Ich finde auch, dass es angesichts des Leids nur knapp 1000 km von hier Jammern auf hohem Niveau ist bei vielen.
Aber: in Deutschland herrscht teilweise schon auch große Armut. Für diese Schicht gerät der Krieg tatsächlich in den Hintergrund, wenn die Kinder morgens ohne Frühstück in die Schule gehen.
Nicht jeder kann auch sein Leben entscheidend ändern, dem Tipp kann ich nicht generell folgen. Wohnsituationen, Familie, Gesundheit, Finanzen sind da die Stichworte. Was aber stimmt, ist, jeder kann sich einbringen! Nutzt nicht immer, kann aber zufriedener machen.
Mir ist aber völlig unklar, was Armut mit Stadt und Land zu tun hat. Stadtmenschen sind doch nicht reicher, oft im Gegenteil. Die meisten haben kein Eigentum und das nicht nur aus Spaß. Viele plockern sich mit zwei Jobs ab... und kommen kaum zurecht und zahlen immens hohe Mieten. Umziehen ist oft nicht möglich.
Und dass in der Stadt "grüner" oder "linker" gewählt wird, ist ja wohl ein schlechter Witz.
Wir hatten in D jahrzehntelang schwarz geführte Regierungen und die meisten Wähler wohnen in der Stadt.
Und jetzt NRW, natürlich auch Agrar, aber hauptsächlich sehr städtisch u industriell geprägt. Auch schwarz u bleibt so, nur der Koalitionspartner wechselt.
Dass die Grünen jetzt vermehrt in die Regierungen rutschen, ist eine zwingende Notwendigkeit weil seit Jahrzehnten energiemäßig und klimamäßig aufs falsche Pferd gesetzt wurde. (in NRW ganz extrem! )
Und dass sich Gegebenheiten ändern, nennt man Evolution.
Weiterentwicklung ist elementar. Spielregeln ändern sich (laufend?)? Da kann man nur sagen, endlich! Ein "weiter so" wollte wohl auch der eingefleischeste CDU Wähler nach Merkel wohl nicht mehr.
Und von "laufend" kann nun in den letzten Jahren gar nicht die Rede sein. Änderungen sind auch ein Zeichen für Demokratie, aber das ist bei so geringen Wahlbeteiligungen nur bedingt möglich. Leider! (Ist jetzt ein anderes Thema als "nur Jammern", gehört aber dazu).
Ich verstehe nicht, dass man seine Chancen mitzugestalten, nicht nutzt. Mir ist auch fast egal, was die Menschen wählen, außer extrem. Aber hinterher zu maulen, obwohl man als Nichtwähler das Ergebnis mit zu verantworten hat, ist ein Unding.
Wir sollten dankbar sein, Entscheidungen treffen und mitgestalten zu können, in Russland ist das nicht möglich!