For the records:
Der XM hatte drei Themen, die ziemlich nervig waren - er hat kaum noch weich gefedert, sondern war fast permanent im Sport-Modus, also ohne zugeschaltete Hydraktiv-Kugeln, was einem jede Bodenwelle ins Kreuz schlägt. Das Fahrverhalten wurde auch immer komischer; das Beschleunigen verlief wellenförmig zäh und war weit weg von agil, außerdem hat er beim Konstantfahren geruckelt. Und der Leerlauf hing während des Betriebs oft bei ca. 1.100 U/Min fest und ist nur manchmal auf ca. 750 U/Min abgesunken.
Als erstes haben wir den Leerlaufsteller getauscht - das hat schonmal das Problem des zu hohen Leerlaufs gelöst und zudem für einen insgesamt deutlich gleichmäßigeren Leerlauf gesorgt. Das ging erfreulich schnell.
Dann die Federung, da wurde es etwas kniffliger: Zunächst haben wir das Hydraktiv-Steuergerät gewechselt, da im verbauten Gerät ein zusätzliches Kästchen mit verlöteten Dioden angebastelt war, was eher ein Thema für das HA II im Y4 ist. Brachte allerdings keine Besserung. Den Fehler konnten wir dann relativ gut eingrenzen: Wenn die Stecker vom Steuergerät an- und weder aufgesteckt werden, schalten sich die Hydraktiv-Kugeln sofort wieder zu und der XM ließ sich im Stand schön und mit relativ wenig Kraftaufwand ein- und ausferdern. Ab 30 km/h war es allerdings mit der Federung vorbei; manchmal haben sich die Hydraktiv-Kugeln während der Fahrt wieder für einen Moment zugeschaltet, manchmal nicht. Angehalten, Stecker ab und an, Federung prima, losgefahren, über 30 km/h wieder hart usw.
Das Reinigen aller Steckverbindungen (v.a. Neigungssensor, Beschleunigungssensor, Sicherheitsventil) hat keine Besserung gebracht. Ein Defekt im Steuergerät haben wir ausgeschlossen, da es ja erkenntlich arbeitet. Ein mechanisches Problem der Ventile konnte es auch nicht sein, denn sie Schalten - nur eben nicht so, wie sie sollen. Also die Sensoren. Da kein ELIT oder Lexia greifbar war, blieb nur Versuch und Irrtum (oder Messen, uns war aber eher nach Ersterem 😁). Während der Testfahrten hat sich dann am ehesten etwas am Federungszustand geändert, wenn abrupt Gas weggenommen wurde - also als erstes den Gaspedalsensor geprüft ... und das war dann auch gleich der Gewinner! Wir haben zum Test einen Ersatzsensor angeschlossen, aber nicht eingebaut - da fuhr der XM dauerhaft weich. Wenn wir während der Fahrt den Regler vom Sensor verstellt haben, hat sich auch sofort eine Änderung im Federungsverhalten gezeigt. Problem gelöst.
Bleibt noch das Fahrverhalten. Das war dann wieder relativ schnell gefunden - ich habe beim Tausch der Zündkabel etwas gepennt und Zündkabel verbaut, die nicht tief genug in den Kerzenschacht reichen und so nur an der Kerze anliegen, aber nicht richtig aufgesteckt sind. Mit den passenden und richtig aufgesteckten Zündkabeln lief der XM schon deutlich agiler; das Konstantfahrruckeln war auch weg. Dann noch den Luftsensor getauscht und Kontakte gereinigt - und schon läuft er prima. Es bleibt noch ein leicht wellenförmiges Beschleunigungsverhalten aus untertourigen Drehzahlen ... das ist aber nicht aufdringlich und wird sich auch noch lösen lassen.
Und weil es gerade so gut gelaufen ist, haben wir noch die seitlichen Zierleisten demontiert und die kurzen Edelstahlleisten vorne und hinten montiert - sieht prima aus. Die langen Leisten klebe ich in Ruhe an, wenn Mighty Seven danach einen Tag nicht bewegt wird und nicht ein Regenguss dem anderen folgt.
Das war ein sehr erfolgreicher Schrauber-Tag!