Nein. Kernkraft hat von Anfang bis Ende diverse ungelöste Probleme je in der Grössenordnung von zig Milliarden.
Zudem ist sie keine erneuerbare Energie. Sie braucht als Brennstoff Uran 238. Das kommt entweder heute aus Russland(!) oder ist wiederverwendetes Uran aus abgebrannten Brennelementen. Dann muss es zurückgewonnen werden --> La Hague, permanenter Atomunfall mit Belastung der Umgebung, insbesondere der See. Wenn es zurückgewonnen wurde, muss es angereichert und in neue Brennelemente gepackt werden. Das macht La Hague nicht, sondern man schickt das dort zurückgewonnene Uran dazu nach Russland. Ich nehme an, nach Majak, wo dann 80% von dem Uran als Atommüll enden, und nur der Rest in Brennelementen wieder nutzbar wird.
Wenn man von Russland weg will, dann ist Atomkraft gestorben.
Selbst dann, wenn man alle anderen ungelösten Probleme ausblendet, und auch vergisst, dass AKW betriebssicher sein sollten, was sie, ohne vorgängige grosse Revision von einigen Monaten Dauer, wofür es Fachpersonal und die entsprechende Planung, nebst etlichen Millionen braucht, nicht sind, da auf Ausserbetriebsetzung per Ende Jahr seit längerem ausgerichtet.
Wenn Du in die Schweiz schaust, dann siehts noch düsterer aus. Auch da ist der Ausstieg aus Atomstrom beschlossen, die ersten Reaktoren sind ausser Betrieb, und die Verbleibenden wurden auch schon nicht mehr so Unterhalten, als sollte es länger als geplant weitergehen. Zudem sind diese Reaktoren mit die ältesten, die in Europa noch in Betrieb sind. Und auch hier kommt der Kernbrennstoff nicht aus dem eigenen Land.
Und selbst Frankreich, das noch über 30'000t wiedergewonnenes Uran aus abgebrannten Brennelementen aus La Hague auf Lager hat, schickt dies Material nach Russland, um daraus neue Brennelemente machen zu lassen. Das ganz bewusst, weil das so dreckig ist und dabei soviel hoch radioaktiver Abfall zurückbleibt, dass man das nicht auf eigenem Boden machen möchte.
Ergo: Atomkraft ist sowas von tot.
Auch dann, wenn man darüber hinweg sieht, dass das schon mit bestehenden, bezahlten AKW der teuerste Strom ist, den man haben kann, und dass der Kostenrahmen aller im Bau befindlichen neuen Reaktoren jeweils um ein mehrfaches, irgendwo zwischen Faktor drei und fünf der ursprünglichen Budgetierung, überschritten wurde, und die noch nicht fertig gebaut sind.
Hätte Finnland die 12Milliarden Euro, die ihr neues AKW bisher kostete, in der gleichen Zeit in erneuerbare Energie investiert, man hätte dafür ein Mehrfaches der Leistung gekriegt, und noch einen riesen Speicher bauen können. Ohne, dass man sich dabei all die unlösbaren Probleme der AKW einhandelte, und ohne von Russland abhängig zu sein.