weil´s jahrelang mein job war, mich mit studien und deren aussagen auseinander zu setzen, spirngt der "stille post"-effekt natürlich sofort ins auge.
todesursache sind genauer beschriebene vorerkrankungen, die erst beim akt eine tödliche wirkung zeigen. nur auf die gruppe der vorerkrankten bezogen, ist also der akt selbst als todesursache aufzufassen.
aus einer einfachen häufigkeitsverteilung wird von den autoren des artikel dann erst einmal der schluss abgeleitet:
"Vor allen Männer Ende 50 mit einer Vorerkrankung, ... die sich nicht mit ihrer Ehefrau vergnügen, sind gefährdet, wie eine Untersuchung zeigt."
hier sind wir schon bei einer halbwahrheit. wenn rund 4,7 mal mehr männer beim akt mit einer anderen als der ehefrau versterben, muss erstmal abgeklärt werden, ob diese nicht evl. auch 4,7 mal mehr sex haben, als jene, die lediglich mit ihrer ehefrau verkehren (was mir bei dem angegebenen durchschnittsalter nicht mal so abwegig vorkommt). würden geliebte und prostituierte sogar 10 mal häufiger bestiegen als ehefrauen, könnten man diese sogar als die sichere alternative bezeichnen. ohne einen solchen bezug auf die häufigkeit der akte, wäre das wort "betroffen" statt "gefährdet" das sachlich korrekte.
manson greift den begriff der "gefährdung" auf und interpretiert ihn gar als "befrohung" und geht dann sogar noch einen schritt weiter. er unterstellt, dass der akt mit einer geliebten oder prostituierten nur bei existenz einer ehefrau möglich ist, die man "betrügen" kann.
am ende stehen dann aussagen, wie: "wer seine ehefrau betrügt, dem droht der vorzeitige tod beim akt. das empirisch untersucht und statistisch nachgewiesen - also fakt!"
mir geht es keinesfalls um persönliche kritik an irgendwelchen autoren. dies sei lediglich als beispiel aufzufassen, wie "faktenbasierte" meinungen häufig entstehen.