Das ist eher Pathologisch.
Zu meiner Schulzeit und an der Uni gab es zwei Sorten Leute, die auf solche Sachen zu achten wichtig fanden:
1. Die, die inhaltlich nicht mitkamen, sich deshalb langweilten und den Leerlauf halt irgendwie ausfüllen mussten. Möglichst mit etwas, was sich dann zur Pausenzeit ausschlachten liess. Da waren solche Sinnlosigkeiten ideal, und den ungeliebten Lehrer als einigermassen hohl oder unfähig hinzustellen. Dass sich die ruhigere, intelligentere Hälfte der Schule zu solchem Schauspiel die eigenen Gedanken machte, konnte sich diese Klientel nicht einmal vorstellen; merkte folglich auch nicht, dass man eher über sie lachte, als über die verhöhnten.
2. Die, die mit dem Unterrichtsgeschehen nicht ausgelastet waren, und Zeit hatten, aber auch jeden Schrott nebenher zu verfolgen. Das ist so die Sorte, die es sich leistete, sich über Lehrer lustig zu machen, weil sie denen wirklich überlegen war. Nicht selten Leute, die Kifften und Pillen einschmissen, um den Umgang mit den gewöhnlichen Langsamdenkern bis kurz übern Durchschnitt der Intelligenzskala überhaupt zu ertragen. So die Sorte, die es sich bei zwei Prüfungen in einem Fach jedes Semester, leisten konnten, einmal ein weisses Blatt Papier mit Namen drauf abzugeben, und dann immernoch mit 5.5 (Schweizer Notenskala, die 6 ist die Bestnote) im Gesamtdurchschnitt abzuschliessen.
Hier im Forum kommt die 2. Sorte nur ausserhalb dieses Themas vor.
Aber ja: So eine Angewohnheit ist pathologisch. Würde man die Aufmerksamkeit, die an solche Zählspiele verloren geht, auf den Inhalt richten, dann wäre viel zu gewinnen, und so mancher der 1. Kategorie würde feststellen, dass das Problem nicht ist, dem Inhalt folgen zu können, sondern es zu wollen. Kurz: Eine Form von Napoleonismus.
Mal ganz davon abgesehen, dass das ja nur ne Behauptung ist, mit der Zahl 200. Ich schätze, das geht sich schon mit Blick auf die Sendezeit nie aus, ist also eine fake-Behauptung, auf die genau die reinfallen, die das wollen. Eine Gelegenheit zur confirmation bias, nichts mehr. Im Rang und der Logik den Horoskopen folgend.