Auch wenn der Hinweis nicht mir galt: Rindviecher sind ja genug da, und deren Methanausscheidungen sowieso schlecht fürs Klima - nicht nur lokal.
Wenn man weiss, wie es zu Mutationen im Erbgut kommt, weiss man auch, dass das nichts damit zu tun hat, wie wenig oder viel Erfolg so ein Virus hat. Das hat einzig damit zu tun, wie sehr die Umweltbedingungen Mutationen wahrscheinlich machen (z.B. durch Einwirkung von Strahlung, Chemie...) und wie oft die Informationen kopiert werden, weil auch der Kopiervorgang selber natürlich hin und wieder nicht völlig Fehlerfrei abläuft.
Es bleibt dann dem Zufall überlassen, ob die mutierten Viren überhaupt auf einem Wirt noch funktionieren, und ob sie leichter, schwerer oder gleich gut übertragbar sind, genauso wie ob sie gefährlicher oder harmloser werden.
Das Virus ist zudem nicht einmal ein Lebewesen. Es ist sowas wie ein Kügelchen aus Fett, in dem zerknüllt ein Stückchen mRNA liegt, gleich einer Blaupause, die hübsch geschützt eingerollt zur Baustelle getragen wird, auf dass die Bauarbeiter dort das richtige mit den richtigen Abmessungen an die richtige Stelle hinbauen oder eingraben.
Wie soll sich sowas überlegen, wos landen kann oder nicht? Es kann sich ja noch nicht einmal selber vervielfältigen, so ähnlich, wie die Blaupause aufm Bau ja auch keine Wasserleitung verlegt und selber unmöglich Betonmauern giessen kann.
Würde das Virus auf nur Geimpfte treffen, würde einfach der R-Wert deutlich sinken. Nicht, weil das Virus merken würde, dass es da nicht landen kann und dann woanders hinginge, sondern weil das Immunsystem schneller hochfährt und schon nach erheblich kürzerer Zeit die Viren bekämpfen kann, idealerweise, noch bevor sie in Zellen eingedrungen sind, wo sie dann in den Eiweissfabriken ihre Blaupause an den Schichtleiter der Fabrik aushändigen, so dass dieser Viren bauen lässt, statt der Dinge, die für seine Zelle von Nutzen wären.
Die Viren suchen sich ihr Ziel nicht. Es gibt nur so viele davon, dass irgendwelche davon schon irgendwann bei einem Organismus landen, der sie in seine Zellen lässt und dort vervielfältigt. Für die betroffenen Zellen ist das dann das Todesurteil. Ob das aber für das Lebewesen ein Problem wird, kann das Virus schon wieder nicht beeinflussen. Es ist zufrieden, wenn es massenweise kopiert wird und irgendwie wieder zum nächsten Wirt kommt. Es kann selber aber nicht dahin gehen, sondern überlässt das seinem Wirt und dem Zufall.
Da Ungeimpfte mehr Virenkopien freisetzen, und jeder Kopiervorgang zu Mutationen führen kann, sind es also ungeimpfte, die für mehr Möglichkeiten zum Mutieren sorgen. Sie stecken sich nämlich häufiger an, und produzieren, wenn denn einmal infiziert, auch länger Viren, also insgesamt mehr Kopien davon, und jedesmal kann dabei ein Fehler passieren, und das Virus kommt dann anders heraus, als jenes, das die Kopiervorlage lieferte. Das ist dann eine Veränderung, und in Latein ist das eine Mutation. Eine neue Virenvariante. Je mehr ungeimpfte nun dem Infizierten begegnen, umso eher haben diese veränderten Viren Glück, und können ihrerseits wieder vervielfältigt werden. Geimpfte tun es auch, werden aber schwerer infiziert, und liefern auch weniger Virenkopien ab. Der R-Wert ist da also kleiner als bei ungeimpften.