Die Polemik gegen Waffenlieferungen ist doch vollkommen blödsinnig.
Wenn wir nicht tun, was immer möglich ist, holt sich Putin als nächstes die Moldau, dann einen Landkorridor nach Kaliningrad, das heisst Lettland ist dran, und bei nächster Gelegenheit macht er Polen platt, weil die NATO dort vertreten ist, und das logistisch für die Ukraine wichtig ist. Und Ungarn tritt dann wahrscheinlich dem russischen Einflussgebiet jubelnd bei.
Dann kann ja wohl nicht mehr die Frage sein, wie lange es dauert, die Produktion von Stingerraketen auf Maximum zu bringen, und es wird dann auch nicht mehr reichen, sieben Haubitzen binnen dreier Monate bereitstellen zu können.
Zur Türkei: Den Flickschuster dort, den sollte man nach Nowosibirsk oder sonstwo, wo es nie richtig warm wird, in die Verbannung schicken. Wenn man sowieso aufrüsten muss, kann den ja vielleicht mal ein Flieger en passant dort abwerfen. Als Friedensangebot, statt Bomben oder so, oder im Zuge eines Gefangenenaustauschs... Alternativ hat der Mann vielleicht ja sogar seine Freude dran, ein eigenes türkisches Weltraumfahrtprogramm persönlich eröffnen zu dürfen. Dann bräuchte man nur dafür zu sorgen, dass ein Dichtring nicht ganz so dicht ist, wie damals bei Challenger, oder man pfuscht ein wenig bei der Elektrik, wie bei Apollo 1 oder 13... Und schon ist der Weg frei für den NATO-Beitritt Finnlands und Schwedens. Oder man weist ihm einen warmen Sitzplatz bei einem Startversuch so einer seiner eigenen Raketen zu, wie das in den sechzigern bei den Russen auch mal vorkam, wo dann am Ende ein riesen Feuerwerk herauskam, das keiner von denen, die ganz vorn dabei sein wollten, überlebte...
Jedes Zögern wird doch nur noch teurer für Europa, seis, weil ein Abnützungskrieg draus wird, oder weil andere russische Überfälle folgen werden. Glaubt man denn ernsthaft, indem man aus Europa erst dann beschliesst, bis in ein paar Monaten zu liefern, was in der Ukraine vor zwei Wochen gebraucht wurde, tue man sich einen Gefallen? Das Freut doch nur Putin, der so viel Zeit hat, sich besser einzurichten, einzugraben und Nachschub heranzuführen. Er hat den, er muss den nicht erst noch produzieren. Der Westen muss sich da echt sputen.
Das ist die gleiche Situation, wie damals, als Habeck verkündete, man steige bis 2025 aus russischem Erdgas aus. Man tut immer noch so, als liesse einem Putin eine Wahl, und unendlich Zeit, sich umzustellen.
Klar lässt uns Putin Zeit. Je lahmer wir in die Gänge kommen, umso mehr Fläche kann er einsacken und umso mehr Infrastruktur und Menschen kann er kaputtschiessen, ehe sich die Ukraine wirksam dagegen stellen kann.