Ein Activa V6 ist bezüglich Wartung und Reparaturen natürlich etwas anspruchsvoller. Die Brot-und-Butter-Modelle, so sie bislang gut gewartet wurden und keinen Reparaturstau aufweisen, sind nach meinen Erfahrungen für Autos dieses Alters dagegen durchaus dankbare Fahrzeuge. Ok, bei 311.000 Kilometern hat sich jetzt bei mir ein Automatikgetriebe verabschiedet, aber in den mehr als 20 Jahren, in denen ich Xantias als Alltagsautos fahre, gab es eigentlich keine wirklich bösen Überraschungen. Liegengeblieben und "hoch auf dem gelben Wagen" heimgekommen bin ich mit einem Xantia nie - der Automatikgetriebeschaden trat beim Einparken quasi vor meiner Haustür auf -, und ich bin sicher mehr als eine Viertelmillion Kilometer in den Xantias gefahren. Wenn die Domlager ok sind, die Rücklaufbündel nicht verhärtet und die Hydraulikleitungen nicht durch Korrosion geschwächt, sind Xantias nach meinen Erfahrungen in der Regel sehr zuverlässig. Um das 4HP20-Automatikgetriebe sollte man vielleicht besser einen Bogen machen und zudem darauf achten, dass das Kreuzgelenk der Lenkung und die Riemenscheibe ok sind - dann spricht wenig gegen einen Xantia.
Eine fähige Werkstatt für die Wartungs- und Reparaturarbeiten in der Nähe ist zweifellos von Vorteil, wenn man selbst kein Schrauber ist. Ich bin keiner, aber in der glücklichen Lage, dass @kroack nicht so weit entfernt ist - und obwohl ich überlege, ob ich nicht doch irgendwann auf einen C5 III als Alltagsauto umsteige, weiß ich schon jetzt, dass die Reparaturen dann sicher wesentlich aufwändiger und kostspieliger werden.
Freundliche Grüße
Wolfgang