Die Ersatzteilsituation ist in der Regel besser als bei Citroen, wo man nie weiss, ob Ersatzteile überhaupt noch lieferbar sind.
Wenn es aber um gebrauchte Ersatzteile geht, kann man insbesondere in D, wo Japaner unter "ferner liefen" gelistet werden, schon mal Pech haben. Und selbst in der Schweiz, wo man eigentlich für alle Marken gut auch gebrauchte Ersatzteile kriegt, wirds bei manchen Modellen schwierig, weil eben wirklich nur Unfaller verschrottet werden.
Was noch fährt, geht in den Export. Frag mich nicht wohin. Aber die Ersatzteile dieser Autos landen dann eben nicht auf dem Gebrauchtteilemarkt.
Allerdings: Wenn man nicht selber was kaputtfährt, braucht man ohnehin nur Verschleissteile, und die muss man nicht bei Toyota einkaufen. Gerade bei den Bremsen ist Ware vom Aftermarket in der Regel nicht schlechter, wenn man nicht gerade das allerbilligste auf Ebay kaufen will.
Wenn ich die Liste der Dinge sehe, die an einem Citroën so kaputt gehen, dann sind das meiste Teile, von denen ein Toyotafahrer nicht weiss, dass sie am oder im Auto vorhanden sind, weil er sich nie damit befassen muss. Insofern: Ja Ersatzteile sind im Zweifel teuer. Nein, stören tut das nicht. Wenn man nicht selber was kaputt macht, braucht man die nämlich kaum je einmal. Da man so eigentlich auch nur in die Werkstatt muss, wenn ein Service fällig ist, spart man auch da nochmal Geld, und es stört die paar mal, wo man Ersatzteile kaufen muss, umso weniger, dass man die relativ teuer zahlen muss.
Zudem: Mit dem C1 hatte ich mal, 1000km von zu Hause, das Problem, dass ein Auspuffhaltergummi am durchreissen war. Ich hab das, wegen Klappergeräuschen, rechtzeitig gemerkt und ging dann auf Teilesuche. Im Norden Norddeutschlands war kein Autoverwerter zu finden, der mir für einen Franzosen oder Japaner Gebrauchtteile angeboten hätte. Ich fragte dann einen Citroën-Händler an, was zwei neue Haltergummis für den Auspuff kosten würden. Die 15€ hätte ich ja, obschon nicht wenig, bezahlt. Aber es war Samstag morgen, und die Teile würden frühestens am Montag abholbereit sein, und auch das ohne Garantie.
Montag wollte ich aber schon wieder zu Hause sein...
Also einfach mal einen Teilehändler angefahren, den mir einer der Autoverwerter, die ich angefragt hatte, netterweise angab. Sein Nachbar nämlich... Da also hin, reinmarschiert, FIN angegeben, und er hatte die benötigten Teile auf Lager, und zwar für je zwei Euro und ein paar Cent. Ich hab dann auf dem Parkplatz das Taschenmesser gezückt, und das kaputte Teil weggeschnitten. Dann das Neuteil rangefummelt, und konnte mich dann beruhhigt auf den Heimweg machen, und musste mich danach nie wieder mit diesen Teilen befassen, solange ich das Auto fuhr.
Quintessenz: Es ist so sicher nicht, dass man für einen Franzosen in D leichter Gebrauchtteile kaufen kann, als für einen Toyota. Letzterer hat aber weniger Teilebedarf.