Ob das so ist, kann man heute noch nicht sagen. Das wird man wissen, wenn man sieht, was die nächsten Varianten anrichten, oder wenn die Pandemie vorbei sein wird. Gegenwärtig ist sie das mit Sicherheit noch nicht.
Ach, fordert da einer Diktatur? Wozu? Damit die Spaziergänger endlich doch noch Recht bekommen?
Erstmal ist eine Debatte noch keine Impfpflicht, und mit Blick darauf, dass die Impfstoffe nun endlich angepasst werden sollen auch nicht verkehrt. Wehren dagegen kann man sich aber sinnvoll erst, wenn es konkreter wird. Wenn man weiss, was angepasste Impfstoffe können und was nicht, wenn man weiss, ob die Pandemie weitergeht, und wenn ja, wie. Wenn man weiss, wie die Impfpflicht aussieht. Es sind da durchaus Szenarien dabei, bei denen eine Impfpflicht rechtlich gar nicht erst Bestand hätte. Aber auch solche, wo es dann ohne Impfpflicht schwer wird.
Mal ganz davon abgesehen, dass sich die Leute eine oder zwei Generationen nach uns fragen werden, warum man aus einer erstmals schnell verfügbaren, sicheren und wirksamen Impfung so wenig gemacht haben wird. Hat immerhin Milliarden gekostet das Ding, und dann nutzt man das Potential dieser mächtigsten Waffe gegen die Covid19-Pandemie nicht besser aus. Das wird im Nachhinein Unverständnis auslösen.
Der Weg aus der Pandemie führt, da wir den Moment, in dem man Covid noch hätte los werden können, definitiv und nicht nur, aber auch wegen Impfgegnern verpasst haben, nur noch über eine Endemie. Im Zweifel dauert das Jahrzehnte, aber es kommt irgendwann dazu, ob nun mit oder ohne Impfung. Die Impfung könnte helfen, ein paar weniger Tote begraben zu müssen auf dem Weg zur Endemie.
Das ist ja aber auch kein Argument für Impfgegner.
Kann man dann nicht ändern.