völlig o.k. Die sind ja nur dafür da ! Und den (relativ) paar Privateigentümern, die eine Vermietwohnung z.B. zur Alterssicherung haben kann man es auch nicht wirklich verübeln, wenn sie ihr Eigentum zum bestmöglichen Preis vermieten.
Es war schon seit jeher Aufgabe des Staates sich vor allem um die 'untere' Bevölkerungsschicht zu kümmern, das die nicht völlig auf der Strecke bleiben. Und um das Ganze zu finanzieren wäre (ist !) es auch Aufgabe des Staates, die großen Einkommen / Vermögen zum Beitrag zu zwingen.
Das genau wurde jahrzehntelang versäumt !
Staat / Länder / Kommunen müssen bezahlbaren Wohnraum für Menschen bereitstellen, die selbst nicht in der Lage sind, sich ortsübliche Mieten zu leisten, das kann man inzwischen nicht mehr, weil man alles verscherbelt hat.
Kleiner sidekick .... wobei ich betonen möchte das ich nicht rechts bin und grundsätzlich nichts dagegen habe das wir Flüchtlinge aufnehmen und denen helfen. Aber es mutet schon etwas merkwürdig an, wenn den sozial schwachen die Wohnung gekündigt wird weil sie an eine AG verkauft wurde die eben deutlich mehr Mieteinnahmen haben möchte, andererseits aber Geld genug da ist um für Flüchtlinge Containerdörfer zu bauen, die je Wohneinheit mehr kosten als die Sozialwohnungen je gekostet haben.